Das Profil der HfbK Dresden

Der 10-semestrige Studium der Bildenden Kunst an der Hochschule für Bildende Künste Dresden bietet den Studierenden die Möglichkeit, in der Vielfalt der heutigen Kunst grundlegende Erfahrungen und Fertigkeiten zu sammeln, um einen eigenständigen künstlerischen Weg gehen zu können. Namhafte, im internationalen Kontext agierende Professoren haben unterschiedliche Werkauffassungen, die innerhalb der Hochschule zu einem spannenden Austausch führen und den Studierenden die Möglichkeit eröffnen, den eigenen Intentionen gemäß aus dem Lehrangebot wählen zu können Die Erfahrung der KünstlerInnen und das schöpferische Potential der Studierenden wird in 13 von den Künstlerprofessoren geführten Klassen zu einem Dialog gebracht, um im heutigen Kunstgeschehen agieren zu können. Begleitend dazu bilden kunsttheoretische, kunstgeschichtliche und philosophische Lehre einen wichtigen Baustein für das Gesamtstudium. Die Ateliers und Werkstätten bieten durch Großzügigkeit Ausstattung und besondere Architektur hervorragende Arbeitsbedingungen.
Die Arbeit von RestauratorInnen an unwiederbringlichen Kunstwerken stellt eine große Herausforderung dar. Darauf bereitet der wissenschaftlich fundierte, praxisorientierte Studiengang Kunsttechnologie, Konservierung und Restaurierung von Kunst- und Kulturgut mit einem umfassenden Fächerspektrum in Theorie und Praxis vor. Neben Kernfächern auf dem Gebiet der Kunsttechnologie, Konservierung und Restaurierung werden fachbezogen natur- und geisteswissenschaftliche Grundlagen in kleinen Gruppen und in Zusammenarbeit mit internationalen Fachleuten vermittelt. Das zehnsemestrige Studium wird mit einer praxisorientierten Diplomarbeit abgeschlossen. Seit 2002 besteht die Promotionsmöglichkeit. Großzügige, kürzlich sanierte und neu eingerichtete Ateliers bieten exzellente Studienbedingungen. Dort, wie auch vor Ort, z.B. in Museen, Kirchen, Schlössern, wird an Originalen gearbeitet. Hervorragend ausgestattete Labors für naturwissenschaftliche Untersuchungen sowie für Strahlendiagnostik, Fotografie und digitale Bildbearbeitung tragen zur außerordentlichen Qualität von Lehre und Forschung bei. Der Studiengang ist einer der ältesten auf universitärer Ebene und arbeitet seit Jahrzehnten deutschland- und europaweit mit Museen und Sammlungen sowie Institutionen der staatlichen und kirchlichen Denkmalpflege zusammen und ist in ein europäisches Hochschulnetzwerk (ENCoRE) eingebunden.
Die Bildwelten des Theaters, des Films, des Fernsehens und anderer medialer Ereignisse sind ein unendliches Feld gestalterischer Herausforderungen. Stetigem Wandel unterworfen spiegeln sie rasante Entwicklungen der Zeit und komplexe Mechanismen der Gesellschaft. Doch wie sehen die Orte szenischen Geschehens aus? Was kann eine Bühne, muss ein Drehort leisten? Wie sind die Protagonisten gekleidet? Wie gelangt eine gestalterische Idee zur Umsetzung? Diese und viele andere Fragen sind Gegenstand des Studiengangs Bühnen- und Kostümbild, in dem von der Entwicklung szenischer Raum- und Figurenkonzeptionen bis zu Entwurfsgestaltung und Modellbau viele Facetten studiert und erarbeitet werden. Die Diskussion gesellschaftlicher Prozesse begleitet das Studium ebenso wie dramaturgische Aspekte, die kritische Auseinandersetzung mit Fragen der Kommunikation, der Theater-, Kunst- und Medientheorie sowie der Architektur und Urbanistik. Im benachbarten FH-Studiengang Theaterausstattung werden vier Disziplinen gelehrt, die sich der Umsetzung bühnen- und kostümbildnerischer Entwürfe widmen: Theatermalerei, TheaterplastikKostümgestaltung und Maskenbild. Auf diesen hochspezialisierten Arbeitsfeldern verschmelzen künstlerische Gestaltung, Handwerk und technologisches Wissen auf ideale Weise. Gefragt sind äußerst ideenreiche und flexible Spezialisten mit Teamfähigkeit. Das Studium bietet eine breite fachtechnische Ausbildung und ist flankiert von Gestaltungslehre sowie kunst- und kulturtheoretischen Fächern. Im Zusammenwirken mit Bühnen- und Kostümbildstudierenden wird zukünftige Berufspraxis vorweggenommen. Kooperationen und Projekten verbinden beide Studiengänge mit der Praxis. _ _ _ Das Studium der KunstTherapie erschließt KünstlerInnen ein neues Berufsfeld in Erweiterung ihrer künstlerischen Position. Es vermittelt ihnen therapeutische Kompetenz, um Patienten ihre differenzierten Erfahrungen mit den künstlerischen Medien zur Verfügung stellen zu können. Umfassendes psychologisch- medizinisches Wissen und ein Verständnis psychodynamischer Vorgänge bilden die Grundlagen für verantwortungsbewusstes Arbeiten. Den Studierenden wird eine Orientierung in einem breiten Spektrum ermöglicht, um in der Auseinandersetzung mit den Lehrangeboten eine eigene künstlerisch-therapeutische Haltung zu entwickeln. Das kunsttherapeutische Konzept greift weit, um die entsprechenden therapeutischen Schulen einzubeziehen, zudem werden enge Kooperationen mit Kliniken, Museen, Schulen und anderen Institutionen gepflegt. Das modularisierte Vollzeitstudium dauert zwei Jahre und schließt mit einer Diplomprüfung ab.