Dr. Helga Färber • Psychopathologie |
Einführung in die Neurosenlehre, Psychosomatik und psychiatrische Krankheitslehre mit Überblick über die wichtigsten theoretischen Grundlagen, störungsspezifischen Symptomatologien und Therapieansätze. Stoffvermittlung unter Zuhilfenahme der eigenen Betroffenheit und Erfahrungen, die gestalterisch aufgegriffen und interpretiert werden. Entwicklung der therapeutischen Kompetenz, sich in spezielle Beschwerden einfühlen und gleichzeitig professionelle Distanz wahren zu können.
Astrid von Friesen • Entwicklungspsychologie |
Die Entwicklungsstufen des Menschen vom Säuglingsalter bis zum Tod. Oder: Von der gesunden Entwicklung zu den Ängesten und Neurosen. Besondere Schwerpunkte liegen bei der Rollentheorie sowie dem Rollenverständnis von Mann und Frau, Entwicklung der Geschlechtsidentität, menschliche Entwicklung im Kontext der Lebensumwelt und der Enkulturation, der Bindungstheorie, der Theorie des "Inneren Kindes", der Phasen des Sterbens, der Trauer und des Abschieds, Bewältigung kritischer Lebensereignisse, Entwicklung von Moral, Spiritualität und Religiösität, die Bedeutung von Medien für die Entwicklung, Medienerziehung sowie lebenslanges Lernen mit den verschiedenen Stufen der Lernentwicklung und der "gelernten Hilflosigkeit". In Kleingruppen und Gruppenarbeit werden Fragestellungen erarbeitet, um diese an den diversen Theorien zu überprüfen, um die eigene Wahrnehmung in Bezug auf Lebensphasen, Lebensumstände und Entwicklungsprozesse zu schärfen.
Prof. Dr. Peter Joraschky et al. • Psychosomatik |
Vorlesung in Kooperation mit dem Fachbereich Psychologie der TU Dresden.
Juliane Melches • Klinische Psychologie |
Psychologische und Psychotherapeutische Grundlagen. Überblick über die verschiedenen psychologischen Felder (Kunstpsychologie, Entwicklungspsychologie, klinische Psychologie) und deren Schnittstellen zur KunstTherapie. Vermittlung entwicklungspsychologischer Grundlagen: Menschenbilder, Aspekt der lebenslangen Entwicklung und der spezifischen Entwicklungsaufgaben jedes Lebensalters. Einführung in die klinische Psychologie: Krankheitsverständnis, Entstehung von Psychischen Störungen, Bio-psycho-soziales Modell, salutogenetischer Ansatz, Psychodiagnostik und psychotherapeutische Intervention. Einführung in die theoretischen Grundlagen und die Therapiepraxis der vier großen therapeutischen Schulen: die Psychoanalyse und tiefenpsychologisch orientierte Verfahren, die Verhaltentherapie, die Gesprächspsychotherapie, die Systemische Therapie, mit der Fragestellung, ob und inwieweit sich diese mit der KunstTheraie verbinden lassen. Vermittlung von entwicklungspsychologischen Grundlagen zu Theorien wie Disposition vs. Sozialisation, Bindung, Identität, Selbstwert, Entwicklung von Kinderzeichnungen.
Prof. med. Luise Reddemann • Allgemeine Methodenlehre |
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Traumatherapie und Imagination: Am Beispiel von Musikern und bildenden Künstlern sollten Prozesse der Selbstorganisation und Selbstheilung nach traumatischen Erfahrungen beleuchtet werden. Musikalität und die Beschäftigung mit Musik ist einer der wichtigsten Resilienzfaktoren (Resilienz = seelische Widerstandskraft). Sowohl das Hören von als angenehm erlebter Musik, wie Singen und Spielen sowie Komponieren wirken sich für die seelische und körperliche Gesundheit nachweislich günstig aus. Anhand von biografischen Beispielen (Einbezug von Kurzreferaten durch die Studenten) von Musikerpersönlichkeiten und bildenden Künstlern soll deren Resilienz herausgearbeitet werden. Anschließend wird die Frage diskutiert, inwieweit diese Erfahrungren auf den "Durchschnittsmenschen" und therapeutische Prozesse übertragen werden können.
Isabelle Rentsch • Allgemeine Methodenlehre |
Resilienzorientierte Kunsttherapie in der Behandlung von Traumafolgestörungen: Das Seminar vermittelt Grundlagen in resilienzorientierter Kunsttherapie in der Behandlung von Traumafolgestörungen auf dem Hintergrund der Psychodynamisch Imaginativen Traumatherapie PITT nach Prof. Dr. Luise Reddemann. Kreativität macht einen wesentlichen Teil unseres Menschseins aus - sie ist so grundlegend wie Gehen, Sprechen, Fühlen und Denken. Jedes Menschenleben birgt sie in sich als Keim, der sich entfalten kann. Kreativität ist eng verbunden mit Resilienz, unserer seelischen Widerstandskraft. Kreativität ist eine Kraftquelle in der Bewältigung extrem belastender Erfahrungen - sie ist eine schöpferische Kraft, die ressourcenorientierte Wege eröffnet und dem Menschen hilft zu überleben und zu leben. Bildnerisches Gestalten und imaginative Tätigkeit sind Ausdruck dieser kreativ-schöpferischen Quelle. Der ressourcenorientierte gestalterische Prozess erleichtert den Zugang zu heilsamen inneren Bildern. Imaginative Impulse und angeleitete Imaginationen regen den gestalterischen Prozess an und verstärken ihn.In der Behandlung von Traumafolgestörungen fördert resilienzorientierte Kunsttherapie die seelische Widerstandskraft des Menschen in der Bewältigung von Belastungen. Sie würdigt Leid und überlebensnotwendige Bewältigungsmechanismen, regt imaginative und gestalterische Fähigkeiten an, unterstützt die Entwicklung früher Symbolisierungsprozesse und gegenwartsbezogenes achtsames Wahrnehmen, stärkt und erweitert Handlungskompetenz und Selbstfürsorge. Stabilisierende Imaginationen und stabilisierendes bildnerisches Gestalten sowie Elemente der Achtsamkeitsarbeit werden als wertvolle Unterstützung zur Affekt- und Dissoziationskontrolle und in der Erabeitung positiver Life-events mit einbezogen. In der Arbeit auf der "inneren Bühne" im Sinne angewandter ego-state-Therapie wird insbesondere mit verletzten Anteilen der Persönlichkeit gearbeitet. Anhand praktischer Übungen und eigener Gestaltungen werden resilienzorientierte kunsttherapeutische Methoden und Interventionen auf dem Hintergrund von PITT erprobt. Besondere Aufmerksamkeit gilt dem Arbeitsbündnis und der kunsttherapeutischen Beziehungsgestaltung.
Dr. Stefan Reichelt • Allgemeine Methodenlehre | |
Grundzüge einer kunsttherapeutisch fundierten Traumatherapie für das Kindes- und Jugendalter: Weil Traumata überwiegend bildbezogen erinnert werden, visuelle Medien analoge Abrufreize bereitstellen und Kinder im bildnerischen Ausdruck geübt sind, haben kunsttherapeutische Konzepte für diese Altersgruppe große Bedeutung. Anhand klinischer Prozessmaterialien und einer anwendungsbezogen Übung macht das Seminar mit typischen Folgestörungen, Aspekten der Prozesssteuerung und unterschiedlichen Interventionsstrategien vertraut. Nicht zuletzt gilt es, Sensibilität für die fachlichen wie persönlichen Möglichkeiten und Grenzen im Umgang mit der Destruktivität traumatischer Ereignisse zu entwickeln.
Claudia Burgardt • Allgemeine Methodenlehre | |
Kunsttherapeutische Basismethoden: Einführung in die kunsttherapeutische Arbeit mit Traumapatienten und -patientinnen im psychiatrischen Kontext.
Prof. Klara Schattmayer-Bolle • Spezifische Methodenlehre |
Begleitendes Malen: In diesem Seminar wird die von Helena Schrode entwickelte Technik des Begleitenden Malens ausprobiert. Beim gleichzeitigen Gestalten auf je einem Papiergrund und in einem Abstand, der dem Bedürfnis des zu begleitenden Patienten entspricht, gestaltet der Therapeut sein Bild, das in Beziehung zum Patienten steht. Somit wird der Kunsttherapeut zum handelnden Gegenüber. Beide Bilder werden in Bezug auf die therapeutische Situation reflektiert. Als theoretische Grundlage dienen moderne Konzepte der Beziehungsgestaltung (Übertragung, Gegenübertragung) und die die Übersetzung von Winnicotts Begrifflichkeiten des Übergangsraumes.
Prof. Flora Gräfin von Spreti • Spezifische Methodenlehre | |
Krisenintervention: Welche Behandlungsmöglichkeiten bietet die KunstTherapie in einer akuten Krise? Ist die Therapie mit bildnerischen Medien geeignet, in bedrohlichen und ausweglos erscheinenden Lebenssituationen, stabilisierende Ressourcen zu aktivieren und damit von aktueller Problematik zu entlasten? Ist KunstTherapie z.B. auch in psycvhotischen oder suizidalen Krisen wirksam? Diesen Fragestellungen gehen wir in dem Seminar nach und vertiefen durch Theorie und behandlungstechnische Praxis das Verständnis für die auslösenden Faktoren und das Erscheinungsbild einer schweren Krise. Fallbeispiele und Bilderreihen sowie eingestreute Selbsterfahrungssequenzen bringen den StudentInnen die Möglichkeiten und Grenzen der kunsttherapeutischen Krisenintervention nahe. Der Schwerpunkt der Veranstaltung liegt auf dem Einüben krisenwirksamer bildnerischer und verbaler Interventionen.
Prof. Heinz Deuser • Spezifische Methodenlehre | |
Die Arbeit am Tonfeld: In diesem Seminar soll der "Gestaltkreis" hervorgehoben werden, in dem wir uns fortwährend in unserer Beziehung zu einem jeglichen Gegenüber bewegen. Immer finden wir unsere Welt: Das Tonfeld mit der Hand oder das Papier mit dem Pinsel - was wir finden, fließt wieder bestimmend zu unserer Bewegung zurück. Im Formbezug solch gegenseitigen Geschehens, setzten wir uns auseinander mit dem, was uns begegnet, und treffen es zugleich an. Diese "wirkliche Kunstwelt", in der wir uns fortentwickeln, kann in einer prozessorientierten KunstTherapie unmittelbar aufgenommen und entfaltet werden.
Marianne Eberhard-Kaechele • Spezifische Methodenlehre | |
Tanztherapie und Bewegungsdiagnostik: Ausgewählte Elemente der Tanztherapeutischen Diagnostik und Methodik für die Anwendung in der kunsttherapeutischen Praxis. In diesem Kurs erhalten die Teilnehmer eine Einführung in die Grundprinzipien der Tanztherapie. Es werden diagnostische und methodische Techniken praxisnah vermittelt, die sich besonders in der therapeutischen Arbeit mit bildender Kunst eignen. Dazu gehören: Kestenberg Movement Profile - ein tiefenpsychologisches / phänomenologisches Diagnostik-Instrument, Intermedialer Transfer von bildnerischen Verfahren in Bewegung und umgekehrt, Arbeit mit konzeptueller Metapher in der Bewegung und im Bild, nach der aktuellen Embodimenttheorie.
Ioana Hüttner • Spezifische Methodenlehre | |
Gestalttheraie und die Kunst des Gestaltabschließens: Das Seminar ist der Begegnung zwischen der Getsalttherapie und der KunstTherapie gewidmet. Die Gestalttherapie verbindet in aufregender Weise den phänomenologischen Blick mit den kreativen Prozessen vor dem Hintergrund der Freude am Da-Sein. Die Getsalttherape baut auf die Schulung der Wahrnehmung, auf die paradoxe Theorie der Veränderung und auf die durch schöpferische Indifferenz ermöglichte Integration von Polaritäten. Durch das Abschließen von noch offenen Gestalten können die Menschen ihr Leben würdigen, besser verstehen und wählen, was ihnen von Bedeutung erscheint. Der Schwerpunkt des Seminars liegt auf den kunsttherapeutischen Möglichkeiten in und mit der "Gestalt".
Alfred Haberkorn • Spezifische Methodenlehre | |
Kunsttherapeutische Einstiegsübungen.
Prof. Norbert Groddeck • Spezifische Methodenlehre | |
KunstTherapie und der Focusing-Prozess: KunstTherapie ist eine sehr effektive Variante psychotherapeutischer Hilfe; speziell wenn sie von einem klient- oder person-zentrierten Ansatz aus angeboten wird und dem Klienten in einem deutungs- und bewertungsfreien Raum hilft, sich selbst und sein Leben in seiner Einmaligkeit deutlicher wahrzunehmen und besser zu verstehen. Die Focusing-Methode von Eugen Gendlin ist hervorragend geeignet, diesen Prozess der Selbstwahrnehmung und Selbstaktualisierung zu fördern, weil sie phänomenologisch das köperliche Spüren in diesen Prozess integriert. Klientzentrierte KunstTherapie unterstellt dem leidenden Menschen die Fähigkeit zum kreativen und gestalterischen Ausdruck seines Leidens, besonders auch dann, wenn er lernen kann, sich auf seine körperliche Wahrnehmung (felt-sense) zu beziehen. So entsteht eine Fähigkeit zur bildnerischen und plastischen Symbolisierung innerer (vorsymbolischer) Erlebenszustände. Diese Form der KunstTherapie unterstellt zugleich, dass in dem dargestellten und gestalteten "Leid" auch die Ansätze und Spuren einer "Lösung", "Bewältigung", "Heilung" etc. enthalten sind und in der Gestaltung in gewisser Weise bereits offen liegen.
Thomas Meng • Spezifische Methodenlehre | |
Progressives Therapeutsiches Spiegelbild.
Dr. Christian Mayer • Forschung und Praxis in der KunstTherapie | |
In der eigenen Praxis müssen Kunsttherapeuten diagnostische und prognostische Erwägungenoft allein anstellen. Christian Mayer zeigt auf, wie sich der diagnostische Prozess mittels spontan gezeichneter Skizzen erheblich vereinfachen und visualisieren lässt. Mittels Abstraktion wird der zugrunde liegende Konflikt oft unmittelbar deutlich, womit sich auch leicht eine Beziehung zu den aktuell gültigen Diagnoseschlüsseln herstellen lässt. Mit der Skizzentechnik erscheint dabei die klinische Diagnose als ein Muster, das sich seit der Kindheit in Variationen wiederholt. In seiner visuellen Form bietet es eine Basis um daraus in Gruppenarbeit Lösungen und Auswege zu finden.
Christian Hamberger • Berufsfeld | |
Berufsfeld und Einführung in berufspolitische Aspekte: In diesem Seminarsolen aktuelle Fragen der StudentInnen zum Berufsfeld und dem Übergang vom Studium in das Berufsleben alltags- und praxisnah geklärt und diskutiert werden.
Hedda Spürck-Wagner • Supervision und Coaching | |
Supervision des studienbegleitenden Praktikums: Supervision als Instrumentaium zur Entwicklung und Achtung von Professionalität , Rolle und Haltung. Annäherung an das Thema in kleineren Gruppen für die Erfahrbarkeit von realen und gedanklichen Räumen zur Reflexion.
Praxisfeld |
Die Praxisfelder der KunstTherapie gewähren anhand von praktischen Beispielen Einblick in die verschiedenen Bereiche in denen KunstTherapeuten tätig sind.