Foto: Anne Alma Quastenberg

Vorlesungsverzeichnis Wintersemester 2018/2019

Studiengang Bühnen- und Kostümbild
Wintersemester 2018/19
(Stand 11. 8. 2018)

Kooperationen:

  • Giacomo Puccinis „Gianni Schicchi“ & „Le pauvre matelot“ von Darius Milhaud
    Premiere: 26. 4. 2019 Kleines Haus des Staatsschauspiels Dresden
    Koproduktion der Hochschule für Musik Dresden, der Hochschule für Bildende Künste Dresden und des Staatsschauspiels Dresden
    Musikalische Leitung: Prof. Franz Brochhagen
    Regie: Prof. Dr. Barbara Beyer
    Bühnen- und Kostümbild: Philipp Eckle

  • Wir sind keine Barbaren
    Premiere So: 16.12.18 Kammerspiele Meiningen
    Kooperation der HFBK mit dem Thüringischen Staatstheater Meiningen
    Regie: Annett Kruschke
    Bühnen- und Kostümbild: Rimma Elbert 

Projektwoche mit der Theaterakademie August Everding (Studiengänge Regie,  Dramaturgie):

  • „fetish theatre“ (7. – 13. 10. 2018)
    Ob bei Selena Gomez, Jacques Lacan oder Bizarrlady Ursula – der Fetischbegriff ist in aller Munde: sei es als marxistischer, religiöser oder sexueller Begriff, als strategisch-ideologische Bezeichnung des Devianten und ‚Anderen‘, als Ausdruck von New Materialism, oder schlicht als Metapher und Modewort. Dabei gilt es nun nicht nur, den verschiedenen Bedeutungs- und Funktionalisierungsnuancen nachzuspüren, sondern – auch aus Sicht von Theatermacher_innen – nach der Relevanz und Performativität des Begriffs zu fragen. Was sind unsere Fetische? Wie sind sie beschaffen, wie wirken sie? Wie wird Fetischismus performt? Wie funktioniert der Fetisch-Begriff? Und was wäre eigentlich ein ‚fetish theatre‘?

    Lehrende:
    Katharina Serles
    sowie Expert_innen zum Thema FETISCH, KUNST UND MATERIALITÄT (Kerstin Flasche) sowie für FELDRECHERCHEN an Fetisch-Orten und/oder mit Fetisch-Akteur_innen (Florine Lindner).

    Ein Rahmenprogramm (gemeinsame Ausstellungs-, Theaterbesuche und/oder Filmscreenings) ist geplant.

Suppengespräche

  • Wir laden regelmäßig Kolleg_innen aus Theater und Oper, v. a. diejenigen, die zeitgleich in Dresden arbeiten, ein, um von ihren Arbeiten zu berichten und mit uns bei einer von Student_innen gekochten Suppe zu diskutieren (offen für alle interessierten Student_innen der Hochschule).
    Mehr Informationen unter suppengespraeche-hfbk.blogspot.com

Exkursionen

  • 18. – 20. 10. 2018 Theresienstadt, 15 Teilnehmer_innen, weitere Informationen werden bekanntgegeben

  • 2. - 4.11.2018  STATE Festival, Berlin
    Festival for Open Science, Art and Society, weitere Informationen werden bekanntgegeben

Künstlerische Grundlagen (Modul 1)

  • Im ersten Studienjahr werden die Studierenden mit dem Spektrum künstlerischer Arbeitsformen, Arbeitsabläufe und Gestaltungsmöglichkeiten sowie mit der Rezeption des Berufsfeldes konfrontiert. Anhand vielfältiger Aufgabenstellungen werden Fähigkeiten zum Entwerfen erlernt. Gefördert wird dabei die individuelle Ausdrucksform der Studierenden.
  • Lehrinhalte: Szenografie, Modellbau, Bildnerische und räumliche Grundlagen/ Raumstrukturen, Fotografie, Interaktives Performancedesign, Kostümbild, Bühnentechnik, Video, Diskurs, Interdisziplinäres Arbeiten, Licht
  • Lehrende:
    • Rita Hausmann (Szenografie, Modellbau, interdisziplinäres Arbeiten, Diskurs,)
    • Katharina Serles (Diskurs, Beleuchtungsproben)
    • Prof. Ehnes / Prof. Michel / Knut Klaßen /Prof. Wenner (Diskurs)
  • Lehrende im Lehrauftrag:
    • Andy Besuch, Kostümpraxis
    • Sophia Dona, Workshop on the subject of the „Atelier“: We will explore various concepts on what is an atelier, how to form it and in which way one can start creating their own working but also collaborative space.
    • Irène Favre, Kostümbild
    • Gunter Hegewald, Führung Bühnentechnik
    • Vassiliea Stylianidou, Video, künstlerische Grundlagen:
      Video-Sound-Improvisation
      Arbeiten mit Video-Sound-Rhythmus (und Sprache)
      Vom Konzept zum Script, vom poetischen Text zur Bewegung und zum Sprechen, vom Aufnehmen zum editing.
    • Maike Thies, Interaktives Performancedesign, Vortrag / Diskussion „Neue Btühnen für das Theater“
    • Jens Ziehe, Fotografie
  • Termine:
    • Sophia Dona, 25./26.10,  1./2.11.2018
    • Andy Besuch 22./23.11.2018
    • Jens Ziehe 6./7.12.2018
    • Vassiliea Stylianidou 10./11.1., 17./18.1.2019
    • Maike Thies  30. 1. 2019
    • Weitere Termine werden bekanntgegeben.

Prof.in Barbara Ehnes (Module 7 + 10 + 13)

  • Semesterentwurfsprojekt
    Mary Shelley „Frankenstein“
    „‚If I cannot inspire love, I will cause fear‘, ruft das gedemütigte namenlose Monster in Mary Shelleys „gothic novel“. 1818 ist das „Jahr ohne Sommer“, die Natur ist nach einem Vulkanausbruch völlig aus den Fugen. Mary Shelley, die erst 19-jährige Autorin, findet in „Frankenstein“ kraftvolle Bilder für den grössten menschlichen Tabubruch: Der Naturwissenschaftler Victor Frankenstein verschiebt eigenmächtig die Grenze zwischen Leben und Tod, indem er aus Leichenteilen ein neuartiges Wesen montiert und mit einem Stromstoss zum Leben erweckt. Er will ein „Licht über die finstere Welt giessen“, dem Menschen einen guten Gefährten schaffen, die Sterblichkeit überlisten. Die Kreatur soll lernen, lesen, sogar lieben. Doch die Schöpfung (..) wird zur Bedrohung für ihren Schöpfer.
    200 Jahre nach seiner Erstveröffentlichung beschreibt Mary Shelleys berühmter Schauerroman immer noch messerscharf den Moment eines albtraumhaften Kontrollverlustes. Wissensdurst, Kreativität und die Vision einer besseren Welt kippen in nicht mehr steuerbare Gewalt und Zerstörung.“ (Schauspielhaus Zürich)

    Die Arbeit gliedert sich in folgende Phasen:
    • Analyse des Romans und themenbezogene Recherche
    • Entwicklung einer theatralen Situation in der Auseinandersetzung mit dem Roman sowie einer aktuellen,für das Schauspielhaus Zürich geschriebenen Adaption von Dietmar Dath
    • Projektbezogene Entwurfsarbeit in Arbeitsmodellen, Skizzen, Figurinen, fotografisch, filmisch, perfomativ
    • technische Durchdringung der Entwürfe
    • Präsentation und Ausstellung anhand von Modellen, Foto- und Filmmaterial, Installationen und technischen Zeichnungen

      Kompaktseminare
      1., 2. 11., 29./30. 11. 2018, 10./11. 1. 2019, 17./18. 1., 31. 1., 1. 2. 2019 sowie regelmäßige Klassentreffen und Einzelkonsultationen zur Reflektion der Konzeptionen

      26./27.10. (zusammen mit Florian Feigl),
      Frankensteiniana – Bildforschung, Materialsammlung
      In der zwei-tägigen Blockveranstaltung widmen wir uns in intensiver Beschäftigung den Windungen und Entwicklungen, die Mary Shelleys Erzählung „Frankenstein or the Modern Prometheus“ seit 1818 genommen hat. Gegenstand unserer Auseinandersetzung sind die Bildwelten, Ästhetiken und Materialsprachen, die die wiederkehrenden Bearbeitungen von Shelleys Stoff begleiten.
      Denn es zeichnet die Erzählung als Klassiker aus, dass sie in ihrer 200-jährigen Geschichte nichts an Kraft verloren hat. Im Gegenteil: Immer wieder wird sie neu entdeckt, wird das Verhältnis zu zentralen Elementen der Erzählung neu entworfen, verschoben und erweitert. Wer ist das Monster, was ist Leben, was kann der Mensch, was darf der Mensch, was ist unser Verhältnis zu Technologie? Fragen, die ihrerseits ebenso radikale wie rasante Entwicklungen erfahren haben. Fragen, die in der Auseinandersetzung mit Shelleys Stoff, in besonderer Weise zu experimentellen, teils radikalen Entwicklungen in der Bildproduktion und zu einem Denken in und mit Materialien einladen.
      Im Rahmen des Blockseminars werden wir gemeinsam anhand von Beispielen aus Performancekunst, bildender Kunst, Fotografie, Film und Comic Bildforschung unternehmen und erste Materialsammlungen anlegen zu Inhalten, Fragestellungen und den diversen Bearbeitungen im engeren Umfeld der Frankensteiniana sowie möglichen Erweiterungen.
      Teilnehmer_innen erhalten einen Überblick zu Grundlagen und Quellen.
      Gemeinsam kartieren wir die diversen Bereiche für eine fundierte eigene Auseinandersetzung der Teilnehmer_innen. Ergänzend wird es an beiden Tagen ein Filmprogramm zum Thema geben.

      Gäste:
      Florian Feigl, Performancekünstler 10./11. 1. 2019 und 26./27. 10. 2018
      sowie Expert_innen zu künstlicher Intelligenz der TU Dresden

      Literatur und Material
      siehe Semesterapparat / Bibliothek / Mediathek der HfBK sowie https://www.frankenbook.org 

  • „satellites“ zum Tanzkongress
    Inspiriert durch den Workshop mit der Choreographin Meg Stuart im Sommersemester 2018 werden bis zum Beginn des von ihr künstlerisch geleiteten Tanzkongresses im Festspielhaus Hellerau im Juni 2019 monatliche „satellites“, jeweils verantwortet von 3 Studierenden in den Gebäuden der Hochschule oder im Stadtraum Dresden, stattfinden.
    (https://www.kulturstiftung-des-bundes.de/cms/de/projekte/buehne_und_bewegung/tanzkongress_2019.html)

Knut Klaßen, Vertretungsprofessur (Module 7 + 10) 

  • Bühnen und Kostüme zu entwerfen ist Teil der gemeinsamen Theaterarbeit. Es gibt viele Formen der Zusammenarbeit, vom gemeinsamen Ausdiskutieren und Ausführen bis zum autonomen Bearbeiten im jeweils eigenen Gebiet. Entstehen soll ein Entwurf, der weniger dient, als eher eine hohe Eigenständigkeit hat. Ausstattung ist Teil der Regie im Sinne von verantwortlicher Leitung. Beim Entwerfen hilft es, für einen bestimmten Ort mit seinen Bedingungen zu planen. Nachhaltig wird es, wenn weitere Nutzungen von Bühne und Kostüm angelegt sind. Austausch mit Architektur, Bildender Kunst, Design und Mode schärft den Entwurf und macht aus der Bühne ein Labor. Ziel ist eine gute Verbindung von Theater und Leben, von Bühne und Gebrauchsgegenstand. Für das Wintersemester 2018/2019 möchte ich folgende Themen und praktische Aufgaben zur Bearbeitung anbieten, wir können auswählen und müssen nicht alle schaffen:
    • Schnellzusammengeheftete Kostüme, von Schwerkraft oder Bewegungswind gehalten
    • Baubezogene Kunst im Umkreis der Hochschule und was man davon mit ins Theater nehmen kann
    • Autonomes Licht, Intervall gesteuertes Licht, Licht mit Eigenleben
    • Die Nachhaltige Bühne: Aus einer Idee 10 Ideen machen, Bausysteme
    • Ein Objekt für die Bühne entwerfen, das man mit nach Hause nehmen will
    • Leben ins Theater und Theater ins Leben mit den Russischen Konstruktivistinnen Lyubov Popova und Warwara Stepanova: Die Bühne als Labor zwischen Bild und Gebäude
    • Bildende Kunst fürs Theater: Arbeiten am Material entlang (Mit Marc Aschenbrenner, Berlin)
    • Interkulturelle und Postkoloniale Zusammenarbeit (Mit Nadine Jessen, Kampnagel Hamburg)
    • Zusammenarbeit als Gruppe, die Chefferie
    • Schnellschuhe aus Stroh, Lehm, Gras oder im Stadtraum gefundenen Materialien
    • Eine komplette Ausstattung aus im Stadtraum gefundenen Materialien, die man nach der Aufführung wieder zurück oder zum Recyclinghof bringt.
    • Plakatschrift aus geometrischen Grundformen entwerfen und sehr große Wandzeitungen drucken 

      Gäste:
      Nadine Jessen, Kampnagel Hamburg
      Marc Aschenbrenner, Berlin

      Termine:
      werden bekanntgegeben

Prof.in Kattrin Michel (Module 7 + 10 + 13)

  • Semesterentwurfsprojekt: LAGER
    Lager für Flüchtlinge, Vertriebene, Migranten, Ausländer, Wartezonen für Antragsteller, Transitzonen, Abschiebehaft, Identifizierungs- und Abschiebezentren, Aufnahmelager für Asylbewerber, Auffanglager, Flüchtlingsdörfer, Dörfer für Integration von Migranten, Ghettos, Dschungel, Asylantenheime, die Liste wird immer länger. Diese Liste verweist auf eine Realität, die zwar oft weitgehend unsichtbar, aber doch ständig präsent oder gar vertraut und letztlich banal ist. Das Lager ist zu einem strukturierenden Bestandteil des globalen Lebens geworden. Es wird nicht mehr als Skandal empfunden. Und das Lager ist nicht nur unsere Gegenwart, es ist auch unsere Zukunft, die Lösung, die es uns ermöglicht, Störendes auf Distanz zu halten, und alles Überschüssige – Menschen, organisches Material oder Industrieabfälle – aufzunehmen oder wegzuschaffen. Kurz gesagt, das Lager ist eines der Mittel, mit denen heute die Welt regiert wird.
    (aus Achille Mbembe: Politik der Feindschaft, Suhrkamp 2017)

    Exkursion: Terezín 18. – 20. 10. 2018
    Terezín, eine 1790 erbaute Garnisonsstadt, erlangte traurige Berühmtheit durch ihre Nutzung als Konzentrationslager während des Nationalsozialismus. Mit einem propagandistischen Film und einer inszenierten Begehung durch das Deutsche Rote Kreuz konnte das Lager der Öffentlichkeit als vorbildliche, durch Juden selbst verwaltete Stadt präsentiert werden. Adolf Eichmanns Administration verwandelte  das ehemalige Gestapogefängnis für Oppositionelle in ein Konzentrationslager, in welchem zeitweise 58.000 Menschen lebten.

    Screenings:
    „Shoa“ (C. Lanzmann, 1985)
    „Le dernier des Injustes“ (C. Lanzmann, 2015)
    Der Film über den letzten der insgesamt drei Lagerältesten, den Wiener Rabbiner Murmelstein, erlaubt detaillierte Einblicke in die Zeit der Nutzung der Stadt durch die Nationalsozialisten und die Politik Eichmanns zur Umsetzung der „Endlösung“. Die Interviews mit Murmelstein wurden 1973 in Rom gedreht und waren Teil der Dreharbeiten für „Shoa“. Lanzmann entschied nach den Interviews, der komplexen Thematik Theresienstadt einen eigenen Film zu widmen. Dieser Film erschien 2015, ergänzt um die Kommentare über 80-jährigen Claude Lanzmann. 

    Literatur:
    Siehe Semesterapparat

    Gäste:
    Samia Henni http://www.samiahenni.com/writes.html

    Termine:
    werden bekanntgegeben

    Exkursion
    Terézín: 18. – 20. 10. 2018
    Die Arbeit der Studierenden soll im Rahmen der Prager Quadriennale 2019 in der Sektion „students exhibition/formations“ gezeigt werden.
    Aufbau PQ: 3. – 5. 6. 2019 / Eröffnung PQ: 16. 6. 2019

Technik I/ II/ III:

  • Module 3 / 6: Technisches Zeichnen, CAD, Theatertechnik
    Im Grundstudium werden die Grundlagen gelegt für ein fundiertes technisches Wissen, um mit Werkstätten, Bühnenmeister_innen und technischen Verantwortlichen reibungsfrei zu kommunizieren. Hierzu gehören technisches Zeichnen, CAD, Werkstoffkunde und Theatertechnik. Darüber hinaus finden Gruppen- und Einzelkonsultationen am jeweiligen Projekt/Modell statt. Eine praktische Einsicht in die Theaterwelt wird durch Exkursionen und Gastvorträge vertieft.

    Di ... technisches Zeichnen // CAD I ... 1. Studienjahr, Zeiten nach Vereinbarung zu Beginn des Sem.
    Mi ... CAD II und TT II / WK ... 2. Studienjahr, Zeiten nach Vereinbarung zu Beginn des Sem.

    Lehrender: Paul Bauer

  • Module 9 / 12: CAD, Theatertechnik
    Im Hauptstudium werden die im Grundstudium erlangten CAD-Fähigkeiten weiter vertieft und in Vorträgen theatertechnische Themen behandelt. Darüber hinaus finden Gruppen- und Einzelkonsultationen am Modell statt, um die technischen Anforderungen des spezifischen Entwurfs zu durchdringen und entsprechend auszuarbeiten.

    Mi... CAD III und TT III ... 3. Studienjahr, Zeiten nach Vereinbarung zu Beginn des Sem.

    Lehrender:
    Paul Bauer

  • Grundlagen der 3 D Modellierung
    29./30.11.  sowie in der vorlesungsfreien Zeit. Raum 043
    Lehrender: Matthias Otto

  • Lehrende im Lehrauftrag:
    Gunther Hegewald (Bühnentechnik Führung)
    Termin wird bekannt gegeben

Termine

 

 

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