Diplom-Restauratorin

Prof. Dr. Ursula Haller

2007
Professur an der HfBK Dresden

Kontakt

Prof. Dipl.-Rest. Dr. Ursula Haller
Fachklasse für Kunsttechnologie, Konservierung
und Restaurierung von Malerei auf mobilen Bildträgern
Güntzstraße 34
Tel. 0351.4402–2161
haller@hfbk-dresden.de

LEHRE UND FORSCHUNG

Was sollen zukünftige hoch qualifizierte Restauratorinnen und Restauratoren lernen, in welcher Form sollen sie Wissen vermittelt bekommen und ihre Fähigkeiten schulen, welcher Zeitraum und welcher berufsqualifizierende Abschluss ist angemessen? Diese Fragen sind heute aktueller denn je und zentrale Aspekte der Studienreform der Restaurierungsstudiengänge der HfBK Dresden.

Als wissenschaftliche Disziplin noch sehr jung, steht die Lehre der Konservierung und Restaurierung an einem Punkt, an dem einerseits tradierte Verfahrensweisen, andererseits neue Erkenntnisse ständig aufs Neue hinterfragt und bewertet werden müssen. In diesem sich schnell entwickelnden Umfeld ist es die Aufgabe der Lehrenden, Inhalte kritisch zu vermitteln und dabei dennoch verantwortungsvoll handlungsfähige und aufgeschlossene Restauratorinnen und Restauratoren auszubilden. Schwerpunkt des Studiums ist die praktische Arbeit in den Ateliers der HfBK oder im Rahmen von Projekten z.B. mit kooperierenden Einrichtungen wie Museen oder der Denkmalpflege, denn nur durch die Arbeit an Originalen kann der verantwortungsbewusste, einfühlsame und respektvolle Umgang mit den anvertrauten Kunstwerken vermittelt werden. Alle damit verbundenen Arbeitsschritte – die Untersuchung, die Entwicklung von Konzepten für Konservierungs- und Restaurierungsarbeiten und deren Durchführung und Dokumentation – werden unter intensiver Betreuung, in höheren Semestern zunehmend selbstständig durchgeführt.

Neben der intensiven restauratorischen Auseinandersetzung mit dem Kunstwerk ist das Restaurierungsstudium an der HfBK durch eine Vielfalt an Fächern gekennzeichnet. Neben den grundlegenden Kerngebieten der Kunsttechnologie, Konservierung und Restaurierung werden zahlreiche natur- und geisteswissenschaftliche Lehrinhalte vermittelt. Nur Studierende, die im Rahmen ihres Studiums all diese Aspekte der Restaurierung und Konservierungswissenschaft kennen lernen, werden in der Lage sein, in ihrer späteren beruflichen Tätigkeit eigene Schwerpunkte auszubilden und mit angrenzenden Disziplinen sinnvoll zu kommunizieren.

Das Ausbildungsziel ist erreicht, wenn die Absolventinnen und Absolventen nicht nur in der Lage sind, Konservierungs- und Restaurierungsmaßnahmen für eine große Bandbreite unterschiedlicher Kunstwerke selbständig, wissenschaftlich fundiert, technisch versiert und mit großem Einfühlungsvermögen zu konzipieren und durchzuführen, sondern im Studium Erlerntes immer wieder neu an Probleme anzupassen und auch weiter zu entwickeln. Durch die Promotion besteht die Möglichkeit zur akademischen Weiterqualifizierung.

  • Studentin bei Retuschearbeiten
  • Konservatorische Arbeiten im Rahmen einer Diplomarbeit
  • Praxisseminar zur Konservierung des textilen Bildträgers