RAUMGESTALTUNG 1 - ERSCHEINUNGSFORMEN DES (ARCHITEKTONISCHEN) RAUMES

 

Die räumliche Disposition von innen und außen bildet eine Polarität, die sich mit Blick auf die unterschiedliche Wahrnehmung der miteinander verschränkten stofflichen Formen der Baukonstruktion und den hohlen Formen der Raumkonzeption herausgebildet hat. Als elementare Phänomene der Architektur nehmen wir erstere in ihrer Gegenständlichkeit von außen und letztere in ihrer Zuständlichkeit von innen her wahr.

Die Erscheinungsformen des Raumes (- seine Zuständlichkeit -) die den Charakter und die individuelle Erfahrung bzw. Raumkonstitution bestimmen, sollen im Fokus der Vorlesung stehen. Darin werden unterschiedliche Aspekte - wie Licht und Schatten, Farbe, Gerüche und Geräusche, Zeit und Bewegung, Wärme und Kälte, usw. – und ihr Zusammenwirken bzw. ihre Verdichtung zu spezifischen räumlichen Atmosphären angesprochen.

Im Rahmen einer semesterbegleitenden Studienaufgabe (Anerkennung als Beleg) besteht die Gelegenheit, unterschiedliche räumliche Vorstellungen und Anschauungen, an ausgewählten Architekturbeispielen kennenzulernen und deren räumliche Konzeptionen nachzuvollziehen. Die Bearbeitung der Studienaufgabe wird von Konsultationen begleitet und die Ergebnisse dieser Bearbeitung in gemeinschaftlichen Veranstaltungen zum Semesterende vorgestellt.

Vorlesung / Seminar (2-std.)
Module (s. Modulübersicht)
Montag 11:00 – 12:30 Uhr / Einführung am 15.10.2018 um 11:00 Uhr
Güntzstr. 34, Raum 228

 

 

EINFÜHRUNG IN DIE GESCHICHTE UND THEORIE DER ARCHITEKTUR PERIODISIERUNG UND EPOCHENSTRUKTUR


Im Rahmen der Einführung in die 'Geschichte und Theorie der Architektur' werden den Studierenden zunächst die allgemeinen Grundzüge der Periodisierung und Epochenbildung/-struktur europäischer Architekturgeschichte, vom Altertum bis zur Gegenwart, im Überblick vorgestellt.

„Geschichtliche Begriffe und Periodisierungen spiegeln das Bemühen der Forschung wider, den Gesamtablauf der Geschichte nach Maßgabe der jeweils erreichten Sachkunde und nach Maßgabe der jeweils für angemessen gehaltenen – von Generation zu Generation sich wandelnden – Perspektiven ordnend zu gliedern und die Zeiträume, die bei einer solchen Gliederung herausspringen, möglichst treffend zu benennen. Es versteht sich daher von selbst, dass geschichtliche Begriffe und Einteilungen in Zeiträume nur Hilfsvorstellungen sind, zu denen man aber notgedrungen greifen muss, weil man ohne sie nicht auskommt.“ ERNST WALTER ZEEDEN

Im Wissen um die Relativität der Kategorien, die allen Perioden- und Epochenstrukturen zugrunde liegen, schließt eine solche Darstellung die kritische Reflektion ihrer konstitutionellen Funktion/Bedeutung für die Geschichtsschreibung mit ein.

Inhaltliche und zeitliche Fragen der Periodisierung und der Kennzeichnung/Abgrenzung einzelner Stilepochen, werden in Vorlesungen und seminaristischen Veranstaltungen am Beispiel ausgewählter Bauwerke bis hin zum städtebaulichen Ensemble in ihren materiellen und geistigen Zusammenhängen beschrieben und vorgestellt.

Vorlesung / Seminar (2-std.)
Module (s. Modulübersicht)
Montag 15:30 – 17:00 Uhr / Einführung am 15.10.2018 um 15:30 Uhr 
Güntzstr. 34, Raum 228

 

 

WALKSCAPES

Das Gehen dient uns nicht allein als die ursprünglichste Form der Fortbewegung, es schließt darüber hinaus den elementaren Weltzugang und eine grundlegende Ausdrucksform mit ein. Wir gehen, spazieren, schlendern, flanieren oder promenieren - was unsere Schritte kennzeichnet, ist neben ihrem Anfang, der Richtung und dem Ziel, auch durch die Art und Weise und in welchem Bewusstsein wir uns fortbewegen bestimmt.

Mit Blick auf die gebaute Umwelt, insbesondere Stadt, hebt Michel de Certeau den Akt des Gehens als urbane Praxis par excellence hervor: "Die Spiele der Schritte sind Gestaltungen von Räumen. Sie weben die Grundstruktur von Orten. In diesem Sinne erzeugt die Motorik der Fußgänger eines jener "realen Systeme, deren Existenz eigentlich den Stadtkern ausmacht", die aber "keinen Materialisierungspunkt haben." *Im Gehen erfahren wir die Stadt, eignen uns ihre Umgebung an und bringen sie mit jedem Schritt gleichzeitig schöpferisch neu hervor.
*Michel de Certeau, in: Kunst des Handelns, Berlin, 1988 (S.188)

Im Wechsel von seminaristischen Veranstaltungen und Exkursionen wollen wir den Akt des Gehens, in urbanen Zusammenhängen, gleichermaßen theoretisch und praktisch in seiner Bedeutung für die Raumwahrnehmung befragen und als Möglichkeit der performativen Praxis erproben und verstehen.

Vorlesung / Seminar (2-std.)
Module (s. Modulübersicht)
Dienstag 11:00 – 12:30 Uhr / Einführung Di 16.10.2018 um 11:00 Uhr
Güntzstr. 34, Raum 228

 

 

SPRECHSTUNDE / KONSULTATIONEN


(Termine nach vorheriger Vereinbarung)

Güntzstraße 34, Raum 219
Sprechzeiten:  Montag, 12:30 – 15:30 Uhr
                        Dienstag, 14:00 – 18:00 Uhr
                        Donnerstag, nach Vereinbarung

 

 

ATELIERGESPRÄCHE


Neben den gemeinsamen Lehrveranstaltungen stehe ich den Studierenden aller Fachrichtungen für Gespräche am Beispiel individueller, künstlerischer Projekte zur Verfügung.

Donnerstag - nach Vereinbarung