Forschungs-und Konservierungsprojekte

Die Restaurierung des Wittenberger Melanchthonporträts


Das Porträt des Reformators Philipp Melanchthon stammt vermutlich aus der 2. Hälfte des 16. Jahrhunderts und wird Werkstatt, Schule oder Umkreis Lukas Cranach d. J. zugeschrieben. Zusammen mit seinem Pendant – einem Porträt Martin Luthers – wurde es zunächst am Eingang zur Lutherstube, seit der Eröffnung des Lutherhauses 1883 dann zu beiden Seiten des Katheders an der Ostwand des Großen Hörsaals präsentiert. In den letzten Kriegstagen 1945 wurde das Gemälde stark beschädigt und seitdem auf dem Dachboden des Lutherhauses aufbewahrt. Das Bildnis Luthers gilt als verschollen. Zur Rettung des Gemäldes wurde ein Kooperationsprojekt mit der Hochschule für Bildende Künste Dresden initiiert. In den Ateliers für Kunsttechnologie, Konservierung und Restaurierung von Malerei auf mobilen Bildträgern wurde das Gemälde von 2009 bis ­ 2012 untersucht, konserviert und restauriert. Zwei Seminararbeiten schufen theoretische Grundlagen für die Rekonstruktion des fast völlig zerstörten Gesichtes.

  • Vorzustand
  • Detailaufnahme Vorzustand
  • Detailaufnahme 2 Vorzustand
  • Studierende bei der Schliessung der Bildtraegerrisse
  • Nach Abschluss der Restaurierung