GEMEINSAME VORTRAGSREIHE - BAU|KUNST UND SPANNWEITEN

HOCHSCHULE FÜR BILDENDE KÜNSTE DRESDEN
SÄCHSISCHE AKADEMIE DER KÜNSTE
TECHNISCHE UNIVERSITÄT DRESDEN
Mit Unterstützung der Deutschen Werkstätten Hellerau und des Graphisoft Center Dresden.

SPUREN

Suchen wir nach Orientierung, so können wir sie dort finden, wo die Gegenwart die Vergangenheit berührt. Spuren von Ereignissen und Artefakten bleiben in der Gegenwart als Zeichen und Wegweiser lesbar. Folgen wir den gegenläufigen Vektoren einer Spur, so fassen wir gleichermaßen ihre Herkunft und die Potentiale ihrer Fortsetzung in den Blick. Es gilt zu erkennen, welche  Spur in die Irre führt und welche es sich zu verfolgen lohnt. Heute ist es nicht mehr selbstverständlich, Spuren aus der Vergangenheit Bedeutung beizumessen und erst recht nicht, ihnen zu folgen. Und doch können sie für Künstler und Architekten nicht nur Fährte zu historischen Bezugspunkten, sondern auch Wegweiser für schöpferisches Handeln sein. 

 

 

MITTWOCH, 25.10.2017, 19 Uhr

Hochschule für Bildende Künste Dresden, Güntzstraße 34, Großer Hörsaal, 2. OG

ARMANDO RUINELLI

Einführung und Moderation:

Prof. Thomas Will, TU Dresden


Der Architekt Armando Ruinelli, 1954 in Soglio/ Schweiz geboren, absolvierte eine Hochbauzeichnerlehre in Zürich, bevor er sich autodidaktisch zum Architekten bildete. 1982 gründete er sein Architekturbüro in seiner Heimat Soglio, einem Bergdorf im Bergell (Graubünden), wo er bis heute lebt und arbeitet. Dort schuf er zahlreiche Bauten, oft in der Verschmelzung alter und neuer Bausubstanz. Seinen Anspruch, einen Ort zeitgenössisch und doch auf den Spuren der Tradition weiterzubauen, hat Ruinelli hier verwirklicht. Als Referent, Gastdozent und Berater ist er international tätig. Seine Arbeit wurde mit zahlreichen Preisen, Publikationen und Ausstellungen gewürdigt.

 

 

MITTWOCH, 22.11.2017, 19 Uhr

Technische Universität Dresden, Zellescher Weg 19, ASB Hörsaal 120

CHRISTIAN INDERBITZIN

Einführung und Moderation:

Prof. Ivan Reimann, TU Dresden


Der Architekt Christian Inderbitzin, 1977 in Kilchberg /Schweiz geboren, absolvierte ein Architekturstudium an der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) Zürich und gründete 2004 zusammen mit Elli Mosayebi und Ron Edelaar sein Architekturbüro. Der Zusammenhang von Architektur und Natur, ihre Ähnlichkeit und Verbundenheit steht bei seinen Projekten im Mittelpunkt. Inderbitzin ist 2014 in den Bund Schweizer Architekten aufgenommen worden und ist neben seiner städtebaulichen Tätigkeit auch Gastdozent an der ETH Lausanne und der ETH Zürich sowie Juror bei verschiedenen Architekturwettbewerben, u.a. bei dem diesjährigen Realisierungswettbewerb der Initiative Kooperative Großstadt eG in München.

 

 

MITTWOCH, 29.11.2017, 19 Uhr

Technische Universität Dresden, Zellescher Weg 19, ASB Hörsaal 120

MARTIN HONERT

Einführung und Moderation:

Prof. Olaf Lauströer, HfBK Dresden


Der Künstler Martin Honert, 1953 in Bottrop geboren, studierte an der Staatlichen Kunstakademie in Düsseldorf. 1995 gestaltete er zusammen mit Katharina Fritsch und Thomas Ruff den deutschen Pavillon auf der 46. Biennale in Venedig. 1998 erfolgte die Berufung als Professor an die Hochschule für Bildende Künste Dresden. Im Fokus seiner Lehre steht das ‚Dreidimensionale Gestalten‘ mit den Schwerpunkten Plastik und Skulptur. In seinen Werken setzt sich Honert vor allem mit Erfahrungen aus der eigenen Kindheit auseinander. Die entstehenden dreidimensionalen Objekte basieren auf Erinnerungen oder Fundstücken. Martin Honert lebt und arbeitet in Dresden und Düsseldorf.

 

 

MITTWOCH, 13.12.2017, 19 Uhr

Hochschule für Bildende Künste Dresden, Güntzstraße 34, Großer Hörsaal, 2. OG

VÉRONIQUE FAUCHEUR / MARC POUZOL

Einführung und Moderation:

Prof. Anna Viader, TU Dresden


Véronique Faucheur und Marc Pouzol führen partnerschaftlich das 2001 in Berlin gegründete ‚atelier le balto‘ (Mitbegründer Laurent Dugua). Zuvor haben beide in Frankreich vielfältige berufliche und akademische Ausbildungen in den Bereichen Städtebau, Architektur, Landschaftsplanung, Choreografie, Landschaftstechnik und Gartenbau absolviert. Das Atelier ist auf die Transformation von Außenräumen spezialisiert, wobei es oft mit geringfügigen Eingriffen Orten eine neue Qualität verleiht. Zusammen mit Marc Vatinel aus Le Havre hat das atelier le balto viele Gärten, Parks und kulturell bedeutsame Orte geschaffen, wie die am Hamburger Bahnhof in Berlin oder am Palais de Tokyo in Paris.

 

 

MITTWOCH, 24.01.2018, 19 Uhr

Hochschule für Bildende Künste Dresden,

Güntzstraße 34, Großer Hörsaal, 2. OG

JAN DE VYLDER

Einführung und Moderation:

Prof. Olaf Lauströer, HfBK Dresden


Der Architekt Jan de Vylder, 1968 in Sint-Niklaas/ Belgien geboren, studierte am Hoger Architektuur Instituut Sint-Lucas in Gent. 2010 gründete er gemeinsam mit Inge Vinck und Jo Taillieu ein Architekturbüro. Mit ihren Projekten zählen sie zu den Protagonisten einer inzwischen international beachteten flämischen Architekturszene, deren Vertreter vor allem im Umgang mit dem baulichen Bestand zu unkonventionellen Lösungen finden. Ein Querschnitt des OEuvres der ‚architecten de vylder vinck taillieu‘ war 2016 im belgischen Pavillon der Architekturbiennalein Venedig zu sehen. Jan De Vylder hat zahlreiche Lehraufträge und Gastprofessuren inne, 2017 wurde er als Professor für Architektur und Entwurf an die ETH Zürich berufen.

 

 

MITTWOCH, 31.01.2018, 19 Uhr

Technische Universität Dresden, Zellescher Weg 19, ASB Hörsaal 120

STEPHEN BATES

Einführung und Moderation:

Prof. Ivan Reimann, TU Dresden


Der Architekt Stephen Bates, 1964 in London geboren, graduierte 1989 am Royal College of Art in London. 1996 gründete er zusammen mit Jonathan Sergison das Büro Sergison Bates in London, 2010 wurde ein zweites Büro in Zürich eröffnet. Die Projekte des Büros basieren auf einer sensiblen Auseinandersetzung mit dem jeweiligen Ort, der Beschäftigung mit der Wirkung von Materialien und Konstruktion und der Berücksichtigung gesellschaftlicher, wirtschaftlicher und energetischer Fragen in Bezug auf die Nachhaltigkeit. Seit dem Wintersemester 2010/11 hat Stephen Bates eine Professur für Städtebau und Wohnungswesen an der Technischen Universität München inne.