Kunstgeschichte

Lehrveranstaltungen Wintersemester 2018/19

Prof. Dr. Marion Hilliges

Allgemeine Kunstgeschichte bis 1800
in Vertretung von Prof. Dr. Bettina Uppenkamp

Büro

Güntzstraße 34, Raum 204
Fon: 0351.4402-2136
hilliges@hfbk-dresden.de

Sekretariat für theoretische und anwendungsorientierte Lehrgebiete

Frau Hering
Mo / Di: 13:00 – 16:00 Uhr, Mi / Fr: 13:00 – 15:00 Uhr, Do: 9:00 – 11:00 Uhr
Güntzstraße 34, Raum 203
Fon: 0351.4402-2137
hering@hfbk-dresden.de

Sprechstunde

montags 17:30 - 18:30 Uhr
Um Anmeldung per E-Mail wird gebeten: hilliges©hfkb-dresden.de


Ausstellungsseminar

Objekte – Peter Behrens im Archiv der Avantgarden

Dienstags, 13:30 - 17:00 Uhr
Beginn: 16.10.2018
Güntzstraße 34, Raum 228

Mit der Berufung des Direktors der Düsseldorfer Kunstgewerbeschule, Professor Peter Behrens, in den künstlerischen Beirat der AEG nach Berlin, wurden die Weichen für den neuen Prototypen des Industriedesigners gestellt. Peter Behrens sah dabei seine Aufgabe nicht auf den neuen Bereich der „Produktgestaltung“ beschränkt, sondern verstand die Berufung als einen umfassenden künstlerischen Gestaltungsauftrag, der im Sinne eines Corporate Designs vom Produktdesign über die Werbegrafik bis hin zur architektonischen Gestaltung der Fabriken und der Arbeiterwohnsiedlungen reichte. Sein Ziel war die Bildung einer „allgemeinen Geschmackskultur“: Die „Kunst“ sei durch industriell produzierte „Gebrauchskunst“ in die „weitesten Schichten der Bevölkerung zu tragen“ (Behrens 1917).

Peter Behrens war als Lehrer von Walter Gropius und Mies van der Rohe sowie als Mitbegründer des deutschen Werkbundes eine Leitfigur in der Diskussion um die neue Sachlichkeit in Deutschland und stellte durch seine Arbeit entscheidende Weichen für die Gründung des Bauhauses. Dementsprechend soll ihm im Jahr 2019, dem 100. Jubiläumsjahr des Bauhauses eine Kurz-Ausstellung im Archiv der Avantgarden in Dresden gewidmet werden. 

Im Fokus der Ausstellung stehen Objekte, die Peter Behrens vorwiegend für die AEG entworfen hat, wie seine berühmten Wasserkessel und Ventilatoren, aber auch Briefmarken und Werbegeschenke. Der reiche Fundus an Behrensobjekten im Archiv der Avantgarden soll die Seminarteilnehmer aber zugleich zu eigenen künstlerischen Prozessen anregen, die im Zusammenhang der Ausstellung präsentiert werden sollen. Teil der Präsentation ist dabei auch der Entwurf und die Anfertigung der Ausstellungsarchitektur.     

Für den Scheinerwerb wird eine regelmäßige Teilnahme vorausgesetzt. Es sollen zudem wissenschaftliche Texte in Form von Katalogbeiträgen erarbeitet werden.  

Einführungsliteratur:       

Peter Behrens: 1868/2018, Ausstellungskatalog, Museum für Angewandte Kunst Köln, LVR-Industriemuseum Peter-Behrens-Bau, Oberhausen, Kunstmuseen Krefeld, Kaiser Wilhelm Museum, Krefeld, Dortmund: Kettler, 2018.

Robin Schuldenfrei: Luxury and modernism: architecture and the object in Germany, 1900-1933

Princeton and Oxford : Princeton University Press, 2018.

Peter Behrens: vom Jugendstil zum Industriedesign; Ausstellungskatalog, (Kunsthalle Erfurt, 24. März bis 16. Juni 2013, ; Ausstellung im Rahmen des Van-de-Velde-Jahres 2013 in Thüringen und Sachsen), hg. von  Thomas Föhl und Sabine Beneke, Weimar 2013.

Tilmann Buddensieg: Industriekultur: Peter Behrens und die AEG ; 1907 – 1914, 3., unveränderte Auflage. - Berlin : Gebr. Mann, 1990.

Module: Fakultät I, 4 / 8 (Bildende Kunst); Fakultät II, 11 (Bühne); T2 / T3 (FHS); M 8A/12 (Restaurierung).


Seminar

Ich – Das Selbstbildnis in der Kunst (1500 -1900)

Montags, 15:30 - 17:00 Uhr
Beginn 15.10.2018
Güntzstr. 34, Hörsaal

Die Auseinandersetzung mit dem eigenen Selbst, mit der eigenen Identität hat sich in zahlreichen Gattungen manifestiert. So gibt es in den literarischen Gattungen Beschreibungen des eigenen Erscheinungsbildes ebenso wie dessen Eigenschaften, Taten oder Beziehungen, mit denen die künstlerische Selbstdarstellung inszeniert wird. Auch in der Bildenden Kunst gibt es zahlreiche Möglichkeiten die individualisierte Künstlerpersönlichkeit darzustellen. Die Signatur ersetzt insbesondere in der Antike und im Mittelalter oft das physiognomische Abbild. Der Künstler ist an seinem Namen erkennbar. Später ersetzt durch das Selbstbildnis, das in erzählerischen Szenen verborgen wurde, um damit zumindest im näheren Umfeld und Auftraggeberkreis auf die Eigenhändigkeit des Werkes zu verweisen. Erst ab dem 15. Jahrhundert wurden das moralisierende stellvertretende Bildnis und das autonome Selbstbildnis als Zeichen einer neuen gesellschaftlichen Stellung des Künstlers immer präsenter. Auch hierbei steht nicht nur das physiognomische Abbild im Zentrum, sondern auch die Darstellung von Gemütszuständen und von Wesenseigenschaften, von Beziehungen oder von Hinweisen auf das persönliche Umfeld des Porträtierten. Im 19. Jahrhundert ist schließlich eine Ablehnung oder gar Dekonstruktion des Selbstbildnisses zu verzeichnen.

In dem Seminar sollen vorwiegend Selbstbildnisse der bildenden Kunst auf die konkrete und spezifische Absicht zur Selbstdarstellung und die dafür gewählten Mittel untersucht werden.

Für den Scheinerwerb wird eine regelmäßige Teilnahme vorausgesetzt, sowie die Übernahme eines Referates und die Verschriftlichung des Referatsthemas (wiss. Arbeit, ca. 8 Seiten)  

Einführende Literatur:

Ulrich Pfisterer, Der Künstler als Kunstwerk: Selbstporträts vom Mittelalter bis zur Gegenwart, Stuttgart: Philipp Reclam jun., 2005.

Omar Calabrese, Die Geschichte des Selbstporträts, München: Hirmer, 2006.

Module: Fakultät I, 4 / 8 (Bildende Kunst); Fakultät II, 11 (Bühne); T2 / T3 (FHS); M 8A/12 (Restaurierung).


Offener Dialog

Ateliergespräche

Termine nach Vereinbarung
Beginn: 16.10.2018
Ort nach Vereinbarung
hilliges@hfbk-dresden.de

Ateliergespräche dienen der Präsentation und gemeinsamen Diskussion laufender oder in Planung befindlicher künstlerischer Projekte. Ziel ist eine kritische Reflexion und Klärung der eigenen Arbeit und Ansprüche im Gespräch, das unter anderem dazu beitragen sollte, die Möglichkeiten und Fähigkeiten zur Verbalisierung und begrifflichen Artikulation zu schärfen. Zur Sprache kommen sollten dabei historische Horizonte wie aktuelle Kontexte, einschließlich der eigenen Arbeitsbedingungen. Die Initiative zum Gespräch geht gleichermaßen von Studierenden wie Lehrenden aus. Ort und Zeit werden gemeinsam festgelegt.