Tanzabend ArtRose MUT UND GNADE

03. November 2018 - 04. November 2018
Startzeit: 19:00 Uhr
Stoppzeit: 21:00 Uhr
Ort: Labortheater Dresden Hochschule für Bildende Künste Dresden, Güntzstraße 34, 01307 Dresden

Tanzabend ArtRose MUT UND GNADE

3. / 4.11.2018, 19:00 Labortheater Dresden
Hochschule für Bildende Künste Dresden, Güntzstraße 34, 01307 Dresden

Tanzabend mit dem Ensemble ArtRose und Gästen in fünf Choreographien im Zeichen des Ausdruckstanzes

Tickets zu 10,- € und 6,- / 3,- € erm. nur an der Abendkasse erhältlich.

Eine Produktion von ArtRose e.V. in Kooperation mit der Hochschule für Bildende Künste Dresden mit Unterstützung der Barbara und Claus Heyde-Stiftung Dresden.

Gesamtleitung: Prof. Jenny Coogan


Programminformationen

I Mut und Gnade
UA
Choreographie und Tanz: Ensemble ArtRose,
Mit Tanja Braumann, Irene Braun, Jenny Coogan, Wilhelma Esche, Herta Hopf, Eckart König, Franziska Kusebauch, Gabriele Mägel, Renate Merker, Karin Preuß, Georg Saager, Ioanna Skokou, Anita Weber, Harald, Weisswange, Ila Zimmerling
Musik: Aline Gropper, Sascha Mock
Bühne und Kostüme: Djamilja Brandt und Hans Werner

II Clash
Konzeption, Choreographie und Setting: Massimo Gerardi   
Tanz und choreographische Mitarbeit: Wael Marghni und Jonathan Reimann            Musik: Collage aus verschiedenen Kompositionen
Eine Produktion der Projektcompany subsTANZ/Dresden, in Kooperation mit dem Deutschen Hygiene-Museum Dresden. Mit ehrenamtlicher Unterstützung der "Association Hayyou'Raqs" – Tunis. Gefördert durch den Amt für Kultur und Denkmalschutz Dresden

III Table Dance
Choreographie: Massimo Gerardi
Tanz: Ben Beppler
Musik: Soundkulisse

IV  Untersuchung / Research
Choreographie und Tanz:  Jūlija Ruseviča
Musik: Aline Gropper

V Hexentanz
Choreographie: Holger Bey nach Motiven von Mary Wigman, Tanz: Ben Beppler, Musik: Boris Bell 


Mut und Gnade

Das neue Stück des vorwiegend 60+-Community-Tanzensembles Art(h)Rose reflektiert diese Begriffe aus dem Blickwinkel nicht professioneller, älterer Tänzer*innen. In einer Dramaturgie abwechslungsreicher Episoden der tänzerischen und musikalischen Improvisation setzt sich das Stück mit dem ständigen Wechselspiel zwischen Anfangen und Loslassen auseinander. Es gehört Mut dazu, sich von normativen sozialen und kulturellen Etiketten zu befreien, um seine individuelle Ausdruckskraft auszuleben. Sich Ungewissheit und Instabilität zu erlauben, bedeutet auch Offenbarung vor sich selbst und vor anderen.
www.tanzensemble-artrose.de

Clash
Ein tunesischer und ein deutscher Tänzer begegnen sich. Ist dabei das Echo des Kolonialismus aus Sicht der Kultur noch präsent? Zeigt sich weiterhin das Selbstbewusstsein der Europäer und deren „zivilisierter Kultur“ gegenüber den Nordafrikanern, sogar im Tanzbereich? Die Performance will kein politisches Statement abgeben: im Fokus stehen eher das Aufeinandertreffen der Performer und ihre Herangehensweise an die Tanzsprache als Ausdrucksmittel und Selbstdefinition. Der spontane Zugang zum zeitgenössischen Tanz in Tunesien und der institutionalisierte, eher intellektuelle zeitgenössische Tanz in Europa sind zwei verschiedene Welten: Aber wie unterscheiden sich die beiden Akteure wirklich? Der "Clash der Kulturen" wird zum Impuls für das gegenseitige Erforschen.
www.massimo-gerardi-substanz.de

Untersuchung/Research
Eine Choreographie-Allegorie. Ein Mensch, der sich selbst untersucht und durch Selbstzerstörung nach dem inneren "Ich" sucht, Er will den eigenen Körper und das eigene menschliche Wesen zerstören, um zum Ausgangspunkt der Existenz zu kommen. Man kann die "Untersuchung" in vier "Zustände" unterteilen: Mensch - Tier - Wille - Dasein. Jeder Zustand wird aufgebaut und dann zerstört. Letztendlich ist man kein Individuum mehr, sondern Teil von einem endlosen, ewigen Etwas, das sich ständig entwickelt, zerstört, teilt, wieder wächst und neu kreiert.

Hexentanz
Mary Wigman war die berühmteste Pionierin und Protagonistin des deutschen Ausdruckstanzes. Als Tänzerin, Choreografin und Tanzpädagogin machte sie diesen von ihrer Dresdner Schule aus auch im Ausland bekannt. Ihr Stil ist expressiv und dramatisch, zu ihren bekanntesten Choreografien gehört der „Hexentanz“. Er wurde 2006 von Holger Bey choreographisch nachempfunden und ist bis heute an der Palucca Hochschule für Tanz Dresden durch stete Nachstudierungen erlebbar. 

Über das Tanzensemble ArtRose
ArtRose gründete sich im Januar 2011 durch eine Initiative von Jenny Coogan, Professorin für zeitgenössischen Tanz an der Palucca Hochschule für Tanz Dresden. Zehn Dresdner Bürgerinnen und Bürger im reiferen Alter (60+) fanden sich mehr oder weniger zufällig zusammen. Sie kommen aus den unterschiedlichsten Berufen (keiner stammt aus der professionellen Tanzwelt) und begannen unter Anleitung von Jenny Coogan zeitgenössischen künstlerischen Tanz für sich zu erschließen, zu entwickeln und auch aufzuführen. Ausgangspunkt ist das Credo, dass ein Jeder seinen Tanz ergründen kann. Die Produktionen von ArtRose sind generationsübergreifend und entstehen stets als ein Gemeinschaftsprojekt aus der Gruppe heraus. Sie sollen beispielgebend auf die Gesellschaft wirken.
Bisher hat die Gruppe sechs Tanzstücke entwickelt und aufgeführt. Alle folgen der Dramaturgie eines szenischen Ablaufs, der mit tänzerischer Improvisation durchgeführt wird. Diese gibt den Tänzerinnen und Tänzern einen zeitlichen und räumlichen Orientierungsplan.

www.tanzensemble-artrose.de

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