Prof. Barbara Wille

Seit 2014
Professur an der HfBK Dresden
für Grundlagen der Bildenden Kunst in der Orientierungsphase des ersten Studienjahres

Kontakt

Orientierungsphase Bildende Kunst

(gemeinsam mit Prof. Robert Klümpen)
Prof. Barbara Wille
Brühlsche Terrasse 1
Raum Nr. 209 
0351.4402 – 2819
wille©hfbk-dresden.de

Lehre

Die künstlerische Grundlehre bietet die Voraussetzung für ein Gelingen der vielfäligen Orientierungsprozesse zu Beginn des Kunststudiums. Vor dem Hintergrund ihrer persönlichen Interessen und ihres künstlerischen Potentials finden die Studierenden heraus, welche künstlerischen Strategien und Handlungsweisen ihnen entsprechen. Sie machen sich vertraut mit ihrem unmittelbaren Aktionsraum, der Hochschule. Sie lernen die verschiedenen Studiengänge, Standorte, Werkstätten und Fachklassen kennen und beginnen, deren Potentiale für sich zu nutzen.
 
Der Studienort Dresden ist erweitertes Aktionsfeld: der öffentliche Raum, Architektur und Geschichte, die kulturellen Einrichtungen, Museen und Sammlungen Dresdens werden Gegenstand künstlerischer Auseinandersetzung und Projektionsraum künstlerischer Ideen. Auch der soziale und gesellschaftliche Raum wird ausgelotet. Das Zeigen von Kunstwerken ist eine persönliche Stellungnahme im gesellschaftlichen und alltäglichen Kontext. Der Raum der Hochschule nimmt diese Kommunikation modellhaft vorweg.
 
Im Zentrum steht der künstlerische Schaffensprozess. Interessen, Motivationen, Gefühle und Ideen werden handelnd in künstlerische Werke transformiert. Sich mit Offenheit der Eigendynamik dieses Transformationsprozesses anzuvertrauen und Unvorhergesehenes als Potential wahrzunehmen ist eine Herausforderung, nicht nur zu Beginn des Studiums.
 
Wissen und Erfahrung in Hinblick auf die Wahrnehmung von Form und Proportion, Körper und Raum, Fläche und Oberfläche, Licht, Farbe, Bewegung, Klang und Zeit werden medienübergreifend und transdisziplinär vermittelt. Jede Arbeitsphase hat ihre eigene Qualität und kann Gegenstand der Reflexion werden.
 
Vorträge, Referate, Präsentationen, Workshops, Atelier- und Museumsbesuche, Exkursionen und Recherchen loten das zeitgenössische Kunstfeld aus und stellen eine Verbindung zur eigenen Arbeit her.

 

 

Werk

Im Zentrum meiner künstlerischen Arbeit steht meine Beziehung zu Raum und Dinglichkeit.

Hierbei interessieren mich die Grenzflächen, Berührungen und Übergänge sind mir wichtig. Das lichte Maß des Raumes, das mit Berührung zu tun hat, verortet eine Membran, die zwischen der Abstraktheit des Raumes und dessen sinnlicher Erfahrbarkeit vermittelt.

Ich bin fasziniert von bildgebenden Verfahren wie dem Schnitt und der Intarsie, durch die sich ganz unmittelbar ein Gegenstand ins Bild setzten lässt. Schnittbilder von Gegenständen realisiere ich als Intarsienobjekte und als Wandintarsien.

Die Fotointarsie ist eine Arbeitsweise, bei der ein Teil des Intarsienobjekts bereits der Sphäre des Bildes entstammt. Die Abstraktion der Fotografie fügt sich mit der unmittelbaren Dinglichkeit von Objekten zu einem Bild.

Für unser Sehen ergeben sich an den Rändern widersprüchliche Wahrnehmungen, die wir jedoch bereit sind, dem fotografischen Blick zu opfern. Ein Trompe l ́Oeil der Fotografie.

Die Fotointarsien sind, was sie zeigen: ein auf eine weiße Wand montiertes Konstrukt.

ARBEITEN

  • wille1
  • Wille2
  • Wille5