1990 war die Hochschule für Bildende Künste Dresden, eine der ältesten Kunstakademien im deutschsprachigen Raum, aufgerufen ihre Lehre, die Strukturen und die Hochschulorganisation zu überprüfen und auf eine neue Basis zu stellen. Sie stand vor der historisch und gesellschaftspolitisch bedingten Aufgabe, sich im internationalen Kontext neu auszurichten. In den vergangenen Jahren wurden umfangreiche Ergänzungen und Erweiterungen des Lehrangebotes entwickelt und international renommierte KünstlerInnen und WissenschaftlerInnen neu berufen . Von 1990 bis 2004 wurden knapp 25 Neuberufungen bei konstant 32 Planstellen für ProfessorInnen umgesetzt.
Während von 1989 bis 2002 das Personal der Hochschule um 30% zurückging, nahm die Zahl der Studierenden von 205 auf gegenwärtig 654 zu. Die Hochschule für Bildende Künste Dresden gehört damit trotzdem zu den kleineren Kunsthochschulen in Deutschland. Die überschaubare Größe bringt Nähe und intensiven Kontakt zwischen Lehrenden und Studierenden und fördert damit Diskurs und Auseinandersetzung als eine wichtige Ausgangsbasis für künstlerische Weiterentwicklung. Durch kontinuierliche Qualitätsprüfung in der Lehre, der künstlerischen Entwicklung und der der wissenschaftlichen Forschung, soll dies weiter kritisch und konstruktiv entfaltet werden.
Aufgrund des Studienangebotes ist die Hochschule intensiv und praxisnah mit dem Kosmos der zeitgenössischen bildenden Kunst, des Theaterlebens, der Kulturgütererhaltung und den Schnittstellen von Kunst und sozialen Fragestellungen verbunden.