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Brühlsche Terrasse - Historie

Die 1764 gegründete Königliche Kunstakademie war bis zur Errichtung des heutigen Akademiegebäudes auf der Brühlschen Terrasse in unterschiedlichen Gebäuden untergebracht. Zunächst in ehemaligen Kasernen in der Neustadt, dann ab 1766 im Fürstenbergschen Palais am Schloßplatz. Seit 1790 fand die Ausbildung in Räumen der Brühlschen Bibliothek statt, die ehemalige Brühlsche Gemäldegalerie nutzte man für die Kunstausstellungen der Akademie.

1884 verfügte die königliche Regierung den Neubau einer Kunstakademie und eines Ausstellungsgebäudes. Die exponierte Lage im Mittelpunkt der Stadt, die Tradition der langjährigen Unterbringung der Akademie an diesem Ort und die Möglichkeit ein Bauwerk mit einer großen Fassade mit nicht mehr zu verbauendem Nordlicht zu erhalten, waren die Gründe, warum als Bauplatz wieder die Brühlsche Terrasse gewählt wurde. Den Auftrag, eine neue Akademie zu planen und bauen erhielt im Jahre 1884 von der sächsischen Regierung der Architekturprofessor an der Kunstakademie Constantin Lipsius. Nach einer Bauzeit von sieben Jahren war das Kunstakademie- und Ausstellungsgebäude im Jahr 1894 bezugsfertig.

Schwere Kriegsschäden entstanden an der Akademie am 13. und 14. Februar 1945. Während jedoch die Umgebungsbebauung einschließlich der Frauenkirche vollständig in Schutt und Asche sank, blieb die Kubatur der Akademie trotz erheblicher Brandschäden erhalten. Die Aufräumungs- und Wiederaufbauarbeiten wurden 1952 beendet und der Lehrbetrieb der Akademie konnte wieder aufgenommen werden. In der Folgezeit blieben Bemühungen um eine grundlegende Sanierung ohne Ergebnis. Erst ab 1991 begann die systematische Arbeit zur Sanierung und zum Wiederaufbau durch den Freistaat Sachsen, der im Jahre 2002 endgültig abgeschlossen wurde.