Prof. Robert Klümpen

Seit 2014
Professur an der HfBK Dresden

Kontakt

Orientierungsphase Bildende Kunst
(gemeinsam mit Prof. Barbara Wille)


Prof. Robert Klümpen
Brühlsche Terrasse 1
Tel. 0351.4402 – 2619
kluempen©hfbk-dresden.de

 

Portraitfoto: Achim Kukulies, Düsseldorf
Foto Header: Wendelin Bottländer, Düsseldorf

Orientierungsphase der Bildenden Künste

Künstlerisches Arbeiten basiert auf visuellem Denken und reflektierter Aufmerksamkeit. Dies geschieht in der Orientierungsphase medienübergreifend.  Dabei spielen die Erweiterung des Blickes, die Hinterfragung der eigenen Mittel und deren individuelle Beherrschung eine zentrale Rolle. Auch die Auseinandersetzung mit kunstgeschichtlichen und zeitgenössischen Werken ist für die künstlerische Entwicklung und die weitere Arbeit wichtig.

Während der ersten beiden Studiensemester werden die Studierenden die verschiedenen Möglichkeiten und Angebote an Werkstätten und Fachklassen kennen lernen und herausfinden, wie sie deren Potentiale im Hinblick auf ihre künstlerische Praxis und Entwicklung nutzen können.
Im Zentrum des Studiums in der Orientierungsphase steht das selbstverantwortliche, experimentelle Arbeiten mit unterschiedlichen künstlerischen Medien und Materialien. Die Ergebnisse werden in Gruppen- und Einzelkolloquien besprochen.

Die Studierenden sollen durch genaue Beobachtung und kritisches Sehen und durch zunehmend selbstverantwortliches praktisches Arbeiten und dessen Hinterfragung sukzessive auf den Weg zur Entwicklung einer eigenständigen künstlerischen Haltung finden. Im weiteren Studium haben sie die Möglichkeit, ihre künstlerische Arbeit in einer ihnen entsprechenden Fachklasse weiter zu entwickeln.

Werk

In Robert Klümpens oft großformatigen und farbkräftigen Gemälden sind zwei gegensätzliche Impulse in ein spannungsvolles, labiles Gleichgewicht gebracht. Einem virtuosen Schwelgen in der sinnlichen Fülle der malerischen Mittel steht, insbesondere in seinen neuesten Bilder, ein Hang zu fast minimalistischer Reduktion gegenüber. Deutlich erkennbare Motive wie auf den früheren Bildern, etwa Kioskbuden, Straßenlaternen oder Kircheninterieurs, tauchen nicht mehr auf. Übrig bleibt gleichsam nur noch die meist nächtliche Beleuchtung. Das mit unterschiedlichen malerischen Techniken, mit dem Pinsel oder mit der Sprühdose, auf die Leinwand Gebrachte wird zum großen Teil wieder abgerieben oder –gewaschen.
Die stoffliche Präsenz des Bildträgers ist einerseits fast wie eine Barriere betont; andererseits entsteht der Eindruck, dass sich jede greifbare Materialität in einen unbestimmten Tiefenraum auflöst. Die Bilder scheinen von hinten zu leuchten oder ein diffuses Licht seine Oberfläche zu streifen. Auch zeichenhafte Signets und an Kalligraphien erinnernde Liniengefüge, wie Sprayern auf Haus- und andere Wänden hinterlassen, sind wie in geisterhafte Lichterscheinungen verwandelt.

Ludwig Seyfarth

ARBEITEN

  • „GLORIA“, 2002, Acryl auf Nessel, 360 x 720 cm, (3-teilig) Foto: Friedrich Rosenstiel, Köln
  • „Johannesklause“, 2003, Acryl auf Nessel, 240 x 400 cm (2-teilig) Foto: Wendelin Bottländer, Düsseldorf
  • „PARADISE“, 2003, Acryl auf Nessel, 240 x 400 cm (2-teilig) Foto: Wendelin Bottländer, Düsseldorf
  • „Der große Wagen“, 2009, Acryl/Tusche auf Nessel, 250 x 200 cm Foto: Christoph Münstermann, Düsseldorf
  • „Caravan“, 2013, Acryl/Lack auf Nessel, 160 x 220 cm 	Foto: Achim Kukulies, Düsseldorf
  • „Fade to Grey“, 2013, Acryl/Graphit/Lack auf Nessel, 230 x 180 cm 	Foto: Achim Kukulies, Düsseldorf
  • „Relativitätstheorie“, 2012, Acryl/Graphit/Lack auf Nessel, 250 x 200 cm 	Foto: Simon Vogel, Köln
  • „Die Präsenz de Dinge“,  2014, Acryl/Graphit/Lack auf Nessel, 250 x 200 cm 	Foto: RK
  • „Atelier“: Foto RK