Gemeinsame Vortragsreihe - BAU|KUNST und spannweiten

ER-FINDEN

Erfinden wir im Entwurf unsere Welt neu oder finden wir dabei zu ihr zurück - und sind mit dem ,Finden' und ,Erfinden' gegensätzliche Strategien oder nur unterschiedliche Aspekte desselben kohärenten Handelns bezeichnet? Am Beispiel der Polarität von ,Finden' und ,Erfinden' sollen im Rahmen der Vortragsreihe die Beziehungen künstlerischer Arbeit zur Vergangenheit, zur Zukunft und zur Welt, die uns umgibt, befragt werden. Architekten, Bildende Künstler, Fotografen und Architekturhistoriker sind eingeladen, ihre Positionen und Arbeitsweisen in diesem Spannungsfeld zu beschreiben.

HOCHSCHULE FÜR BILDENDE KÜNSTE DRESDEN
SÄCHSISCHE AKADEMIE DER KÜNSTE
TECHNISCHE UNIVERSITÄT DRESDEN
Mit Unterstützung der Deutschen Werkstätten Hellerau und der Architektenkammer Sachsen, Schüco International KG und FSB GmbH + Co KG. 

29. Oktober 2014, 19:00 Uhr
D i e   V e r a n s t a l t u n g   m u s s   l e i d e r   e n t f a l l e n !  

N E U E R   T E R M I N :
21. Januar 2015, 19:00 Uhr

LUIGI SNOZZI, LOCARNO

Hochschule für Bildende Künste, Güntzstraße 34, Großer Hörsaal im 2. OG Einführung und Moderation: Prof. Olaf Lauströer, HfBK Dresden
Prof. em. Luigi Snozzi, geboren 1932 in Mendrisio (Schweiz), ist einer der einflussreichsten Theoretiker der zeitgenössischen Tessiner Architekturszene. Bauen ist für ihn eine eminent öffentliche Angelegenheit. Dabei verbindet er einen tiefen Respekt vor der Geschichte des Ortes mit einem ebenso intensiven Willen zum kompromisslos zeitgemäßen architektonischen Eingriff. Durch seine Mitarbeit in Planungskollektiven der 1970er Jahre ist Architektur und Bauen für Snozzi eine Auseinandersetzung mit grundsätzlichen Vorstellungen und Erwartungen und enthält dabei immer auch eine politische Dimension.

05. November 2014, 19:00 Uhr

ARNO LEDERER, STUTTGART

Technische Universität Dresden, Zellescher Weg 19, Andreas Schubert Bau, Hörsaal 120
Einführung und Moderation: Prof. Thomas Will, TU Dresden
Prof. Arno Lederer, 1947 in Stuttgart geboren, gründete 1979 sein eigenes Büro, in dem er mit Jórunn Ragnarsdóttir und Marc Oei zusammenarbeitet. Seit 2005 leitet Lederer das Institut für Öffentliche Bauten und Entwerfen an der Universität Stuttgart. Architektenarbeit heißt für Lederer, Orte zu definieren, deren Räume durch ihre körperhaften und taktilen Eigenschaften überzeugen: "Wir mögen die transparenten Glashüllen nicht so sehr. Warum sollen wir in Gebäude gehen, die uns beim Betreten sagen: Du bist wieder draußen." 

12. November 2014, 19:00 Uhr

TOM EMERSON, LONDON

Hochschule für Bildende Künste, Güntzstraße 34, Großer Hörsaal im 2. OG
Einführung und Moderation: Prof. Ivan Reimann, TU Dresden
Prof. Tom Emerson, geboren 1970 in Paris, gründete nach dem Architekturstudium in Bath, London und Cambridge mit Stephanie Macdonald das Büro 6a architects in London. Seit 2001 werden dort Projekte vom Produkt-design bis hin zu Museumsbauten entwickelt. Emerson sucht dabei nach den kulturgeschichtlichen Fundamenten und historischen Arbeitsmethoden, er favorisiert bei Um- und Neubauten Re-Use und Bricolage. Emerson lehrte u.a. an der Architectural Association London und der Universität von Cambridge, 2010 folgte die Berufung zum Professor an die ETH Zürich.

26. November 2014, 19:00 Uhr

JÜRGEN PARTENHEIMER, MÜNCHEN

Technische Universität Dresden, Zellescher Weg 19, Andreas Schubert Bau, Hörsaal 120
Einführung und Moderation: Prof. Ivan Reimann, TU Dresden
Prof. Dr. Jürgen Partenheimer, geboren 1947 in München, studierte Kunstgeschichte, Geschichte und Philosophie sowie Freie Kunst in Deutschland, Spanien, den USA, Mexico und Frankreich. Partenheimer wurde in den 80er Jahren durch seine Teilnahmen an den Biennalen von Paris, São Paulo und Venedig international bekannt. 2014 zeigen die Pinakothek der Moderne, die Deichtorhallen Hamburg, das Gemeente Museum Den Haag und die Contemporary Art Gallery Vancouver Ausstellungen seines Werkes unter dem Titel "Das Archiv".

03. Dezember 2014, 19:00 Uhr

WALTER MAIR, BASEL

Hochschule für Bildende Künste, Güntzstraße 34, Großer Hörsaal im 2. OG
Einführung und Moderation: Prof. Olaf Lauströer, HfBK Dresden
Walter Mair wurde 1960 in Zürich geboren. Im Anschluss an das Fotografie-Studium an der Kunstgewerbeschule Zürich erwarb er 1991 das Diplom für Architektur an der ETH Zürich. Der Fotograf arbeitet in Basel. Seine Arbeiten entstehen im Versuch, den Umgang mit Fotografie in einem ganz einfachen Sinn zu belassen: Irgendwo hinzugehen und von dort Bilder zurückzubringen. Fotografie ist dabei Anlass oder auch Vorwand, sich möglichst ohne vorgefasstes Konzept einem Ort auszusetzen und das Beobachtete in Bilder zu übersetzen.

10. Dezember 2014, 19:00 Uhr

JAN PIEPER, AACHEN 

Technische Universität Dresden, Zellescher Weg 19, Andreas Schubert Bau, Hörsaal 120
Einführung und Moderation: Prof. Thomas Will, TU Dresden
Prof. em. Dr. Jan Pieper, geboren 1944, studierte Architektur in Berlin, Aachen und London, sowie Architekturgeschichte an der London University. Nach langjähriger Tätigkeit als Mitarbeiter von Gottfried Böhm erfolgte im Fach Geschichte der Architekturtheorie die Habilitation am Institut für Kunstgeschichte der RWTH Aachen unter Hans Holländer. Von 1988-93 war er Direktor des Instituts für Architektur- und Stadtgeschichte der TU Berlin, danach bis 2013 Ordinarius für Baugeschichte an der RWTH Aachen.