Diplomausstellung 2011

22. Juli 2011 - 04. September 2011
Startzeit: 19:00 Uhr
Endzeit: 18:00 Uhr
Ort: Oktogon, Senatssaal , Ateliers Brühlsche Terrasse

Eröffnung Diplomausstellung und Vergabe des Förderpreises des Freundeskreises der HfBK Dresden,
am Freitag, 22. 7. 2011 um 19.00 Uhr,
Oktogon.

 

Die Hochschule für Bildende Künste Dresden beschließt mit zahlreichen Präsentationen das Sommersemester 2011.

Die jährlich stattfindende Diplom- und Jahresausstellung hat sich zu einem Publikumsmagneten entwickelt: An zwei Standorten können Interessierte junge Kunst entdecken. In den beeindruckenden Räumen unter der „Zitronenpresse“ und den angrenzenden Ateliers auf der Brühlschen Terrasse  präsentieren sich Diplomanden und Studierende der Bildenden Kunst und des Bühnen- und Kostümbildes. Auf dem weitläufigen Gelände der Pfotenhauerstraße inszenieren die Bildhauer ein neues Ausstellungs-Spektakel.
Mehrere Vernissagen eröffnen in Etappen den Ausstellungsreigen:

Beginn ist am 15. Juli 2011 um 19.00 Uhr mit der Jahresausstellung auf der Pfotenhauerstaße 81/83. Die Hochschule wird an diesem Abend einen ausländischen Studierenden mit dem DAAD Preis für herausragende Studienleistungen auszeichnen. Ab Samstag, dem 16. Juli  ist dann auch dort – auf der Brühlschen Terrasse - die Jahresausstellung zu besichtigen: in den offenen Ateliers sind die Arbeitsergebnisse der Studierenden der Bildenden Kunst aus dem Grund- und Hauptstudium zu sehen sowie eine Präsentation des Studiengangs Bühnen- und Kostümbild in der Galerie Brühlsche Terrasse.

Am Nachmittag ab 14 Uhr findet auf der Güntzstraße 34 ein buntes Treiben statt: Studierende aus der Theaterausstattung, dem Bühnen- und Kostümbild und der Restaurierung haben ein abwechslungsreiches Programm zusammen gestellt. Das Programm reicht von Schauschminken über Modellieren bis hin zu Kostümpräsentationen, kleine theatrale Elemente, viel Musik, der phantasievoll ausgestattete Campus und ein ambitioniert zusammengestelltes kulinarisches Angebot sorgen für beste Unterhaltung und Einblicke in studentische Arbeiten.

 

Die Veranstaltungen gipfeln in der Eröffnung der Diplomausstellung am Freitag, den 22. Juli um 19.00 Uhr im Oktogon, in der die Abschlussarbeiten der insgesamt 49 DiplomandInnen gezeigt werden. Im Rahmen der Eröffnung wird bereits zum fünften Mal der mit 1500 Euro dotierte Förderpreis des Freundeskreises der Hochschule vergeben.

Den Besucher erwartet im Oktogon, dem Senatssaal und einer Vielzahl von Ateliers im Erdgeschoss des Akademiegebäudes ein breites Spektrum künstlerischer Ansätze.  Bildhauerische und installative Positionen haben in diesem Jahrgang eine gewisse  Dominanz, nicht zuletzt, weil allein 13 Absolventen der Klasse von Martin Honert (dreidimensionales Gestalten) ihr Studium beenden. Auch etliche Absolventen von malereibezogenen Klassen setzen sich mit Raum auseinander und verbinden Bild und Objekt oder thematisieren das Bild als Objekt.

Es wird spürbar, dass für diese junge Künstlergeneration die Gattungsgrenzen nicht mehr überwunden werden müssen, vielmehr werden Fragen nach den Übergängen und den medialen Besonderheiten gestellt, die dann sinn- und augenfällig aufeinander bezogen oder auch mal gegeneinander ausgespielt werden.

Lucie Freynhagen, Julia Gaisbacher und Peter Wackernagel stellen in diesem Sinne die Frage danach, was und wie wir sehen und welche Art von Bildern und Präsentationen daraus resultieren. Eileen Dreher, Klara Meinhardt, Marcel Tarelkin und Birgit Schuh verbinden unterschiedliche Medien, hier ergänzen sich Zeichnung/Malerei, Objekt/Skulptur und/oder Film zu ensembleartigen Arrangements.

In besonderer Weise setzen sich Karen Packebusch, Swaantje König, Eleni Trupis sowie Heidi Eckstein und Benjamin Thomas mit dem Raum auseinander. Packebuschs Arbeit wird in einer Neubauwohnung in Dresden-Gorbitz zu sehen sein, wohin der Besucher in der ersten Woche per Shuttle gelangt. König zeigt ihre Skulpturen an unerwarteten Nebenschauplätzen  der Hochschule, während Trupis die Staubverglasung im Oktogon für ihre Deckenarbeit nutzt. Heidi Eckhardt und Benjamin Thomas verschränken ihre Arbeiten miteinander im sogenannten Storchenest und beginnen mit der Installation bereits an der engen Wendeltreppe.

Mikka Wellner, Max Kowalewski, Enrico Sutter/ Daniel Schramm, Saeed Foroghi, Franziska Angermann und Dana Berg bauen große Rauminstallationen, die teilweise begehbar sind. Manuel Frolik zeigt sich in einer Rauminstallation in einem Selbstporträt als toter Seemann.

Robert Pappermann und Judit Palyaga beschäftigen sich beide skulptural mit dem Thema Natur, wobei sehr unterschiedliche Materialien, hier Papier, dort Holz, zum Einsatz kommen.

Marie Kirchner präsentiert in einer Bodeninstallation Objekte, die an ein achäologisches Grabungsfeld erinnern, während Daniela Hoferer in einer großformatigen  Stickarbeit das Thema der Passion aktualisiert. Sonja Berles entwickelt für die Wand eine Arbeit, die zwischen Bild und Schrift changiert.

Stephan Herrman, Anita Müller, Thomas Smorek und Clemens Menzer präsentieren filmische Arbeiten, die sich zwischen Animation und Dokumentation bewegen und diese beiden Verfahren in neue Zusammenhänge bringen. Anne-Theresa Wittmann entwickelte eine Videoprojektion, die mittels einer Spielanleitung die Bilder zum Verlöschen bringt.

Maja Gratzfeld, Valentina Fernandez und Eva Jünger setzen sich mit der Bedeutung der Fotografie für die Erinnerung auseinander und fragen nach der Konstruierbarkeit von Bildwelten, während Ji Eum das fotografische Bild einem Prozess des Verschwindens unterzieht. Philipp Orschlers Fotografie thematisiert den Ausstellungskontext, indem er den Abbau der Jeff Wall Ausstellung im Lipsiusbau vor Augen führt.

Die malerischen Arbeiten von André Schulze, Julia Kreiner, Sara Hoppe, Claudia Kleiner und Anne Boese kreisen im weitesten Sinne um das Thema der Landschaft. Lars Kohl verbindet Figur und Bildraum, Anett Bauer erfindet eigene Bildgeschichten,während sich Ekkehard Müller mit mythologischen Vorbildern beschäftigt. Johanna Rüggen zeigt neben Zeichnungen kleinformatige Malerei, die fotografisch genau alltägliche Szenen ins Bild setzt.  Christina Baumann, Freiderike Pilz, Clemens Reinecke, Suntje Sagerer und Jakob Flohe konzentrieren sich auf das Medium der Zeichnung, das von Flohe auch in einem Leuchtkasten präsentiert wird.

Diplomausstellung im Oktogon, dem Senatssaal und Ateliers bis 4. 9.2011
Von Dienstag bis Sonntag
Geöffnet 11-18 Uhr
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

Auf dieser website zur Diplomausstellung finden Sie Bildmaterial und weitere Details zu den Ausstellenden.



Die Diplomausstellung und der begleitende Katalog werden unterstützt durch:
Stiftung Kunst und Kultur der Stadtsparkasse Dresden
Sparkassen-Versicherung Sachsen