Prof. Martin Honert

seit 1998
Professur an der Hochschule für Bildende Künste Dresden

Kontakt

Fachklasse Plastik
Prof. Martin Honert
Pfotenhauerstraße 81/83
Tel. 0351.44875–15
Haus A, Räume 004-007
honert©serv1.hfbk-dresden.de


LEHRE

Meine Lehre umfasst die künstlerische Praxis des dreidimensionalen Gestaltens im weitesten Sinne. Dreidimensionales Gestalten wird von mir als eine Äußerung in jeder Form und Wesensart eines raumgreifenden Ereignisses verstanden. Künstlerische Praxis sehe ich als einen fortlaufenden Prozess materiellen Gestaltens und geistiger Hinterfragung.

 

WERK

»(…) Das Bild der Erinnerung, nach dem Honert sucht, ist also von Anfang ein künstlerisches Bild, eine künstlerische Vision – letztlich eine Selbstinszenierung. Denn diese selbstinszenierung zeigt am deutlichsten, wie das Kind die Welt sieht, ordnet und erlebt – und nicht die so genannte Realität, die doch letztendlich immer nur von außen erfasst und beschrieben werden kann.

Die Erinnerung führt also nicht zum Leben, sondern zur Kunst, die in den kindlichen Augen mit dem Leben identisch ist. Das Kind ist nicht deswegen unschuldig, weil es mit seinen naiven Augen die Realität als unverstellte, als uninszenierte sieht, sondern gerade im Gegenteil, weil es zwischen Leben und Inszenierung nicht strategisch unterscheidet. Zwar funktioniert unsere Kultur immer noch weit gehend unter der romantischen Annahme, das Kind sehe die Welt, die Realität, das Leben mit »neuen Augen« und durchschaue die kulturelle Inszenierung: so sieht etwa nur ein Kind aus der berühmten Geschichte von Andersen, dass »der König nackt ist«. Aber de facto ist es gerade die inszenierte Welt unserer Zivilisation, die das Kind als die einzige Realität erlebt – und damit wird das Kind zum Fluchtpunkt dieser Zivilisation, in dem Realität und Fiktion verschmelzen. Die Rückkehr zur Vergangenheit, die Wiederholung einer Erinnerung mittels der Kunst sind also nur deswegen möglich, weil unsere Erinnerung von Anfang an Erinnerungen an eigene Selbstinszenierungen sind. Die Kette des Gedächtnisses ist eine
Kette der Selbstinszenierungen, deren Kontinuität allein durch die Treue zu früheren derartigen Inszenierungen garantiert wird. (…)«

ARBEITEN

  • Bande
  • Riesen