HAUT. OBERFLÄCHEN UNTER SPANNUNG.

02. Mai 2013 - 16. Juni 2013
Startzeit: 19:00 Uhr
Stoppzeit: 18:00 Uhr
Ort: Oktogon

Haut. Oberfläche unter Spannung.
Eine Ausstellung im Oktogon der HfBK Dresden

In Kooperation mit der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft.

Anlässlich der 47. Tagung der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft in Dresden im Mai 2013 findet im Oktogon der Hochschule für Bildende Künste Dresden ein von der DDG finanziell unterstütztes Ausstellungsprojekt statt, das sich mit dem Thema der Haut befasst. Dazu wurden alle Studierenden ab dem Hauptstudium sowie die MeisterschülerInnen eingeladen, sich mit Werken und Projektideen zu bewerben. Die Kuratorin Dr. Jule Reuter, eine kleine hochschulinterne Kommission und der Präsident der DDG Prof. Dr. Rudolf Stadler haben aus 48 eingereichten Bewerbungen 20 überzeugende künstlerische Arbeiten ausgewählt, die in ihrer Zusammenstellung die Komplexität des Themas gut veranschaulichen.

In der bildenden Kunst hat die Auseinandersetzung mit der Haut ihre eigene interessante Geschichte. In der Malerei der vergangenen Jahrhunderte spielte das Ringen um die möglichst lebensechte Darstellung der Haut, das Inkarnat, eine wichtige Rolle. Seit der Moderne wurde das Bild dann verstärkt selbst als Hautmembran aufgefasst. Als Reflexion des Phänomens der Oberfläche fand das Thema auch Eingang in andere Gattungen und öffnet bis heute neue Fragestellungen, die u.a. das Verhältnis von Hülle und Volumen, von Innen und Außen, von Schein und Sein berühren.

Die Vorschläge der ausgewählten KünstlerInnen umfassen alle künstlerischen Formen von Malerei, Skulptur, Objekt, Installation, Zeichnung bis Video. Bereits im Vorfeld der Ausstellung lassen sich mehrere Schwerpunkte der künstlerischen Beschäftigung ausmachen. Medienübergreifend wird der Frage nach den Eigenschaften und der Materialität der Haut respektive von Oberflächen nachgegangen. Verletzungen und Verformungen derselben werden sozial und existentiell gedeutet, aber auch als Erfahrung von Spannungszuständen, Fragilität und Regeneration. In anderen Ansätzen wird Haut aus anthropologischer Sicht interpretiert, bis hin zu Fragen, welche Folgen genetische Veränderungen mit sich bringen. Besonders vehement wird die Fetischwirkung der Haut im Kontext von Werbung, Mode und Sexindustrie thematisiert.

Die beteiligten KünstlerInnen sind: Grit Aulitzky, Nils Franke, Jacob Friedländer, Manuel Frolik, Olga Grigorjewa, Sara Hoppe, Max Kowalewski, Konstantin Kunath, Alex Lebus, Georg Lisek, Karen Packebusch, Henrike Pilz, Johan Schäfer, Juliane Schmidt, Sutter/Schramm, Benjamin Stölzel, Christian Thamm, Romin Walter, Diana Wehmeier und Svenja Wichmann.

Die Ausstellung eröffnet am Donnerstag, den 2. Mai 2013.
Bis 16.6.2013.

Dienstag bis Sonntag von 11 bis 18 Uhr geöffnet.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

Veranstaltungen im Rahmen der Ausstellung:


/KONTAKT!
/Ein Meta-Bild-Vortrag von Georg Lisek, Teilnehmer der Ausstellung

"Die Frau hatte dem Insekt, oder was es war, die beiden langen Fühler
mit einer Nagelschere abgeschnitten. Nun deutlich eingeschränkt in
seiner Wahrnehmung bewegte das Tier sich nur noch sehr langsam und
irgendwie zögernd. Die Frau griff nach dem Insekt und setzte es sich auf
den Arm. Dort krabbelte es langsam nach oben. Es schien sie ein wenig zu
kitzeln und sie bekam eine Gänsehaut und lächelte."

Die Metabild-Vorträge von Georg Lisek sind Collagen aus zunächst
zusammenhangslos scheinenden Texten, Bildern und Videos, die vom
Vortragenden sinnstiftend verknüpft werden. Im Laufe eines Vortrags
entwickelt sich dabei über die Reihung verschiedenster Inhalte und
Medien ein Tertium Comparationis: ein Metabild. Ganz im Sinne eines
neuronalen Bildgebungsverfahrens ist in den Metabild-Vorträgen
Assoziation und Unterbewusstsein visualisiert.

Sonntag, 16. Juni 2013, 16.30 Uhr


/Der bleich gecremte Afrikaner und der tief gebräunte Europäer/

Ein Erfahrungsbericht nach einer Reise in den Senegal mit Untersuchungenzu Funktionen und Fiktionen von Images, welche im Zusammhang mit "schwarzer" und "weißer" Hautfarbe stehen.Ein bebilderter Vortrag von Lucie Freynhagen, Meisterschülerin der HfBK Dresden

Sonntag, 16. Juni 2013 um 15.00 Uhr

 

/INDECT -- Europas vollautomatisierte Überwachung geht bis unter die Haut/

Ein Vortrag von Max Kowalewski, Teilnehmer der Ausstellung

Sonntag, 16. Juni 2013 um 16.00 Uhr