Diplomausstellung 2013 an der HfBK Dresden

19. Juli 2013 - 01. September 2013
Startzeit: 19:00 Uhr
Stoppzeit: 18:00 Uhr
Ort: Oktogon, Senatssaal und ausgewählte Ateliers

Das Akademiegebäude an der Brühlschen Terrasse öffnet wieder die Türen für alle Kunstinteressierten! Traditionell finden im Juli jeden Jahres die Diplomprüfungen in allen Studiengängen statt, die in unterschiedlichen Formen der Öffentlichkeit präsentiert werden.

Neben den temporären Bühnenpräsentationen sind vor allem die Ausstellungsprojekte ein Feld der Entdeckung, das traditionell viele Dresdner, aber auch zahlreiche überregionale Gäste anzieht. Annähernd 10.000 Besucher sehen jährlich die Diplomausstellung, und auch die Jahresausstellungen sind vor allem für junge Kunstinteressierte ein anregendes Ereignis.

Mehrere Vernissagen eröffnen in Etappen den Ausstellungsreigen:
Beginn ist am 12. Juli 2013 mit den Jahresausstellungen beider Fakultäten in der Güntzstraße ( um 16.00 Uhr) sowie auf der Pfotenhauerstaße 81/83 (um 19.00 Uhr). Die Hochschule wird an diesem Abend einen ausländischen Studierenden mit dem DAAD Preis für herausragende Studienleistungen auszeichnen. Das Akademiegebäude auf der Brühlschen Terrasse bleibt an diesem Abend noch geschlossen.
Ab Samstag, dem 13. Juli ist dann auch dort – auf der Brühlschen Terrasse - die Jahresausstellung zu besichtigen: in den offenen Ateliers sind die Arbeitsergebnisse der Studierenden der Bildenden Kunst aus dem Grund- und Hauptstudium zu sehen.

Die Veranstaltungen gipfeln in der Eröffnung der Diplomausstellung am Freitag, den 19. Juli um 19.00 Uhr im Oktogon, in der die Abschlussarbeiten der insgesamt 40 DiplomandInnen gezeigt werden. Im Rahmen der Eröffnung wird bereits zum siebten Mal der mit 1500 Euro dotierte Förderpreis des Freundeskreises der Hochschule vergeben.

In der diesjährigen Diplomausstellung der HfBK Dresden werden im Oktogon, dem Senatssaal und in neun Atelierräumen Abschlussarbeiten von 38 Diplomandinnen und Diplomanden gezeigt. In diesem Jahr liegt ein Schwerpunkt auf malerischen Positionen. Sie reichen vom klassischen Landschaftsbild bis zur Wandarbeit. Neben der Malerei ist auch das Medium Zeichnung in unterschiedlichen Ausformungen vertreten. Bei den skulpturalen Positionen setzt sich der Trend zu groß angelegten räumlichen Ensembles und additiven Verfahren weiter fort. Dabei werden jeweils unterschiedliche künstlerische Medien und Materialien einbezogen.

Ludwig Flohe untersucht den Zusammenhang von Formen im Bild im Verhältnis zur Form der Leinwand. Das Bild wird auf seine Dinghaftigkeit verwiesen und erhält damit eine skulpturale Präsenz. Alexander Denkert löst diese Problematik innerhalb des Bildformats mit stark farbigen abstrakt-zeichenhaften Formen. Daniel Jantsch und Cordula Schild widmen sich der Darstellung von Landschaft. Anne Adelt  und Tom Anton befassen sich auf ganz unterschiedliche Weise mit der Vergrößerung von Strukturen. Die großformatige Malerei von Winnie Luise Seifert wird von Strukturen, die aus der gestischen Pinselführung entstehen, bestimmt. Ihre seriellen Arbeiten wirken wie Variationen eines Themas. Dagegen setzt Jan Killian Böttcher auf das Einzelbild. Er fügt die kleinformatigen Arbeiten mit ihren unterschiedlichen Themen zu großflächigen Arrangements zusammen. Jacob Reinecke experimentiert mit einem dadaistischen Bildverständnis. Julianne Csapos Ausgangspunkt ist ein Zitat aus dem Werk Rudolf Krassners, der sich mit der Einbildungskraft beschäftigt.
Die Arbeit von Svenja Wichmann bewegt sich zwischen Raumintervention und Fake. Elisabeth Eisbein und Nina Engeln setzen sich in ihrer Gemeinschaftsarbeit mit den  Zusammenhängen von Materialität und Bedeutung auseinander. Ihre Rauminszenierung erzeugt Emotionen bis hin zum Grusel. Um Fragen der Materialität geht es auch in den Installationen und bildhauerischen Positionen von Olga Grigorjewa, Alexander Policek, Matthias Recht, Sandra Rosenstiel und Claudia Tronicke. Steffie Köhler untersucht in ihren Interieurs die malerische Umsetzung von Licht und bewegtem Stoff. Anna Schapiro setzt sich mit den eingefärbten Papierarbeiten, die sie direkt auf die Wand aufbringt, ebenfalls mit Materialität auseinander. In ihren filigranen Arbeiten stellt Magdalena Piper eine Verbindung von Wand und Boden als bestimmende Elemente des Raumes her. Christoph Grabe thematisiert die Position des Betrachters im Ausstellungsraum in seiner Malerei. Die malerische Position von Caroline Günther hat sich aus der Beschäftigung mit architektonischen Formen entwickelt, die nun zeichenhaft verknappt werden.
In ihrem atmosphärisch dichten Video erzählt Nina Hoffmann eine Liebesgeschichte. Erzählerische Positionen vertreten auch die Zeichnerinnen Maria Krimmling und Veronique Panno, wobei letztere sich zudem mit dem Thema des Ausstellen und der Inszenierung von Kunst befasst, sowie die Malerin und Zeichnerin Alexandra Müller. Der in Israel geborene Assaf Hameiri setzt sich in seinen Zeichnungen mit dem Thema der Bildinformation auseinander.  Sein Arbeitsmaterial sind Zeitungsfotos von Städten, die er in abstrakte schwarzweiße Zeichnungen überträgt. Heinrich Mauersberger und Fumi Kato beschäftigen sich mit dem Vergehen von Zeit und der Vergänglichkeit. Das Thema Erinnerung und Tradition liegt in den Arbeiten von Franz Ehrenberg, Nadine Deutschmann, Susana Luis und Katharina Schrul. Während Franz Ehrenberg Erinnerungen an optische Eindrücke in seine Malerei überträgt, inszenieren die drei Künstlerinnen Motive der Kindheit und Erinnerungen in raumgreifenden Installationen.  Matthias Garffs Ausgangspunkt ist die argentinische Vogelwelt. Selbst in Argentinien geboren, lässt er die stark vergrößerten Vogelskulpturen zum Spiegel sozialen Verhaltens werden. Marius Comanns und Jonas Lewek befassen sich mit dem Mobiltelefon. Während Lewek vergrößerte Fotografien von Fingerspuren auf Smartphone-Displays als abstrakte Position deutet, bildet Comanns telefonierende Menschen ab. Die Medienkünstlerin Judith Michael entwickelt eine Illumination der Kuppel des Oktogons.

Mit freundlicher Unterstützung des Freundeskreises der Hochschule für Bildende Künste Dresden und der Sparkassen-Versicherung Sachsen.

Oktogon
Georg-Treu-Platz
01067 Dresden
Diplomausstellung im Oktogon, dem Senatssaal und Ateliers bis 1.9.2013
Von Dienstag bis Sonntag Geöffnet 11-18 Uhr
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

 

Jeweils Mittwochs um 16.30 Uhr: Führung und Gespräch mit DiplomandInnen zu ihren Arbeiten.

 

 

 

 

Diplomausstellung 2013 an der HfBK Dresden