GESCHICHTE UND THEORIE DER ARCHITEKTUR - ALLES BAUHAUS!?

'GESCHICHTE UND THEORIE DER ARCHITEKTUR'

In der Veranstaltungsreihe 'Geschichte und Theorie der Architektur' werden den StudentInnen (aller Fachrichtungen) einzelne Schwerpunkte der europäischen Architekturgeschichte, von der Antike bis zur Gegenwart, vorgestellt.

ALLES BAUHAUS !?

Aus Anlass des 100. Jubiläums der Bauhaus-Gründung erwartet die Öffentlichkeit im Jahr 2019 ein umfassendes Veranstaltungsprogramm. Vor allem an seinen drei Standorten - in Weimar, Dessau und Berlin - wird die Geschichte des Bauhauses und ihrer Protagonisten in den Mittelpunkt gerückt und als Erfolgsstory globalen Ausmaßes inszeniert. Derart fokussiert läuft man leicht Gefahr, den historischen Kontext aus dem das Bauhaus hervorging, aus dem Blick zu verlieren - und nicht zuletzt das spätere Wirken seiner Protagonisten als genuines Erbe des Bauhauses zu überhöhen.

Es lässt sich kaum übersehen: das Bauhaus wird im Rahmen der Jubiläumspräsentation vor allem als Solitär gezeigt.

Die andere Seite des Bauhauses entdeckt man dagegen, wenn man es in den historischen Zusammenhängen (des ausgehenden 19. und des beginnenden 20 Jh.) nicht allein als Impulsgeber, sondern auch als Sammelbecken (unter dem äußeren Einfluss zahlreicher moderner Strömungen in Europa) begreift.

Unter dem Titel 'Alles Bauhaus !?' richten wir den Blick auf die Wechselwirkungen, denen sich die Entstehung und Entwicklung des Bauhauses (einschließlich seines späteren Mythos) verdankt. Einführende Vorlesungen beleuchten zunächst den Themenkreis. In den anschließenden Seminarsitzungen werden von den TeilnehmerInnen einzelne Strömungen und Positionen, die auf das Bauhaus wirkten, in Referaten vor- und zur Diskussion gestellt.

Vorlesung/Seminar (2-std.)
Module s. Modulübersicht
Montag 15:30 – 17:00 Uhr / Einführung am Mo 08.04.2019 um 15:30 Uhr
Güntzstr. 34, Raum 228

RAUMGESTALTUNG 2 - FORMEN UND MUSTER RÄUMLICHER ORGANISATION

Architektur erfahren wir im Alltag zunächst immer aus der Nähe – d. h. im direkten/konkreten bzw. leiblich-/raumzeitlichen Zusammenhang.

Befassen wir uns dagegen aus fachlichem Interesse mit den Ideen, die den Formen und Mustern architektonischer Gestaltungen zugrunde liegen, so zeigen sich wesentliche Aspekte nicht nur in der unmittelbaren räumlichen Begegnung, sondern eher in einem indirekten, da wörtlich/schriftlich/zeichnerisch-bildlich vermittelten Zusammenhang.

Um einen besseren Überblick zu gewinnen, stellen wir mit Blick auf die schöpferischen Absichten und Grundlagen der Architektur vergleichende Betrachtungen mithilfe von Texten, Zeichnungen, Plänen oder Bildern an. Stellen wir ihre Gesetzmäßigkeiten, Muster, Regeln, Ordnungen einander gegenüber, so zeigen sich im Planen und Bauen wiederkehrende Anordnungen oder Figurationen, die als Typus in die Geschichte der Architektur eingegangen sind.

Elementare Formen und Muster der Raumorganisation (ihre Typologien) werden in Vorlesungen und in Referaten (durch die Teilnehmer) an ausgewählten Beispielen (vom Haus bis zur Stadt) vor- und zur Diskussion gestellt.

Vorlesung / Seminar (2-std.)
Module (s. Modulübersicht)
Montag 11:00 – 12:30 Uhr / Einführung: Mo 08.04.2019 um 11:00 Uhr
Güntzstr. 34, Raum 228

RAUMGESTALTUNG/SONDERTHEMA - STADT ERZÄHLEN – MUSTER URBANER NARRATION

"Stadt repräsentiert also eine dichte Gemengelage konkurrierender Erzählungen, Mythen, Metaphern und Allegorien. (…)  Stadt ist folglich als ein semiotisches Universum zu ergründen, in dem verschiedene Zeichensysteme aktiviert, subvertiert oder miteinander vernetzt werden können."
Eva Kimminich, aus: Mythos Stadt Stadtmythen, 2013 

Aus der Literatur geht die Stadt gleichermaßen als Signifikant und als Signifikat metaphorischer Umschreibungen hervor. Nicht selten wird die Stadt als Medium der Erzählung zu anderen Formen der Narration z. B. - als Text, als Textur, als Schrift, oder gar als Buch - ins Verhältnis gesetzt. Ihren Bewohnern zeigt sich die Stadt jedoch nicht nur als semiotisches Universum, sie nehmen die Stadt vor allem in ihren lebensweltlichen/raum-zeitlichen Zusammenhängen wahr.

Als Akteure (im Modus der teilnehmenden Beobachtung) kommen wir den Geschichten des Alltags und den Mustern urbaner Narrationen jenseits ihrer Metaphorisierung auf die Spur.

Im kommenden Semester fassen wir ausgewählte Straßen und Ensembles Dresdens im Rahmen gemeinsamer Ortsbegehungen und anschließender individueller Feldforschung in den Blick. Die Früchte dieser Arbeit stellen die TeilnehmerInnen in anschließenden Seminaren vor.

Vorlesung / Seminar (2-std.)
Dienstag 11:00 – 12:30 Uhr
[Einführung am 09.04.2019 um 11:00 Uhr]
Güntzstr. 34, Raum 22 ?

SPRECHSTUNDE / KONSULTATIONEN

(Termine nach vorheriger Vereinbarung)

Güntzstraße 34, Raum 219
Sprechzeiten:  Montag, 12:30 – 15:30 Uhr
                        Dienstag, 14:00 – 18:00 Uhr
                        Donnerstag, nach Vereinbarung

ATELIERGESPRÄCHE

Neben den gemeinsamen Lehrveranstaltungen stehe ich den Studierenden aller Fachrichtungen für Gespräche am Beispiel individueller, künstlerischer Projekte zur Verfügung.

Donnerstag - nach Vereinbarung