Prof. Lutz Dammbeck

seit 2000
Aufbau und Leitung der Projektklasse Neue Medien an der HfBK Dresden

Kontakt

Projektklasse Neue Medien
Prof. Lutz Dammbeck
Brühlsche Terrasse 1
Tel.: 0351.49267–37
Raum 210
dammbeck©serv1.hfbk-dresden.de


LEHRE

Die in über 30 Jahren freiberuflicher Praxis als Maler, Filmemacher, Autor und Medienkünstler entwickelten künstlerischen und theoretisch-philosophischen Positionen sind Basis meiner Lehre.

Diese soll zwei Dinge ermöglichen, die ich bei meinem eigenen Studium vermisst habe: einen offenen Raum für Grenzgänge und unbefangenen Dilettantismus, der langsam mit Handwerk und selbst gewählter Tradition angereichert wird. Letzteres baut auf dem Fundament eines »Grundlagenstudiums« auf, um anschließend die dort erworbenen Kenntnisse im Zeichnen, im Gebrauch der Farbe, im Umgang mit dem Raum, mit verschiedenen Medien – etwa im Bereich »bewegtes Bild« – und in verschiedenen handwerklichen Drucktechniken sowie der Fotografie für das Finden und Entwickeln eines eigenen unverwechselbaren künstlerischen Ansatz zu nutzen. Dabei liegt für mich ein Schwerpunkt in der Mischung von analogen und digitalen Techniken und Werkzeugen.

Das ist unverzichtbar für das Training und die Schulung von »Sehen« (im Sinne von »Anschauen«), dem sinnlichen Begreifen von Material und medienübergreifenden Gestaltungsprinzipien. Anwendung finden diese Kenntnisse in der praktischen künstlerischen Arbeit der Studenten vor allem in den Bereichen Zeichnung, Cartoon, Animations- und Experimentalfilm, Fotografie, Installation und interdisziplinären Mischformen. Ziel der künstlerischen Arbeit ist: Finden, Verstärken und Konkretisieren der jeweiligen subjektiven Werkansätze, Training des künstlerischen Produktionsprozesses, Begleiten und Weiterentwickeln von Projektideen bis zur Produktion und Präsentation unter den Prämissen von Zeit, Geld und Verwertungsstrategien sowie ökonomischer und gesellschaftlicher Rahmenbedingungen.

Die erworbenen Kenntnisse und Fertigkeiten sollen die Studenten und Absolventen in die Lage versetzen, nach dem Studium in der Realität der Medienwelt (Agenturen, Druckereien, Laboren und Werkstätten aller Art) wie des Kunstmarkts erfolgreich bestehen zu können. Im Fokus der Lehre steht, wie sich Kunst und Gesellschaft unter dem Einfluss von Medien und Technologien verändern. Neben dem Gebrauch der Werkzeuge beinhaltet die Lehre deshalb auch eine diskursive, kritische Hinterfragung der Werkzeuge selbst sowie ihrer Entstehungs- und Wirkungsgeschichte.

WERK

Warum mache ich Filme, Collagen, Zeichnungen, Fotos und schreibe ich Texte? Zum einen, weil es mir Spaß macht, zum anderen, weil ich mir so mehr Begreifen von Welt erhoffe. Die dafür zurückzulegende Wegstrecke führt von der Erfindung zum Dokument – und retour. Ich recherchiere in Archiven und in Landschaften, ich spreche mit Zeitzeugen und dokumentiere was ich dabei gesehen, gehört und gefühlt habe. Aus dem Berg von zusammengetragenem Material suche ich die scheinbar zusammengehörenden Teile, prüfe deren mögliche Verbindung und suche eine Form dafür. Das kann ein Film sein, ein Text, eine Installation, ein Blatt (Zeichnung, Collage, Fotografie), oder ein Buch. Gespräche und Diskussionen, die sich daran entzünden, gehören für mich mit zum Werkprozess. Dieser Prozess interessiert mich so viel wie das Werk selbst.

ARBEITEN

  • Re-Reeducation. Umerziehung der Umerzogenen
  • Re-Reeducation. Umerziehung der Umerzogenen