Studieninhalte

Während der ersten beiden Semester werden durch zeichnerisches und malerisches Grundstudium, Vermittlung der Farblehre und der Erarbeitung plastischer Grundlagen Voraussetzungen für das künstlerisch-gestalterische Hauptstudium geschaffen. Darüber hinaus vermittelt das Grundstudium die berufsspezifischen Techniken der Fächer Schminken, Haararbeiten und historische Frisurengestaltung in Theorie und Praxis.
Zu den obligatorischen theoretischen Lehrgebieten des Maskenbildstudiums gehören Anatomie, Kunstgeschichte, Dramatische Literatur sowie Kostüm- und Frisurengeschichte.

Pflicht- oder Wahlpflichtkurse in grafischen Drucktechniken und Grundlagen der Fotografie ergänzen das Lehrprogramm. Die erfolgreich bestandene Diplomvorprüfung berechtigt zur Aufnahme des Hauptstudiums.
Im Hauptstudium werden durch praktische Atelierarbeiten im Fach Schminken unter anderem verschiedene Alterungstechniken, Karikaturen, Verletzungen, Wunden, der Einsatz von Glatzen sowie das Gestalten von ethnischen und anatomischen Besonderheiten geprobt und in komplexen Gestaltungsaufgaben zusammengeführt.

Frisurenbeispiele aus wichtigen kulturhistorischen Epochen werden im Fach historische Frisurengestaltung sowohl chronologisch und stilistisch rein als auch in modernen Varianten gestaltet. Basis dafür sind die bereits während des Grundstudiums begonnenen Vorlesungen zur Kostüm- und Frisurengeschichte, in denen ein umfangreiches kulturgeschichtliches Wissen und Kenntnisse über Mode, Haartracht und Stilistik vermittelt werden.

Das Anfertigen von Perücken, Haarteilen und Bärten – differenziert nach Farbe und Struktur – ist wichtiger Bestandteil des Unterrichtsfaches künstlerische Haararbeiten. Abformtechniken in Alginat und Gips bilden die Grundlage für die Herstellung von Gesichts- und Kopfabgüssen.

Im Unterrichtsfach Kaschieren erarbeiten die Studierenden paßgerechte Masken, stilisierte Frisuren und Tier-Kaschées sowie Glatzen und geschäumte Teile zur hautähnlich-plastischen Gestaltung unterschiedlicher Charaktere und Deformationen.

Komplettgestaltungen von Opern- oder Schauspielfiguren nach eigenem Entwurf sind fachabschließende Prüfungsaufgaben, die den Einsatz der unterschiedlichen Gestaltungsmittel (Schminkmaske, Haarersatz, Frisurengestaltung, Kaschierungen und Schmuck) erfordern.

Unter Bedingungen der Praxis finden in Zusammenarbeit mit der Hochschule für Musik «Carl Maria von Weber» Dresden regelmäßig Opernproduktionen statt. Die angehenden Maskenbildner können hier unter realen Theaterbedingungen speziell für diese Produktionen angefertigte Arbeiten auf ihre Bühnenwirksamkeit hin prüfen, und in der Betreuung der Vorstellungen nötige Routine erwerben.

Das abschließende Diplom beinhaltet die konzeptionelle und stilistische Erarbeitung und Gestaltung mehrerer Figuren eines Stückes in ihrem szenischen Kontext. Es wird erwartet, daß das gewählte Thema die während des Studiums erworbenen Fähigkeiten und Kenntnisse in möglichst großer Breite herausfordert und durch künstlerisch überzeugende Lösungen belegt