Kongresse

 

Zeichen setzen im Bild

Zur Präsenz des Bildes im kunsttherapeutischen Prozess

Kongress des Aufbaustudiengangs KunstTherapie der HfBK Dresden im Deutschen Hygiene-Museum Dresden, 10. bis 13. März 2011

Der Kongress des Aufbaustudiengangs KunstTherapie der Hochschule für Bildende Künste Dresden  ›Zeichen setzen im Bild. Zur Präsenz des Bildes im kunsttherapeutischen Prozess‹ findet statt vom 11. bis 13. März 2011 im von Peter Kulka neu gestalteten Großen Saal des Deutschen Hygiene-Museums Dresden. Eine Ausstellung im Oktogon der HfBK Dresden ›Zeichen setzen im Bild. Jede Linie ist eine Weltachse‹ repräsentiert vom 11. März bis zum 24. April 2011 die thematischen Bezüge künstlerisch. Der Kongress ist der dritte Teil einer umfassenden Tagungs- und Publikationstätigkeit seit 2004, die sich vorrangig der Aufgabe der wissenschaftlichen Vernetzung von Kunst und Therapie widmete.

Die Themen Zeichen – Sprache – Bild befassen sich mit der Entwicklung von Zeichen, ihrem Sinn und ihrer Gestalt sowie mit der verbalen wie bildnerischen Sprache. Bei allem liegt der Fokus auf der Kunsttherapie in ihren Bezügen zur Sprache der Bilder im konkreten wie übertragenen Sinne sowie auf ihrer Interdisziplinarität. Der Kongress ergänzt die bisherigen Dresdner Tagungsthemen Resonanz, Resilienz, Prävention, Rezeption, Analogien, Prozesse und Projekte. Unkonventionelle kunsttherapeutische Sehweisen erhalten ebenso Raum wie bewährte interaktive Modelle. Projekte als Mittler zwischen pädagogischen, therapeutischen und künstlerischen Prozessen setzen Zeichen im übertragenen Sinne. Gleichwohl bleibt das geschaffene Werk ein gegenwärtiges, verlässliches Gegenüber im Dialog.

Die kunsttherapeutische Vertiefung erfolgt im Hinblick auf die Präsenz des Bildes und dessen Sprache. Als Piktogramm, Symbol, Schriftzeichen oder Logo sind Zeichen in unserer Alltagswelt gegenwärtig. In der Bildenden Kunst sind Bilder und Objekte Träger von Zeichen. Interdisziplinäre Ansätze der ReferentInnen belegen ein weites Spektrum kunsttherapeutischer Zugangsweisen von der Bildenden Kunst und der Medizin über die Psychotherapie und Psychologie bis zur Sprach- und Kunstwissenschaft. Darstellende Beiträge und Präsentationen ergänzen die Wortbeiträge. Die von Thomas Hellinger kuratierte Ausstellung im Oktogon mit renommierten zeitgenössischen KünstlerInnen gliedert sich in die Bereiche gezeichnet – bezeichnet – bewegt – vernetzt – interaktiv.

Die kunstbasierte Ausrichtung des Kongresses möchte das bildnerische Gestalten verstärkt mit einer sprachlich präzisen Handhabung verknüpfen als konstruktiven Akzent in der kunsttherapeutischen Diskussion. Der besondere Blick auf die Schnittstellen von Kunst und Therapie in der Verbindung von Praxis und Theorie soll das kunsttherapeutische Berufsfeld sowohl erweitern als auch begrifflich differenzieren. Der Kongress des Aufbaustudiengangs KunstTherapie findet statt in Kooperation mit dem Deutschen Hygiene-Museum Dresden sowie im Austausch mit dem Berufsverband DFKGT. Wir danken dem Bundesministerium für Bildung und Forschung BMBF sowie der Deutschen Forschungsgemeinschaft DFG für die finanzielle Förderung unseres Anliegens.

Doris Titze