Prof. Dietmar Nieschler

seit 2006
außerplanmäßige Professur

Kontakt

Typografie und Buchgestaltung
Künstlerischer Mitarbeiter
Prof. Dietmar Nieschler
Brühlsche Terrasse 1
Tel. 0351.4402 – 2640
Raum Nr. 202
nieschler©serv1.hfbk-dresden.de


WERK / LEHRE

Elementare Typographie:

  1. Die neue Typographie ist zweckbetont.
  2. Zweck jeder Typographie ist Mitteilung (…). Die Mitteilung muss in kürzester, einfachster, eindringlichster Form erscheinen.
  3. Um Typographie sozialen Zwecken dienstbar zu machen, bedarf es der inneren (…) und äußeren (…) Organisation des verwendeten Materials.
  4. Innere Organisation ist Beschränkung auf die elementaren Mittel der Typographie:
    Schrift, Zahlen, Zeichen, Linien … Zu den elementaren Mitteln neuer Typographie gehört in der heutigen, auf Optik eingestellten Welt auch das exakte Bild: die Photographie.
    Elementare Schriftform ist die »Groteskschrift« aller Variationen: …

    Auch die unbedruckten Teile des Papiers sind ebenso wie die gedruckten Formen Mittel der Gestaltung.
  5. Äussere Organisation ist die Gestaltung stärkster Gegensätze (…) durch Anwendung gegensätzlicher Formen, Grade und Stärken (…) und die Schaffung der Beziehung dieser positiven (…) Formwerte zu den negativen (…) Formwerten des unbedruckten Papiers.
  6. Elementare typographische Gestaltung ist die Schaffung der logischen und optischen Beziehung der durch die Aufgabe gegebenen Buchstaben, Wörter, Satzteile.
  7. Elementare Gestaltung schliesst die Anwendung jedes Ornaments (…) aus.
  8. Elementare Gestaltung ist auch in der Typographie nie absolut oder endgültig, da sich der Begriff elementarer Gestaltung mit der Wandlung der Elemente (durch Erfindungen, …) notwendig ebenfalls ständig wandelt.

Iwan Tschichold. Leipzig 1925

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