GESCHICHTE UND THEORIE DER ARCHITEKTUR 3 - FRÜHE NEUZEIT BIS 19. JH.

 

Als Teil der allgemeinen Kunst-und  Kulturgeschichte legen die Werke der Architektur und des Städtebaus gleichermaßen Zeugnis ab von den räumlichen und baulichen Formen und den gesellschaftlichen Strukturen, die das Zusammenleben ihrer Urheber repräsentiert und konstituiert haben.

Die Veranstaltungsreihe 'Geschichte und Theorie der Architektur' stellt den StudentInnen aller Fachrichtungen die bauliche Praxis und Theorie früherer Kulturen in historischer Perspektive vor.  Im Fokus der viersemestrigen Vorlesungsreihe steht die Geschichte der europäische Architektur in Form eines Überblicks, der von der Antike bis zur Gegenwart reicht. Ausgewählte Beispiele - einzelne Bauwerke bis hin zum städtebaulichen Ensemble - werden in ihren materiellen und geistigen Zusammenhängen beschrieben und im Kontext kultureller Epochen vorgestellt.

Die Möglichkeiten der Reflexion – von der Beschreibung, der Analyse/Synthese bis hin zur Interpretation architektonischer Strukturen, werden von den StudentInnen im Rahmen individueller Studienarbeiten (Referat, Hausarbeit, o. ä.) erprobt.

Vorlesung / Seminar (2-std.)
Module (s. Modulübersicht)
Montag 15:30 – 17:00 Uhr / Einführung am Mo 16.10.2017 um 15:30 Uhr
Güntzstr. 34, Raum 228

 

 

RAUMGESTALTUNG 1 - ERSCHEINUNGSFORMEN DES (ARCHITEKTONISCHEN) RAUMES

 

Die räumliche Disposition von innen und außen bildet eine Polarität, die sich mit Blick auf die unterschiedliche Wahrnehmung der miteinander verschränkten stofflichen Formen der Baukonstruktion und den hohlen Formen des Raumkonzeption herausgebildet hat Als elementare Phänomenen der Architektur nehmen wir erstere in ihrer Gegenständlichkeit von außen und letztere in ihrer Zuständlichkeit von innen her wahr.

Die Erscheinungsformen des Raumes (- seine Zuständlichkeit -) die den Charakter und die individuelle Erfahrung bzw. Raumkonstitution bestimmen, sollen im Fokus der Vorlesung stehen. Darin werden unterschiedliche Aspekte - wie Licht und Schatten, Farbe, Gerüche und Geräusche, Zeit und Bewegung, Wärme und Kälte, usw. – und ihr Zusammenwirken bzw. ihre Verdichtung zu spezifischen räumlichen Atmosphären angesprochen.

Im Rahmen einer semesterbegleitenden Studienaufgabe (Anerkennung als Beleg) besteht die Gelegenheit, unterschiedliche räumliche Vorstellungen und Anschauungen, an ausgewählten Architekturbeispielen kennenzulernen und deren räumliche Konzeptionen nachzuvollziehen. Die Bearbeitung der Studienaufgabe werden von Konsultationen begleitet und die Ergebnisse dieser Bearbeitung in gemeinschaftlichen Veranstaltungen zum Semesterende vorgestellt.

Vorlesung / Seminar (2-std.)
Module (s. Modulübersicht)
Montag 11:00 – 12:30 Uhr / Einführung am 16.10.2017 um 11:00 Uhr
Güntzstr. 34, Raum 228

 

 

Raumgestaltung 3 - Perspektiven zur Perspektive

 

Zentralperspektivisch angelegte Abbildungen unserer äußeren Umgebung verdanken ihre besondere Wirkung einer eigentümlichen Paradoxie: obgleich sie für einen exakt bestimmten, völlig ruhenden Betrachterstandpunkt/-blick berechnet wurden, vermitteln sie den Eindruck man könnte in Ihnen umherspazieren - gerade so, als bestünde zwischen den bildhaften Eindrücken der (visuellen) Wahrnehmung und den Strukturen der äußeren Wirklichkeit  ein universeller und umkehrbarer Zusammenhang. Erst das umherschweifende Auge bemerkt, dass der Schein illusionistischer Tiefe, bzw. Plastizität, der gesamten Komposition nur auf dem Wege der Deformation ihrer dreidimensionalen Natur zu erzeugen ist. Könnten wir ihr tatsächlich physisch gegenüberstehen, so würden uns ihre Elemente und Formen fremd und verzerrt erscheinen.

Die Regeln und Konventionen der zentralperspektivischen Theorien, wie sie seit der Renaissance bis heute Anwendung finden, geben also nicht nur dem Betrachter eine bestimmte Art des Sehens (mit einem Auge und allein an den physiologischen Abbildungsvorgängen nach dem Vorbild der Optik orientiert), sondern auch ihren Urhebern eine bestimmte Weise des Abbildens  (als erzwungene Abweichung von der realen Gestalt/Struktur ihres Abbildungsgegenstandes) vor.

Von Beginn an haben Künstler und Architekten daher nach Wegen gesucht, die zentralperspektivischen Wahrnehmungs- und Darstellungskonvention zu erweitern, oder spielerisch zu umgehen. Immer wieder nehmen sie dabei eigenständige, mitunter wechselnde Perspektiven ein, und auf diese Weise die vielfältigen psychologischen und physiologischen Aspekte der Wahrnehmung und die Freiheit der Anwendung bildnerischer Mittel reflektieren.

In den ersten Sitzungen der Veranstaltung werden zunächst die allgemeinen Grundlagen der Zentralperspektive in Vorlesungen vorgestellt - im zweiten Teil schließen dann Sitzungen mit Referaten der TeilnehmerInnen zu den individuellen Positionen der Perspektive an.

Seminar (2-std.)
Module (s. Modulübersicht)
Dienstag 11:00 – 12:30 Uhr / Einführung Di 17.10.2017 um 11:00 Uhr
Güntzstr. 34, Raum 228

 

 

SPRECHSTUNDE / KONSULTATIONEN


(Termine nach vorheriger Vereinbarung)

Güntzstraße 34, Raum 219
Sprechzeiten:  Montag, 12:30 – 15:30 Uhr
                        Dienstag, 14:00 – 18:00 Uhr
                        Donnerstag, nach Vereinbarung

 

 

ATELIERGESPRÄCHE


Neben den gemeinsamen Lehrveranstaltungen stehe ich den Studierenden aller Fachrichtungen für Gespräche am Beispiel individueller, künstlerischer Projekte zur Verfügung.

Donnerstag - nach Vereinbarung