Die Geschichte der HfBK Dresden

Mit ihrer über 250-jährigen Geschichte gehört die Dresdner Kunstakademie zu den ältesten Ausbildungsstätten für Bildende Kunst in Europa. 1764 wurde sie als „Haupt-Kunst-Akademie“ durch die Wettiner gegründet; seit 1680 existierte als Vorläufereinrichtung  eine „Zeichen- und Malerschule“. Die Akademie erlangte schon bald nach ihrer Gründung hohes Ansehen. Zu der international ausgerichteten Lehrerschaft zählten im 18. Jahrhundert u.a. der Franzose Charles François Hutin, die Italiener Bernardo Bellotto, Giuseppe Camerata, Giovanni Battista Casanova und Lorenzo Zucchi sowie die Schweizer Anton Graff und Adrian Zingg.

Die Anziehungskraft von Kunstakademie und den Kunstsammlungen war beträchtlich, und so kamen um 1800 zahlreiche Künstler nach Dresden, unter ihnen Caspar David Friedrich, Philipp Otto Runge und Georg Friedrich Kersting; der norwegische Landschaftsmaler Johan Christian Clausen Dahl folgte 1818. Bedeutungsvoll war das lange Wirken des romantischen Malers und Zeichners Ludwig Richter; der an der Akademie  studierte und ab 1836 lehrte.

Ernst Friedrich August Rietschel begründete die im 19. Jahrhundert hoch angesehene Dresdner Bildhauerschule, auch die Architekturabteilung mit dem 1834 berufenen Gottfried Semper besaß große Strahlkraft.

Wie in zahlreichen anderen europäischen Kunstakademien führte die Entwicklung in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zu einer akademisierten Verfestigung und Erstarrung. Die Berufung des Impressionisten Gotthardt Kuehl im Jahre 1895 sollte schließlich eine Wende herbeiführen. Innerhalb weniger Jahre veränderte die Akademie ihr Erscheinungsbild fast vollständig. Mit den Professoren Otto Gussmann, Carl Bantzer, Eugen Bracht, Robert Sterl, Ferdinand Dorsch und Studenten wie Max Pechstein, Kurt Schwitters, George Grosz, Conrad Felixmüller und Otto Dix erlangte die Akademie eine neue Lebendigkeit. Die Berufung von Oskar Kokoschka und Otto Dix steigerten das Renommee der Akademie in den 20er Jahren zusätzlich.

  

  • Anatomiesaal
  • Brühlsche Treppe
  • 1945
  • Lehrmittelraum Kunstgewerbeakademie
  • Eingang Kunstgewerbeakademie vor 1945
  • Kunstgewerbeakademie Garten
  • Gebäude Pfotenhauerstraße vor 1945
  • Zeichensaal Graph Abteilung
  • 25 Mai 1913 im Bruehlschen Saal
  • plastische Anatomie Foto Max Fischer um 1910
  • Vorgaenger von Lipsiusbau