Philosophie/Ästhetik

Lehrveranstaltungen Sommersemester 2017

Dr. phil. Peter Heuer

Sprechstunde: Nach Vereinbarung

Seminar

Kunst - Götter - Mythen
Einführung in Schellings Philosophie der Kunst

ORT: Günzstraße 34, Raum 229
ZEIT: 14-tägig, Montag, 11.00 – 15.00 Uhr
BEGINN: 10.04.2017

Für den Philosophen Friedrich Wilhelm Joseph Schelling ist Kunst die höchste Form der Erkenntnis. Eigentlicher Gegenstand der Künste und insbesondere der bildenden Kunst ist der Mythos: „Was für die Philosophie Ideen sind, sind für die Kunst Götter, und umgekehrt“, schreibt Schelling. Gleich zu Beginn der menschlichen Kultur, so Schelling, zeigt sich diese Art poetischer Welterschließung. Unsere Wirklichkeit ist bestimmt von Geburt und Tod, Himmel und Erde, Leidenschaft und Vernunft, Kriegskunst und Handwerk, und alle diese Dimensionen unseres Seins haben ihre je eigene Gottheit, welche die Strukturen dieser Dimensionen personifiziert. Darin sind sowohl ihre typischen Leistungen als auch ihre Begrenzungen und Einseitigkeiten einbegriffen. Begrenzung und Einseitigkeit macht die bildnerische Darstellung der einzelnen Gottheiten erst möglich. Vollkommenheit in allen Bereichen wäre hingegen der Möglichkeit der Darstellung entzogen.

Im Seminar wollen wir versuchen, Schellings Kunstphilosophie zu verstehen, und überlegen, in wie weit sich auch heutiges Kunstschaffen noch an ihren Grundgedanken orientieren kann.

Teilnahmebedingung ist die regelmäßige und aktive Beteiligung ab der 1. Sitzung (10.04.2017) durch vorbereitende Lektüre der angegebenen Texte für jede Sitzung, Diskussionsbeiträge und ein Referat mit Thesenpapier. So soll neben dem Einstieg in die philosophischen Problemstellungen auch das selbstständige Erarbeiten und Präsentieren eines Sachbeitrags sowie das Argumentieren in Diskussionen eingeübt werden. Die Referate werden nur in der ersten Sitzung vergeben. Module siehe Übersicht

Textgrundlage: Friedrich Wilhelm Joseph Schelling, Texte zur Philosophie der Kunst, Stuttgart: Reclam Verlag 2004 (Reclams Universal-Bibliothek Nr. 5777).