BAU|KUNST - UNVERWECHSELBARKEIT – ÜBER DAS UN-GEWISSE ETWAS IN DER ARCHITEKTUR

 

Aus welchen Gründen setzen sich manche Bauwerke auf besondere Weise in unserem Bewusstsein fest? Warum heben sie sich von der Masse des Gebauten ab? Mit Attributen wie unverwechselbar, eindrücklich, spezifisch, schreiben wir Räumen oder Bauwerken Eigenschaften zu, die im Grunde unserer Rezeption entspringen. Die Wirkung der Architektur vollzieht sich schließlich erst in der Wahrnehmung des Nutzers und ist für Architekten somit nur eingeschränkt berechenbar. Die Vortragsreihe hinterfragt das komplexe Zusammenspiel von Gefühl und Verstand, welches Architektur in uns auslösen kann.

In vier Veranstaltungen geben Architekten Auskunft über besondere Gestaltungsmöglichkeiten und ihre individuellen Strategien, sich mit unverwechselbarer Handschrift in die Erinnerung der Nutzer einzuschreiben.

 

Einführung und Moderation: Prof. Olaf Lauströer.

In Kooperation mit der Sächsischen Akademie der Künste und mit freundlicher Unterstützung der Deutschen Werkstätten Hellerau.

Veranstaltungsort: HFBK Dresden, Güntzstraße 34, 01307 Dresden
Großer Hörsaal / 2.OG

 

Mittwoch, 6.11.2013 / 20 Uhr / Grosser Hörsaal im 2. OG in der Güntzstraße 34

Alexander Schwarz / David Chipperfield Architects, Berlin

Alexander Schwarz studierte Architektur an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich, der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart und der Universität Stuttgart. Seit 1996 ist er für David Chipperfield Architects tätig, zunächst in London und seit 1998 in Berlin. 2006 wurde er einer der Geschäftsführenden Direktoren und 2011 Partner. Als Design Director ist er u.a für den Entwurf des Neuen Museums und die James-Simon- Galerie auf der Museumsinsel Berlin, das Literaturmuseum der Moderne in Marbach, sowie das Museum Folkwang in Essen verantwortlich. Gastprofessuren führten ihn an die Hochschule für Technik Stuttgart, die Münster School of Architecture und an die Bauhaus-Universität Weimar.

 

Dienstag, 12.11.2013 / 20 Uhr / Grosser Hörsaal im 2. OG in der Güntzstraße 34

Muck Petzet / Muck Petzet Architekten, München

Muck Petzet war 2012 Generalkommissar des Deutschen Pavillons auf der Architekturbiennale in Venedig. Nach dem Studium an der TU München und HdK Berlin arbeitete Muck Petzet zunächst als Architekt bei Herzog & de Meuron Basel. Seit 1993 leitet er - in unterschiedlichen Partnerschaften - ein eigenes Büro in München - seit 2012 mit Andreas Ferstl als Partnerschaftsgesellschaft. Zu den Arbeiten des Büros gehören preisgekrönte Umbauprojekte wie die Rehabilitation des Physikerquartiers in Leinefelde und Hoyerswerda sowie zahlreiche Transformationen /Modernisierungen in und um München. Seit 2012 lehrt Muck Petzet 'Architektur als Ressource’ am Lehrstuhl für Entwerfen und Denkmalpflege an der TU München

 

Mittwoch 27.11.2013 / 20 Uhr / Grosser Hörsaal im 2. OG in der Güntzstraße 34

Hermann Czech / Wien 

Hermann Czech, Architekt in Wien, war als Student bei Konrad Wachsmann an der Sommerakademie Salzburg und diplomierte bei Ernst A. Plischke an der Akademie der bildenden Künste in Wien. Sein ungleichartiges architektonisches Werk umfasst Planungen, Wohn-, Schul- und Hotelbauten ebenso wie Interventionen in kleinem Maßstab und Ausstellungsgestaltungen. Er ist Autor zahlreicher kritischer und theoretischer Publikationen zur Architektur. In seiner Theorie spielen die Begriffe Umbau und Manierismus eine zentrale Rolle.

 

Mittwoch 4.12.2013 / 20 Uhr / Grosser Hörsaal im 2. OG in der Güntzstraße 34

Peter Brückner / Brückner & Brückner Architekten, Tirschenreuth

Peter Brückner studierte Architektur an der Technischen Universität München. Seit 1990 leitet er zunächst mit seinem Vater Klaus-Peter Brückner und seit 1996 mit seinem Bruder Christian Brückner das Büro Brückner & Brückner Architekten mit Sitz in Tirschenreuth und Würzburg. Vor allem im süddeutschen Raum realisierte das Büro seither zahlreiche ausgezeichnete Bauprojekte wie den Kulturspeicher in Würzburg, die Kirche St. Peter in Wenzenbach, das Granitmuseum in Hauzenberg oder die IGZ Softwarescheune in Falkenberg. Peter Brückner hatte überdies mehrere Gastprofessuren inne und ist unter anderem Mitglied im Konvent der Bundesstiftung Baukultur und im Vorstand der Deutschen Gesellschaft für christliche Kunst.