Kunstgeschichte

Lehrveranstaltungen Sommersemester 2019

Prof. Dr. Angela Matyssek

Kunstgeschichte der Moderne und Gegenwart

Büro

Güntzstraße 34, Raum 220
Fon: 0351.4402-2275
ab April 2019 matyssek@hfbk-dresden.de

Sprechstunde: dienstags 15:00 - 16:00 Uhr und nach Vereinbarung

Sekretariat für theoretische und anwendungsorientierte Lehrgebiete

Frau Hering
Mo / Di: 13:00 – 16:00 Uhr, Mi / Fr: 13:00 – 15:00 Uhr, Do: 9:00 – 11:00 Uhr
Güntzstraße 34, Raum 203
Fon: 0351.4402-2137
hering@hfbk-dresden.de

 

Seminar

Re-Inszenierungen: Remakes, Re-enactments, Reste

Montags, 17:15 – 18:45 Uhr
Beginn: 08.04.2019
Güntzstr. 34, Raum 229

Seit den 1970er Jahren bedienen sich Künstler verstärkt Strategien der Re-Inszenierung: Gemälde werden adaptiert, Fotografien nachgestellt, Performances vergangener Jahrzehnte wiederaufgeführt. Im Rahmen des Seminars untersuchen wir Formen, Absichten und Kontexte von Aneignungen, Wiederholungen und Aktualisierungen. Dabei stehen nicht nur Werke von Künstlerinnen wie Allan Kaprow, Cindy Sherman oder Marina Abramovic zur Diskussion, sondern auch das parallele restauratorische und kuratorische Interesse, das sich etwa in Diskussionen um Nachbildungen verlorener Kunst (Naum Gabo oder Eva Hesse) oder Rekonstruktionen von Ausstellungen („When Attitudes Become Form“, Bern 1969/Venedig 2013) zeigt. Thema sind damit auch die Grenzziehungen und -überschreitungen zwischen beiden Bereichen. Denn einigen künstlerischen Ansätzen geht es um Erhaltung und Tradierung während andere Re-Inszenierungen des Kunst- und Kulturbetriebs als Überformung von Kunstwerken kritisiert werden.

Literatur zur Orientierung:

Kunst & Wiederholung. Strategie, Tradition, Ästhetischer Grundbegriff, hg. von Till Julian Huss und Elena Winkler, Berlin 2017; „Wiederholungstäter“. Die Selbstwiederholung als künstlerische Praxis in der Moderne, hg. von Verena Krieger und Sophia Stang, Köln u. a. 2017; Ausst.kat. Re-Mastered. Die Kunst der Aneignung, hg. von Florian Steininger und Verena Gamper, Kunsthalle Krems, Köln 2017; Ausst.kat. Déjà-Vu? Die Kunst der Wiederholung von Dürer bis Youtube, hg. von Ariane Mensger, Kunsthalle Karlsruhe, Bielefeld 2012; Die Ausstellungskopie. Mediales Konstrukt, materielle Rekonstruktion, historische Dekonstruktion, hg. von Annette Tietenberg, Köln u. a. 2015.

Module: Fakultät I, 4 & 8 (Bildende Kunst); Fakultät II, 11 (Bühne); T2 & T3 (FHS); M8A/B & M13 (Restaurierung)

 

Seminar

Zeitgenössische Kunst in Dresden

Dienstags, 13:30 - 15:00 Uhr, z.T. geblockt vor Ort
Beginn: 09.04.2019
Güntzstr. 34, Raum 228

„Zeitgenössische Kunst“ umschreibt ein heterogenes Feld von Praktiken, Materialien, Medien, Themen und institutionellen Verankerungen und ist eine umstrittene Bezeichnung. In dieser Übung wollen wir uns sowohl in Theorielektüre als auch vor Ort in Dresdner Sammlungen sowie im öffentlichen Raum dem Bereich des Zeitgenössischen und seinen Herausforderungen widmen und uns mit einzelnen Kunstwerken auseinandersetzen. Mit welchen Begriffen und Bewertungskriterien wird zeitgenössischer Kunst begegnet? Wie wird sie ausgestellt, musealisiert und vermittelt? Und was macht das spezifisch Zeitgenössische eigentlich aus? Wir treffen außerdem Mitarbeiterinnen von Sammlungen und Galeristen zu Gesprächen über ihre Perspektiven und ihre Arbeit, um Einblick in einzelne Institutionen und in Bereiche wie das Kuratieren, Vermitteln und Verkaufen zu bekommen.

ACHTUNG: Beschränkung auf 15 Studierende, Anmeldung per Email bitte ab 1.4. an hering@hfbk-dresden.de.

Literatur zur Orientierung:

Juliane Rebentisch, Theorien der Gegenwartskunst, Hamburg 2013; Peter Osborne, Anywhere or not at all. Philosophy of Contemporary Art, London 2013; Richard Meyer, What was Contemporary Art?, Cambridge (Mass.), 2013; Pamela Lee, Forgetting the Art World, Cambridge (Mass.), 2012; David Joselit, After Art, Princeton 2012; Verena Krieger (Hg.), Kunstgeschichte und Gegenwartskunst. Vom Nutzen und Nachteil der Zeitgenossenschaft, Köln 2008; Texte zur Kunst, Heft 74 (Thesen zur Gegenwartskunst), Juni 2009.

Module: Fakultät I, 4 & 8 (Bildende Kunst); Fakultät II, 11 (Bühne); T2 & T3 (FHS); M8A/B & M13 (Restaurierung)

 

Seminar

Partizipation

Dienstags, 17:15 - 18:45 Uhr
Beginn: 09.04.2019
Güntzstr. 34, Raum 229

Partizipationskunst sucht ihre Rezipienten zu aktivieren und Grenzen zwischen Produktion und Rezeption durchlässig zu machen. Sie stellt damit Konzepte von Werk, Original, Autorschaft oder Betrachtung zur Disposition. Partizipationskunst impliziert häufig Gesellschaftskritik und der Kunst wird dabei mitunter ein hohes Veränderungspotential zugetraut. Aber welcher Handlungsspielraum wird den Betrachterinnen jeweils eröffnet? Welche politischen, sozialen und ästhetischen Konzepte und Ziele verfolgen die Künstlerinnen? Nach welchen Kriterien bestimmt man Erfolg und/oder Qualität von Partizipationskunst? Und auch: Welche methodischen Herausforderungen stellt Partizipationskunst an eine kunstkritische und -historische Auseinandersetzung und wie wurde versucht, diese produktiv zu wenden? Wir werden Beispiele von Fluxus bis zum Aktivismus von Künstlern wie Yoko Ono, Martha Rosler oder Rirkrit Tiravanija diskutieren und uns mit Texten von Roland Barthes, Umberto Eco und Nicolas Bourriaud auseinandersetzen.

Literatur zur Orientierung:

Claire Bishop, Artificial Hells. Participatory Art and the Politics of Spectatorship, London 2012; Ausst.kat. The Art of Participation. 1950 to Now, hg. von Rudolf Frieling u. a., San Francisco 2008; Particiption, hg. von Claire Bishop (Documents of Contemporary Art), London und Cambridge 2006; Lars Blunck, Between Object & Event. Partizipationskunst zwischen Mythos und Teilhabe, Weimar 2003; Ausst.kat. Out of Actions. Between Performance and the Object 1949–1979, hg. von Paul Schimmel, Museum of Contemporary Art, Los Angeles, New York 1998.

Module: Fakultät I, 4 & 8 (Bildende Kunst); Fakultät II, 11 (Bühne); T2 & T3 (FHS); M8A/B & M13 (Restaurierung)

 

Kolloquium

Ateliergespräche

Mittwochs, ab 16 Uhr
Beginn: 10.04.2019

Ateliergespräche dienen der Präsentation und Diskussion laufender oder geplanter künstlerischer Projekte. Ort und Zeit sowie Format werden gemeinsam festgelegt.