Das andere Auge. Die künstlerisch-praktischen Werkstätten der Hochschule für Bildende Künste Dresden als Refugium und Labor.

08. Oktober 2015 - 15. November 2015
Startzeit: 19:00 Uhr
Stoppzeit: 18:00 Uhr

Kuratiert von Susanne Greinke in Zusammenarbeit mit den künstlerisch-praktischen Werkstätten der HfBK Dresden.

Mit Werken von Paul Barsch, Heike Berl (Keller), Anke Binnewerg, Theo Böttger, Susann Brenner, Jan Brokof, David Buob, Stefanie Busch, Ayelen Coccoz, Nils Dallmann, Lutz Dammbeck, Annekatrin Döll, Elisabeth Eisbein, Arina Essipowitsch, Alice Fiorelli, Tina Flau, Jacob Friedländer, Sebastian Gallschütz, Hubertus Giebe, Hannah Hamburger, Konrad Henker, Andreas Hildebrandt, Daniela Hoferer, Judith Hohensee, Marcel Holz, Gerd Jaeger, Dominique Hille, Martin Honert, Alex Lebus, Stefan Lenke, Chris Löhmann, Frank Lippold, Susa Luis, Anna Kasten, Gabi Keil, Friederike Kirchner, Roswitha Maul, Anna May, Marco Miersch, Ulrike Mundt, Gabriele Nagel, Herbert Naumann, Orlando Karla Neumeyer, Ulrike Nikutowski, Frank Nitsche, Lucas Oertel, Robert Pappermann, Marta Pzybylska, Henry Puchert, Friedrich Panndorf, A.R. Penck, Thomas Prochnow, Sandra Rauch, Susanne Ring, Sandra Rosenstil, Dominik Schäfer,  Marten Schech, Schrat, Nadja Schütt, Gabriela Specogna, Holger Stark, Alexa Steinbrück, Cosima Tribukeit, René Trinks, Heike Wadewitz, Peter Wagler, Diana Wehmeier, Claus Weidensdorfer, Franziska Weiske, Martina Wolf, Carl Emanuel Wolff, u. a. sowie Fotografien von Werner Lieberknecht.

Die Ausstellung „Das andere Auge“ nimmt die Werkstatt als Entstehungsort
von Kunst in den engeren Blick. Im Unterschied zum Atelier ist die Werkstatt
ein Ort der Kollaboration, in dem Handwerk und Kunst aufeinandertreffen. Innerhalb der Institution Kunsthochschule bilden die verschiedenen Werkstätten eine eigene Welt. Sie sind Refugium und Labor zugleich.

Das Arbeiten in der Werkstatt wird geprägt durch technisch definierte,
zum Teil traditionelle Arbeitsabläufe und deren Rhythmen, die sich vom
künstlerischen Arbeiten häufig unterscheiden.

Aus der Perspektive der Werkstätten ist der Blick auf die Kunst ein
anderer. Hier steht das Gemacht-Sein im Vordergrund. Künstlerische Qualität wird stärker mit handwerklicher Qualität verbunden. Es geht um den „guten“
Druck oder den „gelungenen“ Guss einer komplexen Form. Die Beurteilung dieses Aspekts der künstlerischen Arbeiten setzt ein handwerkliches Wissen
voraus, das wenigen Betrachterinnen und Betrachtern zur Verfügung steht oder nur selten wirklich  wahrgenommen wird.

In der zeitgenössischen bildenden Kunst der letzten Jahrzehnte, die
Formen des Dilettantischen und Ephemeren als Befreiung von Traditionen ansahen, war wenig Raum für diese Sichtweise. Innerhalb der Ausbildung an einer Kunsthochschule sind Fragen des Herstellens von Kunst ein wesentlicher
Bestandteil. Dabei steht es den Studierenden frei ihre Arbeiten mit handwerklicher Präzision auszuführen oder im Ungelenken und Unfertigen
ihren Ausdruck zu finden.

Anhand von verschiedenen künstlerischen Arbeiten die in den letzten
Jahrzehnten in Zusammenarbeit mit den vierzehn Werkstattmitarbeiterinnen
und -mitarbeitern der HfBK Dresden entstanden sind und Beispielen aus den
unterschiedlichen Herstellungsprozessen, werden die Besucher/innen
angeregt, Kunst mit einem „anderen Auge“ zu sehen.

Ausstellung: 9.10. – 15.11.2015
Öffnungszeiten: Dienstag – Sonntag, 11 – 18 Uhr
Oktogon der HfBK Dresden
Georg-Treu-Platz 1
01067 Dresden

Bildnachweis:
Ulrike Mundt, Sucher
kinetisches Objekt, 2012
Foto: Franziska Pilz

Das andere Auge. Die künstlerisch-praktischen Werkstätten der Hochschule für Bildende Künste Dresden als Refugium und Labor.Ulrike Mundt, Sucher