Titel: Stabile Seitenlage

06. Oktober 2005 - 20. November 2005

Ausstellungskooperation der STIFTUNGKUNSTFONDS, dem Kunsthaus Dresden, und der Hochschule für Bildende Künste Dresden Von der Komplexität bildender Kunst Dave Allen, Mariola Brillowska, Walter Dahn, Stefan Demary, Tamara Grcic, Hans Hemmert, Nana Petzet, Alexandra Ranner, Eva Maria Schön, Dagmar Varady Noch 1995 befürchteten viele der an der Kunstfonds-Ausstellung „RAM – Realitiät, Anspruch, Medium“ beteiligten Künstlerinnen und Künstler, dass die Kunst von den technischen Möglicheiten überrollt werden und gegenüber einem immer dominanter werdenden Spieltrieb ins Hintertreffen geraten könnte, dass Quantität die Qualität verdrängt. Heute – 10 Jahre später – ist die Materialschlacht geschlagen und die Kunst hat das vorübergehend an Technik und kunstferne Materialitäten verlorene Terrain nicht nur zurückerobert, sondern sich die neuen Ausdrucksformen dienstbar gemacht. Die aktuelle Ausstellung „Stabile Seitenlage“ zeigt Arbeiten von Künsterinnen und Künstlern, alle ehemalige Stipendiaten des Kunstfonds, die im multimedialen Mediendschungel ein gutes Stück zurückgelegt haben und nun – gleichzeitig beflügelt und ernüchtert – souverän verschiedene Medien, Materialien und Techniken nutzen. Jeder Schritt auf dem Pfad dieser interdisziplinären Kombinationskunst ist ein Versuch, dem selbstgesteckten Ziel, die eigene künstlerische Aussage adäquat und prägnant zu formulieren, näher zu kommen. Es geht in der Ausstellung also auch um das künstlerische Werk im Fluss, in ständiger Verwandlung. Die vorgestellten Werke erlauben einen direkten Einblick in den künstlerischen Entstehungsprozess, der nicht geradlinig, sondern sprunghaft und bisweilen widersprüchlich verläuft. Der von den Künstlerinnen und Künstlern implizierte „multimediale Reflexionsbogen“ der eigenen Position verheißt darüber hinaus Querverbindungen und neue Blickwinkel auf bereits bekannte, doch irrtümlich mit dem Label „erschöpfend behandelt“ versehene und in die Schublade verbannte Themen. Wesentlich und allen vorgestellten Arbeiten gemeinsam ist, dass sich die Komplexität der jeweiligen künstlerischen Position erst durch die Kombination unterschiedlicher medialer und materieller Komponenten offenbart. Konzeption und Idee der Ausstellung wurden von der Ausstellungsgruppe des Kunstfonds, der Maria Fisahn, Else Gabriel, Hartmut Neumann, Helmut Schweizer und Bernhard Wittenbrink angehören, entwickelt.

Die Ausstellung wird am 6. Oktober 2005 um 19 Uhr in der Hochschule für Bildende Künste Dresden und im Kunsthaus Dresden eröffnet und bis zum 20. November zu sehen sein.

Anschließend wandert sie in das Neue Museum Weserburg in Bremen<> (11. Dezember 2005 bis 26. Februar 2006).

Der Katalog zur Ausstellung ist im Revolver Verlag erschienen. Weitere Informationen:
Stiftung Kunstfonds, Karin Lingl, Telefon 0228 915 34 12, lingl@kunstfonds.de

Öffnungszeiten
Oktogon der Hochschule für Bildende Künste Dresden: Dienstag bis Sonntag 11 bis 18 Uhr
Kunsthaus Dresden Dienstag bis Freitag 14 bis 19 Uhr, Samstag und Sonntag 12 bis 20 Uhr