Kooperationen

Die Hochschule für Bildende Künste Dresden pflegt seit vielen Jahren Kooperationen mit anderen Hochschulen, mit Kultureinrichtungen, Stiftungen oder Partner aus der Wirtschaft.

Kooperationen in der Fakultät I im Bereich  Ausstellungen und Stipendien:

Studiengang Bildende Kunst

Marion Ermer Preis
Bereits seit 2001 arbeitet die Hochschule mit der Marion Ermer Stiftung zur Förderung von Kunst und Kultur in Sachsen und Thüringen zusammen, die den Marion Ermer Preis vergibt. Die Preisträgerausstellung findet in alle zwei Jahre im Oktogon der Hochschule statt.

MPI-CBG Artist in Residence Fellowship
Seit 2004 kooperiert die HfBK Dresden mit  dem Planck-Institut für Molekulare Zellbiologie und Genetik in Dresden. Ein im Rahmen einer Ausschreibung ermittelter Meisterschüler der Hochschule hat die Möglichkeit, Einblicke in die in die wissenschaftliche Forschungsarbeit des Instituts zu nehmen. Dazu wird er/sie in eine der 25 Forschungsgruppen integriert. Ziel ist es, einen lebendigen und anhaltenden Dialog zwischen Kunst und Wissenschaft zu initiieren. Mit dem MPI-CBG Artist in Residence Fellowship wird keine fertige künstlerische Arbeit honoriert. Vielmehr soll dieser Preis einen dynamischen Prozess in Gang setzen. Dabei entsteht Kunst als direktes Produkt der theoretischen und praktischen Auseinandersetzung mit naturwissenschaftlichen und künstlerischen Ansätzen.



Kooperationen in der Fakultät II


Studiengänge Restaurierung/Theaterausstattung

„Im Prisma des Vermeer“
Im Projekt „Im Prisma des Vermeer“ erarbeiteten Studierende und Diplomanden der Hochschule für Bildende Künste Dresden aus der Studienrichtungen Theaterausstattung eine dreidimensionale und begehbare Rekonstruktion eines Bildes von Johannes Vermeer (1632-1675).
Der Raum ist im Rahmen der Ausstellung "Der frühe Vermeer" in den Staatlichen Kuntsammlungen Dresden als museumspädagogisches Projekt involviert.

Das „Brieflesende Mädchen am offenen Fenster“ zählt zu dem wichtigsten Bildern der abendländischen Malerei zum Thema Lesen. Die Studierenden rekonstruieren einen kompletten Bildraum mit seiner gesamten Ausstattung einschließlich einer lebensgroßen Figur und des Kostüms der Briefleserin. Diese Arbeiten basieren auf umfangreichen Material- und Bildanalysen in den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden sowie mathematischen Berechnungen und Computersimulationen an der TU Dresden.

Studiengang Restaurierung

Das NAUMBURG KOLLEG
Ein Kooperationsprojekt zwischen:
Hochschule für Bildende Künste Dresden
Technische Universität München Universität Münster
Universität Leipzig
Ludwig-Maximilians-Universität München
Vereinigte Domstifter zu Merseburg und Naumburg und des Kollegiatstifts Zeitz Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt

Der Naumburger Dom zählt zu den bedeutendsten Sakralbauwerken Deutschlands. Insbesondere die auf den namentlich unbekannten, so genannten Naumburger Meister zurück zu führende Architektur und Ausstattung des Westchores aus der Mitte des 13. Jahrhunderts verleihen dem Baudenkmal weltweit einzigartige Bedeutung. Der Westchor mit seiner reichen farbigen Skulpturenausstattung steht seit dem 19. Jahrhundert immer wieder im Blickfeld wissenschaftlicher Fragestellungen. Dennoch sind zentrale Fragen z.B. zur Entstehung, Bedeutung und Funktion des Westchores bis heute unbeantwortet.
Im Rahmen des NAUMBURG KOLLEGs nehmen sich insgesamt 11 Wissenschaftler aus 6 Fachbereichen diesen und weiteren Fragen rund um den Westchor an. Konzipiert als Graduiertenkolleg in Naumburg erforschen junge Doktorandinnen systematisch und fachübergreifend den Westchor des Naumburger Domes. Dabei arbeiten die einzelnen Disziplinen Kunsttechnologie und Konservierungswissenschaften, Naturwissenschaften, Baugeschichte und Bauarchäologie, Kunstgeschichte, Mittelalterliche Geschichte / Landesgeschichte sowie Wirtschaftsgeographie und Tourismusforschung Hand in Hand. In Form eines Graduiertenkollegs, begleitet von Lehrveranstaltungen, Kolloquien und Exkursionen, stellt das NAUMBURG KOLLEG eine einzigartige Eliteförderung für Nachwuchswissenschaftler im Bereich der Kulturguterhaltung und -erschließung dar. Das Projekt wird mit knapp 1,5 Millionen Euro von der VolkswagenStiftung gefördert. Die Projektlaufzeit beträgt 3 Jahre, beginnend im Juli 2009.

Konservierung und Restaurierung der bemalten Textiltapeten des Herrenhauses Ermlitz unter Einbeziehung der angewandten Forschung und der Aus- und Weiterbildung junger Restauratoren

Durch die großzügige Förderung der Hermann Reemtsma-Stiftung konnte in Zusammenarbeit mit der Apel’schen Kulturstiftung und der Kultur-Gut Ermlitz GmbH ein Hochschulprojekt realisiert werden, im Zuge dessen auf dem Gelände des Herrenhauses eine Restaurierungswerkstatt eingerichtet werden konnte. Hier konnte ein dreiköpfiges Restauratorenteam zunächst bis Anfang 2010 an den Tapeten arbeiten.

 

Studiengänge Bühnen- und Kostümbild/Theaterausstattung"Orpheus und Eurydike"Bereits seit vielen Jahre kooperiert die HfBK Dresden mit den anderen Dresdner Kunsthochschulen.Erstmals kooperieren für das Projekt "Orpheus und Eurydike" im Jahre 2010 alle drei Dresdner Kunsthochschulen, unterstützt von der Ostsächsischen Sparkasse Dresden. Inspiriert von Jean Cocteaus Film zur Orpheus Sage erzählt der amerikanische Choreograf Thomas McManus nun die Geschichte von Orpheus und Eurydike auf Dresdens Bühnen neu. Studierende der Palucca Schule Dresden verkörpern die Personen. Soli, Chor und Orchester der Hochschule für Musik spielen unter der Leitung von Franz Brochhagen. Bühnenbild, Kostüme und Maske wurden von Studierenden der Hochschule für Bildende Künste Dresden entworfen und umgesetzt.Premiere am 13. November 2010 Kleines HausStaatsschauspiel Dresden