RAUMGESTALTUNG 2 - ARCHITEKTONISCHES VOKABULAR: RAUMBILDENDE ELEMENTE & KOMPOSITORISCHE PRINZIPIEN

bei Thomas Kanthak

Wir verbringen den überwiegenden Teil unseres Lebens in gestalteten – architektonischen - Räumen. Diese beeinflussen uns mit all ihren Gegebenheiten wie kaum ein anderer Umweltfaktor ganz direkt in unserem körperlichen Sein. Um diesen Wirkungen nachzuspüren, wollen wir versuchen Architektonische Räume als Zusammenhang von Raum und Form unabhängig von individuellen Präferenzen und Wertungskategorien zunächst unter Zuhilfenahme all unserer Sinne zu lesen.

Die Raumkonstituierenden Elemente, die wechselseitig den Raum der Möglichkeiten, als auch die bergende hüllende begrenzende Form generieren, sollen mitsamt ihrer kompositorischen Prinzipien als wesentliche Elemente einer Architektursprache verstanden und im Laufe der Veranstaltung Schritt für Schritt anhand verschiedener Anschauungsobjekte analysiert und erfahren werden.

Die einzelnen Elemente und Prinzipien werden dahingehend im Zusammenhang mit Ihrer phänomenologischen Bedeutung auf ihre Aussagekraft hinsichtlich der Kommunikation zwischen Entwerfer und Nutzer untersucht. Ziel ist dabei das Bewusstsein für die Wirkung des Architektonischen Vokabulars auf den Menschen. Ein Versuch Raum und Form im architektonischen Sinne zu lesen.

Im Rahmen einer semesterbegleitenden Studienaufgabe (Anerkennung als Beleg) besteht die Gelegenheit, unterschiedliche raumkonstituierende Elemente, sowie kompositorische Prinzipien fokussiert anhand ausgewählter Architekturbeispiele verschiedener Kategorien und Hintergründe kennen und lesen zu lernen und deren Wirkung auf uns als Nutzer nachzuvollziehen. Die Bearbeitung der Studienaufgabe wird von Konsultationen begleitet und die Ergebnisse in Form eines gemeinsamen Architektonischen Vokabulars präsentiert.

Vorlesung / Seminar (2-std.)
Module (s. Modulübersicht)
Montag 11:00 – 12:30 Uhr / Einführung am 09.04.2018 um 11:00 Uhr 
Güntzstr. 34, Raum 228

GESCHICHTE UND THEORIE DER ARCHITEKTUR 4 - MODERNE/GEGENWART


Als Teil der allgemeinen Kunst-und  Kulturgeschichte legen die Werke der Architektur und des Städtebaus gleichermaßen Zeugnis ab von den räumlichen und baulichen Formen und den gesellschaftlichen Strukturen, die das Zusammenleben ihrer Urheber repräsentiert und konstituiert haben.

Die Veranstaltungsreihe 'Geschichte und Theorie der Architektur' stellt den StudentInnen aller Fachrichtungen die bauliche Praxis und Theorie früherer Kulturen in historischer Perspektive vor.  Im Fokus der viersemestrigen Vorlesungsreihe steht die Geschichte der europäischen Architektur in Form eines Überblicks, der von der Antike bis zur Gegenwart reicht. Ausgewählte Beispiele - einzelne Bauwerke bis hin zum städtebaulichen Ensemble - werden in ihren materiellen und geistigen Zusammenhängen beschrieben und im Kontext kultureller Epochen vorgestellt.

Die Veranstaltung im Sommersemester 2018 gliedert sich in zwei einander ergänzende Angebote. So wird die Architektur des 20 Jh. mit einem Schwerpunkt auf die Moderne und Nachkriegsarchitektur in Vorlesungen von Prof. Dr. Marion Hilliges vorgestellt. Die Architektur der Gegenwart (bei Prof. Olaf Lauströer) ist Gegenstand zweier seminaristisch angelegter Blockveranstaltungen (zum Beginn und zum Ende des Semesters - die genaue Datierung wird im Rahmen der Einführung bekannt gegeben), in deren Rahmen auch die Studienleistung in Form eines Referates zu erbringen ist.

Vorlesung (2-std.)
Module s. Modulübersicht
Einführung für beide Angebote am Montag, 9.4.2018 um 15:30 Uhr
Vorlesung
Montag 15:30 – 17:00 Uhr / Güntzstr. 34, Raum 228

RAUMGESTALTUNG 4 - FARBE IM (ARCHITEKTONISCHEN) RAUM - ALLES NUR OBERFLÄCHE?

bei Thomas Kanthak

Farbe ist immer da, wirkt unmittelbar, wir können uns ihr nicht entziehen. Gleichzeitig existiert Farbe in der dinglichen Welt nicht unmittelbar. Farbe entsteht erst aus dem Wechselspiel von Oberflächeneigenschaften und den im Licht enthaltenen Energiemengen, die erst im Betrachter als Reiz detektiert und zu einer Empfindung verwandelt – wahrgenommen - werden.

Gleichzeitig gestalten wir unsere Umgebung ständig indem wir Oberflächenqualitäten entscheiden und damit Körper- und Raumwahrnehmung beeinflussen. Das beginnt schon bei der Auswahl der Kleidung für den Tag. Oberfläche ist also wichtig. Oberfläche ist unsere Kontaktfläche zur Architektur, zu den Dingen.

Farbe ist ein wichtiger Teil dieser Oberflächenqualitäten der uns umgebenden Dinge.

Farbe geht aber gleichzeitig auch unter die Oberfläche. Farbe ist elementarer Teil der Information beim Wahrnehmen der Welt. Anhand der (Farb-) Tönung einer Banane oder eines Apfels können wir auf Grundlage von Erfahrungen auf Geschmack und sogar Konsistenz des Objektes schließen.

Komprimiert soll zunächst dem Phänomen Farbe nachgegangen werden. Dabei wird Farbe auf verschiedenen Ebenen betrachtet: materiell, kontextuell und immateriell. Farbe wird hinsichtlich ihrer Rolle bei der Wahrnehmung von Raum untersucht und schließlich der spezifischen Nutzung der raumgestalterischen Potentiale in der beispielhaften Anwendung durch Architekten nachgespürt.

In den ersten Sitzungen der Veranstaltung werden zunächst die allgemeinen Grundlagen des Phänomens Farbe im allgemeinen und im Architektonischen Kontext anhand von Vorlesungen und kleinen Exkursionen vorgestellt - im zweiten Teil schließen dann Sitzungen mit Referaten der TeilnehmerInnen zu den unterschiedlichen Ansätzen der Nutzung von Farbe im (architektonischen) Raum an.

Vorlesung / Seminar (2-std.)
Module (s. Modulübersicht)
Dienstag 11:00 – 12:30 Uhr / Einführung Di 10.04.2018 um 11:00 Uhr
Güntzstr. 34, Raum 228