Archiv der HfBK Dresden

Als zentrale Einrichtung der HfBK Dresden verwaltet das Hochschularchiv die schriftlichen Überlieferungen eines der ältesten Kunstinstitute im deutschsprachigen Raum. Die im Jahr 1764 als die „Haupt-Kunst-Akademie und solcher subordinierten Zeichen-Schulen“ in Leipzig und Meißen gegründet, wurde sie im Laufe der Zeit mehrmals reformiert, wechselte einige Standorte. Im ausgehenden XIX. Jahrhundert bekam die Kunstakademie auf der berühmten Dresdner Brühlschen Terrasse explizit das für den Lehrbetrieb von Prof. Constantin Lipsius errichtete Gebäude. Archivordnung Benutzerordnung

Auf Initiative und Gestaltungsaktivitäten von Prof. Dr. Ulrich Schießl (Rektor von 1996-2005) erfolgte 2002 im Süd-Ost-Flügel des Lipsiusbaus die Einrichtung der Räume für Archiv und die Sammlungen der Hochschule.

Das Schriftenarchiv der HfBK bewahrt geschichtliche Zeugnisse der Lehre und Verwaltungsvorgängen an der Hochschule für Bildende Künste Dresden und ihren Vorgängerinstitutionen auf. Nur wenige Akten – darunter das Gründungsreskript der Kunstakademie und der Bestand Ausstellungsdokumente aus dem Zeitraum 1842 bis 1912 – reichen weit in die Geschichte dieser Ausbildungsstätte zurück, die Überlieferungen des XX. Jahrhunderts dagegen dominieren. Das Hochschularchiv der HfBK Dresden führt Verwaltungsakten, personenbezogene Akten der ehemaligen Lehrenden und Studierenden, Matrikelbücher ab 1908, Schülerlisten der ehemaligen Akademie ab 1894 bis 1945, Unterlagen Stiftungen bei der Akademie, einige Teilnachlässe.

Der Zweite Weltkrieg und das Nachkriegschaos setzten in die Geschichte beider bekannter Dresdner Kunstinstitute, der Akademie für bildende Künste und der Akademie für Kunstgewerbe, signifikante Einschnitte. Die Akademie für Kunstgewerbe verlor fast vollständig ihr Archivgut. Bei ersten Bemühungen nach dem Krieg, das Archiv der Kunstakademie zu ordnen und der Nutzung zuzuführen, entstand die Einsicht in die Notwendigkeit für die Übergabe des Altbestandes in die gesicherte Obhut des Sächsischen Staatsarchivs. Im Verlauf der 50er bis Anfang der 60er Jahre kamen Übergaben des Schriftguts an das Staatsarchiv sowie der wertvollen Buchbestände an die Bibliothek der Staatlichen Kunstsammlungen. Im Jahr 1950 erfolgte die juristische Zusammenlegung beider Akademien. Die überlieferten Dokumente der Akademie für Kunstgewerbe bilden heute einen Teil des Hochschularchivs, obschon einen wesentlich geringeren als den der Kunstakademie.

Das Archiv wird von Frau Dr. Kardinar verwaltet. Es bestehen keine festgelegten Öffnungszeiten. Beim Nutzungswunsch ist eine vorherige  telefonische, schriftliche oder Anmeldung per E-mail erforderlich.

Archiv der HfBK Dresden
Brühlsche Terrasse 1
01067 Dresden
Telefon: 0351/49267-69
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