Kunst am Bau

im Studiengang Kunsttechnologie, Konservierung und Restaurierung von Wandmalerei und Architekturfarbigkeit

Passend zu einer Reihe von Fachklassenprojekten (• 2009 Bergung der Wandmalerei „Mensch und Wissenschaft“ (1959) von Alfred Hesse aus dem ehemaligen Informatikum in Dresden; • ab 2010 kunsttechnologische und restauratorische Untersuchungen sowie Begleitung / studentische Mitarbeit bei den Konservierungs- / Restaurierungsmaßnahmen am Wandbild „Der Weg der roten Fahne“ (1968/69) nach einem Entwurf von Gerhard Bondzin am Kulturpalast Dresden; • 2015 Kurzgutachten zum demontierten Wandbild "Familie" von Siegfried Schade (1976), ehemals Dresden-Prohlis; • 2016 Hausarbeit zur künstlerisch dekorativen Akzentgestaltung in der Großbauplattenweise, Haftmattenprojekt in Kooperation mit der HfBK Dresden und der Bauakademie Beilin (1979), Dresden-Prohlis;   • ab 2016 Untersuchung und Konservierung / Restaurierung des Wandbilds von Heinz Drache (1976) im Heizkraftwerk Dresden-Reick) bot Frau Antje Kirsch bei einer Exkursion im Frühjahr 2017 Studierenden und Mitarbeitern überraschende Entdeckungen einer Vielzahl unterschiedlicher Kunstwerke der Zeit 1948 – ca. 1970 an Bauten der Dresdner Innenstadt.

Neben den Anstößen zur Reflexion der jeweiligen Bildinhalte und dementsprechend des Zeitgeschehens bei der Entstehung der Werke, der Motivation und der Situation der Künstler sowie der Rezeption, lohnt aus restauratorischer Sicht vor allem die Beschäftigung mit der abwechslungsreichen Werktechnik.

Antje Kirsch, Kommunikationsdesignerin und -wissenschaftlerin, beschäftigt sich mittlerweile ca. 15 Jahre mit Kunst im öffentlichen Raum, insbesondere im Dresdner Raum, unter anderem, da sie seit 2009 das Archiv der Genossenschaft "Kunst am Bau" in Dresden aufbaut und dementsprechend Daten zu architekturbezogenen Kunstwerken erfasst. Sie leitet ehrenamtlich das Bildungs- und Vermittlungsprogramm des Vereins Freie Akademie Kunst + Bau e.V. Außerdem ließ ihr Engagement für die architekturgebundene Gestaltung der ehemaligen DDR 2015 ihr Buch „Dresden – Kunst im Stadtraum“ erscheinen.

Mit einer in ihrer Vorlesung interessanten Zusammenschau solcher Dresdner Werkbeispiele skizziert sie nachvollziehbar Entwicklungen und Tendenzen der Kunst am Bau und präsentiert wiederum ein kunsttechnologisch spannendes Forschungsgebiet.

 

 

  • Detail der Wandgestaltung am Dresdner Altmarkt von Hans Kinder (um 1954)
  • Wer sucht, der findet – Detail des Wandbilds „Dresden grüßt seine Gäste“ von Kurt Sillack, Rudolf Lipowski (1969)
  • Detail des Sgraffitos im DB-Gebäude Dresden von Hans Möller-Uetersen (1948)