Kunstlotterie 2013

 

1,2,3 und sie sind dann wieder weg

Der Freundeskreis der Hochschule für Bildende Künste Dresden e.V. initiierte zum 2. Mal eine Kunstlotterie zur Förderung studentischer Projekte

Das ist nicht geizig, das ist clever! 35,- Euro für einen der bekanntesten Absolventen der Kunstakademie, Hegenbarth-Stipendiaten, Marion-Ermer- und Robert-Sterl-Preisträger. Wo gibt es das sonst: Nur in der Kunstlotterie der Hochschule für Bildende Künste Dresden! Und die Rede ist, um genau zu sein, von einer Arbeit von Eberhard Havekost, André Schulze, Andreas Hildebrandt und Paul Pretzer. Sie stifteten eine Arbeit, um der nächsten Studentengeneration zu helfen.

Und das sind nur vier Absolventen der Hochschule, die für die diesjährige Kunstlotterie gern jeweils eine Arbeit in den Pott geschmissen haben. Auch Künstler wie Holger John, Constanze Deutsch, Theo Boettger, Lutz Bleidorn, Nadine Wölk, Michael Klipphahn, Sutter/Schramm, Tony Franz, Viktoria Graf und Jan Kromke beteiligten sich an der Kunstlotterie, die am 19. Juli 2013 im Aktsaal auf der Brühlschen Terrasse stattfand.

Doch nicht nur Absolventen beteiligten sich an der Kunstlotterie, auch Studenten wie Melanie Kramer, Wiebke Herrmann, Diana Wehmeier oder Simon Rosenthal. Und natürlich steuerten wie im letzten Jahr auch deren Lehrer Arbeiten für diese Aktion bei - Professoren wie Wolfram Adalbert Scheffler, Hans-Peter Adamski oder Christian Macketanz. Auch wenn Matthias Flügge, Rektor der Hochschule, kein Künstler, sondern nur ein profunder Kenner der Szene ist, selbst für ihn war die Beteiligung eine Selbstverständlichkeit – er übergab dem Freundeskreis für die Kunstlotterie eine Arbeit von Jürgen Böttcher, genannt Strawalde.

Würde man Arbeiten all dieser Künstler in einer Galerie kaufen, müsste man bis zu vierstellige Summen dafür bezahlen. Gewonnen werden konnten Papierarbeiten, kleine Objekte, Fotos und Gemälde.

Mit der Lotterie sollte Geld in die Kasse des Freundeskreises gespült werden. Der Erlös kommt nun den Kunststudenten zu und soll und ihnen Projekte ermöglichen, für die bis dato kein bzw. nur wenig Geld vorhanden war. „Die Lotterie im letzten Jahr hat uns allen nicht nur viel Spaß gemacht“, sagt Martin Rieckmann, Vorsitzender des Freundeskreises: „Sie hat uns auch Mut gemacht, sie zu wiederholen, auch, weil wir mit ihrer Hilfe tolle Projekte unterstützen konnten. Und genau dafür schmeißen wir uns als Freundeskreis auch ins Zeug.“ Martin Rieckmann nennt stellvertretend die Internationale Ausstellung figurativer Kunst „Hype - Humanismus im glücklichen Dilemma zwischen totalitärer Zwangslage und Utopieversprechen“ im Mai im Kunstraum und Ateliers e.V. Geh 8 und die im Juli 2013 eröffnete Ausstellung von 10plus10 - eine studentische Initiative zur Anregung, Förderung und nachhaltigen Gestaltung eines kooperativen Austausch zwischen Kunststudenten und

Kunstgeschichtsstudenten: „FRIENDLY TAKEOVER“ – im Kunsthaus Dresden.

Martin Rieckmann bedankt sich bei allen Künstlern für das Zustandekommen der Kunstlotterie, auch bei der Galerie Gebr. Lehmann, der Galerie Baer, der Galerie m2a sowie der Galerie NEXT für ihre großzügige Unterstützung. „Ich halte solch ein Engagement nicht unbedingt für selbstverständlich“, meint er. „Umso mehr freue ich mich, dass die Galeristen bei unserer Lotterie mitgemacht haben und uns nicht nur mit ihren Kontakten behilflich waren.“


Und so funktionierte die Kunstlotterie:

Ab 15.07.2013 wurden sämtliche Werke an dieser Stelle veröffentlicht: Übersicht herunterladen.

Dreimal so viel Lose wie Werke gingen in den Verkauf. Wer Lose erwerben wollte aber am Tag der Verlosung keine Zeit hatte, meldete sich mit Angabe seines Namens und Tel.-Nr. unter freundeskreis- hfbk-dresden@web.de

Vor und während der Diplomausstellung am 19. Juli 2013 in der HfBK Dresden, Brühlsche Terrasse 1, konnten für jeweils 35,- Euro die dann noch verfügbaren Lose erworben werden.

Um 21 Uhr fand im Aktsaal die Ziehung der Lose statt. Der Gewinner einer jeden Arbeit wurden öffentlich ausgelost und (soweit nicht anwesend) schriftlich oder telefonisch benachrichtigt. Alle anderen konnten ihr Kunstwerk gleich mitnehmen. Der Rechtsweg war ausgeschlossen