Die Sterlpreisträgerin des Jahres 2008 Katja Hoffmann Wildner stellt im Senatssaal der HfBK Dresden aus.
Seit 1987 vergeben die Sammelstiftungen des Bezirkes Dresden den „Robert-Sterl-Preis“, mit dem hervorragende künstlerische Leistungen von Meisterschülern der Hochschule für Bildende Künste in Dresden gefördert werden.
Der Robert-Sterl-Preis der Sammelstiftungen des Bezirkes Dresden wird dieses Jahr an Katja Hoffmann Wildner vergeben. Die 1980 in Löbau geborene Künstlerin studierte in der Fachklasse für übergreifendes künstlerisches Arbeiten an der Hochschule für Bildende Künste Dresden und absolviert derzeit bei Professorin Ulrike Grossarth ihr Meisterschülerstudium. Katja Hoffmann Wildner arbeitet mit verschiedenen Medien: Das Spektrum reicht von Malerei, über Zeichnungen, Objekten, bis zu Aktionen und Projekten, die sich auf historische Ereignisse beziehen. Im Bewusstsein der Historie greift sie z.B. die Topoi „Großmutter“, „Behausung“ , „Bekleidung“ auf. Vor diesem Kontext treffen dann geschichtliche Erscheinungen und eigene Denkwege aufeinander. Für gemeinsame Projekte mit der japanischen Künsterlin Yuka Origasa reist sie nach Polen zu Orten, die noch nicht kategorisiert erscheinen und damit eigene Lesarten zulassen. Intuitiv reagieren sie mit ihren Aktionen auf Orte und Menschen und setzen ihre Arbeiten unerwarteten Situationen aus. „Was würde geschehen, wenn der Ort, der uns berührte, mit unseren Arbeiten in Berührung käme?“ In Hoffmann Wildners Arbeiten sind Trichter und Schlaufen häufige Motive. Wie beim Häckeln Schlaufen aus unteren Schichten nach oben geholt werden, deckt sie Geschichtlichkeit auf, nach außen tragend oder heimlich.
Mit dem Preis ist üblicherweise eine Ausstellung im Robert-Sterl-Haus Naundorf, Sächsische Schweiz, verbunden. Das Robert-Sterl-Haus ist jedoch seit 1. Juli 2008 wegen dringender Sanierungsarbeiten geschlossen, weshalb die diesjährige Ausstellung des Preisträgers im Senatssaal der HfBK Dresden, Brühlsche Terrasse 1, stattfindet. Deshalb bezieht sich die Künstlerin mit ihren Arbeiten explizit auf die Historie dieses Raumes.
Die feierliche Ausstellungseröffnung am Donnerstag den 16. Oktober ist gleichzeitig die offizielle Preisverleihung.
Besonders für ihre übergreifenden soziologischen, ethnologischen und historischen Arbeiten erhielt Katja Hoffmann Wildner den Förderpreis der Sammelstiftungen.
Eröffnung am Donnerstag, 16. Oktober
Ausstellungsdauer bis Sonntag, 2. November 2008
Geöffnet Dienstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr