Projekte 

ProAsyl



  • Kunst Therapie Jahresausstellung 2016 1a Pro Asyl
  • Kunst Therapie Jahresausstellung 2016 1b1 Pro Asyl Eroeffnungsansicht
  • Kunst Therapie Jahresausstellung 2016 1c Pro Asyl
  • Pro Asyl Setting 2
  • Kunst Therapie Jahresausstellung 2016 1c1 Pro Asyl
  • Kunst Therapie Jahresausstellung 2016 1d Pro Asyl
  • Pro Asyl Setting 1
  • Kunst Therapie Jahresausstellung 2016 2a Forensik Pro Asyl
    

Weißer Hirsch

Das Aktionsfeld eröffnen

Klinikleiterin Frau Dr. Anderssen-Reuster fragte angenehm unkonventionell im Aufbaustudiengang KunstTherapie an, ob wir mit unseren Studierenden Interesse an einem kunsttherapeutischen Projekt mit PatientInnen zum Thema Weißer Hirsch auf dem Gelände des gleichnamigen Zentrums für Psychische Gesundheit in Dresden hätten. Selbst sehr interessiert an Kunst und Kunsttherapie, brachte sie eigene Ideen mit ein und kam uns mit ihren KollegInnen und MitarbeiterInnen organisatorisch stets entgegen. Dies schuf für das Projekt von Beginn an eine äußerst konstruktive und schöpferische Atmosphäre. 

Projekte im Bereich der Kunsttherapie stehen in variabler Wechselwirkung mit den Nachbardisziplinen Bildende Kunst und Kunstpädagogik, indem sie Aspekte der Vermittlung und Anwendung künstlerischer Strategien und Kenntnisse integrieren. Ein Projekt beschreibt dabei im klassischen Sinne ein Vorhaben innerhalb eines festgelegten zeitlichen Rahmens, das mittels eines bestimmten Personen- und Ressourceneinsatzes ein Ergebnis - im Sinne der Verbesserung des Ist-Zustands - zum Ziel hat. Im Falle kunsttherapeutischer Projekte wird dieser Fokus auf das Resultat um den Fokus auf den Prozess erweitert.

Auch beim Projekt Weißer Hirsch ist der Entstehungsprozess der nun im öffentlichen Innen- und Außenraum des Klinikgeländes verbleibenden künstlerischen Arbeiten überhaupt erst der Anlass für die Durchführung des Projekts: Der persönliche Erfahrungsgewinn aller Teilnehmenden beruht auf der Aktivierung ihrer Ressourcen sowie der Erprobung hilfreicher Denk- und Handlungsalternativen im Durchleben von Höhen und Tiefen im gestaltenden Tun. Im aufeinander bezogenen Handeln und Erleben der TeilnehmerInnengruppe kann jede/r Einzelne seine/ ihre Arbeit als wertvollen Bestandteil des übergeordneten, gemeinschaftlichen Vorhabens erleben. Die im Projektkonzept entwickelten strukturierenden Rahmenbedingungen (Abläufe, Rituale, Leitthema, Material, Methoden, künstlerische Techniken, etc.) bieten Halt und Orientierung, indem sie nach innen hin individuelle, kreative Freiräume eröffnen sowie nach außen hin Sicherheit bieten und so das Projektziel gewährleisten. Der ästhetische Anspruch an die entstehenden Resultate und der therapeutisch sinnvolle, individuelle Prozess auf dem Weg dorthin stützen sich dabei im besten Falle gegenseitig.

Das Projekt Weißer Hirsch eröffnet dabei in vielerlei Hinsicht einen förderlichen Aktions- und Erfahrungsraum: Zum einen bietet es als freiwilliges kunsttherapeutisches Angebot eine zusätzliche Komponente im Behandlungskanon der teilnehmenden PatientInnen der psychosomatischen sowie der psychiatrischen Abteilungen des Gesundheitszentrums. Zum anderen bietet es den KünstlerInnen im Rahmen ihres Aufbaustudiums KunstTherapie die Möglichkeit, selbstständig ihre therapeutischen Kenntnisse sowie ihr Wissen um die Wirkweisen künstlerischer Materialien und Techniken in Teamarbeit im klinischen Kontext einzusetzen und zu vertiefen. Zudem setzt das Projekt durch seine sichtbare Präsenz im Innenhof der Klinik sowie durch die organisatorischen, inhaltlichen und personellen Interaktionen und Wechselwirkungen aktivierende Impulse im Alltag der Institution. Nicht zuletzt bezeugen die in der Klinik verbleibenden künstlerischen Arbeiten dauerhaft die Erfahrung schöpferischer Freiräume und Fähigkeiten Einzelner in einer Gruppe, die am Ende gemeinsam alle Hürden gemeistert und etwas Neues geschaffen hat.

Im Februar 2017 erscheint eine Dokumentationsbroschüre, welche einen vertiefenden Einblick in dieses facettenreiche Wirkungsfeld des kunsttherapeutischen Projekts Weißer Hirsch eröffnet.

Für die organisatorische und praktische Unterstützung bedanken wir uns herzlich bei allen mitwirkenden KollegInnen des Zentrums für Psychische Gesundheit Weißer Hirsch Dresden, insbesondere bei Frau Dr. med. Anderssen-Reuster, Herrn Prof. Dr. med. Jabs, Frau Kirsch, Frau Gommlich, Frau  Tommaschek, Frau Wettin und Herrn Griesch mit Kollegen, Frau Neumann, Frau Giersch und Frau Fahlbusch sowie allen teilnehmenden Studierenden des Aufbaustudiengangs KunstTherapie.

Prof. Doris Titze und Kerstin Schrems

  • Weisser Hirsch Projekt Vernissage Plakat
  • Weisser Hirsch Projektflyer 1
  • Weisser Hirsch Projektflyer 2
  • Weisser Hirsch Projekt 1
  • Weisser Hirsch Projekt 14
  • Weisser Hirsch Projekt 2
  • Weisser Hirsch Projekt 3
  • Weisser Hirsch Projekt 5
  • Weisser Hirsch Projekt 4
  • Weisser Hirsch 13
  • Weisser Hirsch Projekt 6
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  • Weisser Hirsch Projekt 10a
  • Weisser Hirsch Projekt 9
  • Weisser Hirsch Projekt 10
  • Weisser Hirsch Projekt 11
   

 

Raumforschung 

Beteiligungsprojekt für die Grundschule Lüneburger Damm in Hannover

Grundlagen: Größe, Form und (Aus-)Gestaltung von Räumen beeinflusst das Empfinden, das Selbstverständnis und die Identität der Menschen, die in ihnen leben. Atmosphären schulischer Räume wirken zurück auf SchülerInnen, LehrerInnen und weitere Nutzer. Analog zur Gestaltung zukünftiger Bildungsinhalte ist daher die Gestaltung von Bildungsräumen eine gesellschaftlich höchst relevante Zukunftsaufgabe.

Bei der Umstrukturierung allgemeinbildender Schulen von Halbtags- zu Ganztagsschulen finden derzeit vermehrt Um- und Neubaumaßnahmen statt. An diesem Punkt setzt das Projekt »Raumforschung« des Vereins zur Förderung von Kunst und Kultur ART IG e.V. an.

In Kooperation mit der GS Lüneburger Damm Hannover sowie den am Umbau beteiligten Architekten und Vertretern städtischer Fachbereiche zielt das Beteiligungsprojekt darauf, die SchülerInnen über künstlerische Zugangsweisen für eigene »Raumforschung« zu begeistern und in die Planungs- und Bauprozesse zu involvieren. Mitgestaltung soll möglich, Selbstwirksamkeit und eine bessere Identifikation mit dem sozialen und gebauten Raum erlebbar werden. Das auf drei Jahre angelegte und von der BKJ geförderte Projekt versteht sich dabei als »selbstlernend». So soll ein Modell erarbeitet werden, das auf weitere Bauprojekte übertragen werden kann.

Projektziele: RAUMFORSCHUNG - Kinder erforschen mit künst-lerischen Mitteln Räume und formulieren ihre Wünsche zur Schulraumgestaltung. MITGESTALTUNG - Beteiligung der SchülerInnen am Entwurfs- und Planungsprozess ihrer Schule. Durch künstlerische Strategien und Prozesse entwickelte Gestaltungslösungen werden zu Bestandteilen des Planungs- und Realisierungspro-zesses. Die Ideen und Visionen der Kinder werden an bestimmten Orten der Architektur ablesbar. NACHHALTIGKEIT - Die Wahrnehmungen, Visionen, Wünsche und Gestaltungen der SchülerInnen werden gesammelt und dokumentiert. Auf das im Projektzeitraum wachsende Archiv kann gemeinsam mit den Architekten zugegriffen werden, wenn konkrete Baufragen aktuell sind.

Zusammenarbeit mit professionellen KünstlerInnen: Zwei in der Projektarbeit mit Kindern sehr erfahrene Künstlerinnen begleiten den Gesamtprozess im Projektzeitraum 2013–2016. Sie bereiten die Angebote und Kommunikationsprozesse zwischen den beteiligten KünstlerInnen und den Kindern strukturell und in Zusammenarbeit mit den KünstlerInnen konzeptionell vor. Sie moderieren und strukturieren die Raumforschungsprojekte, um sie für die Kinder zu sichern und nachhaltig wahrnehmbar zu machen.

Zur Beteiligung der Studierenden des Aufbaustudiengangs KunstTherapie: Viele Kinder kommen aus benachteiligten Familien oder schwierigen sozialen Verhältnissen. Auch haben viele der Kinder aufgrund Ihrer kulturellen Herkunft (65 % Migrationshintergrund) Sprach- und Verständnisprobleme, die sich auf die Beziehung zu Klassenkameraden und LehrerInnen negativ auswirken. Im Rahmen der Einführung inklusiver Schulen und motiviert von der Erfahrung, dass kunsttherapeutische Sicht- und Arbeitsweisen künstlerisches Gestalten und Experimentieren mit/von Kindern befruchten, wurde die Projektwoche im April 2014 in enger Zusammenarbeit mit den 14 im Aufbaustudiengang KunstTherapie studierenden Künstlerinnen und Künstlern realisiert. So konnten insbesondere Kinder mit besonderen Bedürfnissen, auch wenn die Zeit sehr begrenzt war, kompetent gefördert werden. Die Erfahrungen der KünstlerInnen und angehenden KunsttherapeutInnen werden in eine Ende des Jahres erscheinende Dokumentation einfließen.

 

  • Schulprojekt-Hannover-02
  • Schulprojekt-Hannover-03
  • Schulprojekt-Hannover-04
  • Schulprojekt-Hannover-06
  • Schulprojekt-Hannover-07
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  • Schulprojekt-Hannover-21
  • Schulprojekt-Hannover-25
  • Schulprojekt-Hannover-26
  • Schulprojekt-Hannover-27
   

RoRo-Prohlis

RoRo-Prohlis ist ein Kunstprojekt des Aufbaustudiengangs KunstTherapie der HfBK Dresden in Kooperation mit dem Romain-Rolland-Gymnasium Dresden und dem freischaffenden Künstler Thomas Hellinger. Das Projekt realisierten die Studierenden des Aufbaustudienganges KunstTherapie der HfBK Dresden.

Zum Zwecke der Sanierung und Erweiterung des Schulgebäudes in der Weintraubenstraße ist das Romain Rolland Gymnasium vorrübergehend in das Erich-Wustmann-Gymnasium in Prohlis umgezogen. Mit der Absicht den  SchülerInnen das Ankommen und den Einstieg ins neue Schulgebäude zu erleichtern, haben Studentinnen des Aufbaustudiengangs KunstTherapie mit allen SchülerInnen des RoRo-Gymnasiums unter Leitung des Künstlers Thomas Hellinger architektonische Elemente  aus dem alten Schulgebäude aufgenommen mit der Frage "Was nehmen wir mit?" und künstlerisch auf das neue Gebäude übertragen.

Das Stempelprojekt: Ausgehend von der Kassettendecke der Aula im alten Gebäude hat ein Teil der SchülerInnen Druckstöcke gestaltet. Die auf Papier gedruckten persönlichen Motive sind an Decken und Wänden des neuen Standortes angebracht.

Das Fensterprojekt: Unterschiedliche Fensterformen und deren Gliederungen im alten Gebäude bilden die Grundlage für systematisch um verschiedene Türen des neuen Gebäudes angeordnete Bilder. Die unterschiedlich geformten Papierflächen sind nach eigenen Vorstellungen der SchülerInnen gestaltet.

Das Rahmenprojekt: Mittels individuell gestalteter Keilrahmen wurden Personen und Situationen im alten Gebäude in Blick genommen und fotografiert. Die fixierten Erinnerungen erscheinen nun am neuen Ort. Die kreativ bearbeiteten Rahmen sind raumgreifend montiert und ermöglichen neue Durchblicke.

Das Schriftprojekt: Über die Architektur hinaus ist Schuel ein sozialer und mentaler Raum. SchülerInnen der 10. und 11. Klassen haben unterschiedliche Textbeiträge, die ihnen in diesem Kontext wichtig erschienen, gesammelt und gestaltet. An den Fenstern zweier Innenhöfe bildet sich der mit Klebefolie kreierte "Raum für Schulgeistiges" ab.

 

  • Roro Polis-Schrift-1
  • Roro Polis-Schrift-5
  • Roro Polis-Rahmen-1
  • Roro Polis-Rahmen-2
  • Roro Polis-Rahmen-3
  • Roro Polis-Stempel-1
  • Roro Polis-Stempel-2
  • Roro Polis-Stempel-3
  • Roro Polis-Tueren-4
  • 20091209 Roro Polis 3002
  • 20091209 Roro Polis 2959
  • 20091209 Roro Polis 2932 01
  • 20091209 Roro Polis 3015
  • Roro Polis-Tueren-8
  • 20091209 Roro Polis 3018 01
  • 20091209 Roro Polis 3011 01
   

 

Wir sind schon da. Ein Körper-Bild-Projekt

Fast alle SchülerInnen des Evangelischen Kreuzgymnasiums Dresden beteiligten sich an dem außergewöhnlichen Projekt "Wir sind schon da", einem Kunstprojekt des Aufbaustudiengangs KunstTherapie der HfBK Dresden in Kooperation mit dem Evangelischen Kreuzgymnasium Dresden und dem freischaffenden Künstler Thomas Hellinger. Das Projekt realisierten 17 ausgebildete KünstlerInnen, die sich im Aufbaustudium für einen kunsttherapeutischen Beruf weiter qualifizierten.

Anlass war die Sanierung des Evangelischen Kreuzgymnasiums und der bevorstehende, temporäre Umzug in ein fremdes, abgewohntes Schulgebäude. Bei einem Umzug müssen nicht nur organisatorische und logistische Hürden überwunden werden. Mit dem Verlassen eines alten Hauses, das vielleicht renovierungsbedürftig war, aber Struktur und Sicherheit vermittelte, lässt man etwas zurück, gibt etwas auf. Dass man auch etwas bekommt, ist nicht gleich auf Anhieb zu erkennen. Hier setzt das Projekt an und es arbeitet mit Mitteln der Kunst und Methoden der Kunsttherapie.

Von jedem Schüler wurde im Rahmen des Projektes ein lebensgroßes Körperbild gestaltet. Dies wurde nach einer Körperumrisszeichnung frei ausgearbeitet. Wichtig war, dass alle sich so gestalteten, wie sie sich im neuen Gebäude begrüßen mochten. Die Schüler sollten sich mit ihrer Ankunft im neuen Gebäude und mit der Frage auseinandersetzen: "Wie möchte ich mir dort begegnen?".

Ein weiterführendes Ziel des Projektes war die künstlerische Ausgestaltung des renovierungbedürftigen und noch fremden Interimsgebäudes, das zum Umzug einladend wirken sollte. Noch bevor die Widrigkeiten des Umziehens begannen, statteten die SchülerInnen des Kreuzgymnasiums ihr Übergangsquartier mit Wandbildern bestehend aus ihren Körperbildern aus.

Die Chance, ein altes Gebäude, vom Kreuzgymnasium zwischensaniert, nach eigenen Vorstellungen umzugestalten, ohne an die üblichen strengen Auflagen für öffentliche Gebäude gebunden zu sein, gab der Idee eine weitere Dynamik. Dabei war es wichtig allen SchülerInnen die Möglichkeit zu bieten, einen individuellen Beitrag zur Gestaltung leisten zu können. So konnten sie mit dem eigentlich ungeliebten Ereignis des Umzugs aktiv und kreativ umgehen, anstatt es passiv und leidend zu erwarten.

 

 

  • Wir-sind-schon-da-Kleben-1
  • Wir-sind-schon-da-Kleben-2-b
  • Wir-sind-schon-da-Kleben-3
  • Wir-sind-schon-da-Kleben-4
  • Wir-sind-schon-da-Kleben-5
  • Wir-sind-schon-da-Kleben-6
  • Wir-sind-schon-da-Portraits-1
  • Wir-sind-schon-da-Portraits-2
  • Wir-sind-schon-da-Portraits-3
  • Wir-sind-schon-da-Portraits-4
  • Wir sind schon da 1a
  • Wir sind schon da 2