Philosophie/Ästhetik

Lehrveranstaltungen Sommersemester 2017

Prof. Dr. Constanze PERES

Sprechstunde: Dienstags, 17:00 - 18:00 Uhr

Blockseminar

Kunstwerke - "About-Sein" und Interpretation
Einführung in Arthur C. Dantos Kunstphilosophie

ORT: Güntzstr. 34 / Raum 229
ZEIT: Blockseminar

Dienstag

04. 04. 2017

15.00 – 18.00

R 229

OSTERN

Dienstag

18. 04. 2017

14.30 – 18.30

R 229

Mittwoch

19. 04. 2017

14.30 – 18.30

R 229

Donnerstag

20. 04. 2017

14.30 – 18.30

R 229

Freitag

21. 04. 2017

10.00 – 14.00

R 229

BEGINN: Dienstag, 04.04.2017

Der amerikanische Philosoph Arthur C. Danto (1924-2013) studierte Bildende Kunst und schloss eine künstlerische Ausbildung mit dem Bachelor ab, bevor er nach seinem Philosophiestudium zu einem der einflussreichsten Kunstphilosophen unserer Zeit avancierte. In seiner Theorie geht es ihm um die philosophische Neubestimmung der Kunst und die Entwicklung eines angemessenen Begriffs des Kunstwerks, der für die Unterscheidung zwischen Alltags- und Kunstgegenständen tauglich ist. Dafür führt er den heute geläufigen Begriff der „Kunstwelt“ („artworld“) in die Diskussion ein. Sie ist jedoch in seiner Konzeption nicht primär eine ökonomische Institution, die etwas dank ihrer institutionellen Macht zum Kunstwerk erklärt. Vielmehr schafft die Diskussion und „Tiefeninterpretation“ der Akteure der Kunstwelt den Kontext, innerhalb dessen das „About-Sein“ von Werken erkannt und ihnen der Status der Kunst zuerkannt wird. Das Seminar will in argumentativer Auseinandersetzung mit Dantos Grundgedanken und –begriffen in eine der führenden zeitgenössischen Kunstphilosophien einführen.

Teilnahmebedingung ist die regelmäßige und aktive Beteiligung ab der 1. Sitzung (4. April 2017) durch vorbereitende Lektüre der angegebenen Texte für jede Sitzung, Diskussionsbeiträge und ein Referat mit Thesenpapier. Die Referate werden nur in der ersten Sitzung vergeben.

Textgrundlage: Darüber wird in der 1. Sitzung (Einführung) am 4. April 2017 informiert.

Module siehe Übersicht.

Seminar

Der Sinn des Sehens
Visuelles Denken und wissendes Sehen in Alltagserkenntnis, Kunst und Wissenschaft

ORT: Güntzstraße 34,  R 229
ZEIT: Dienstag, 15:30 - 17:00 Uhr
BEGINN: Dienstag, 11.04.2017

Nirgends kommt dem Sehen eine so ausschließliche Bedeutung zu wie in den Bildenden Künsten. Aber darüber hinaus hat es eine herausragende Bedeutung in der gesamten Geschichte des Denkens, und evoziert in dem doppeldeutigen Ausdruck „Sinn des Sehens“ eine Fülle von Fragen: Ist das Sehen mit dem Gesichtssinn tatsächlich schon Sehen, das irgendeinen Sinn erschließt? Oder ist Sehen in diesem Sinne immer schon Sehen-als-etwas und es gibt kein „unschuldiges Auge“? Kann der sehende Weltzugang, z.B. in der Bildenden Kunst, wahre Zusammenhänge vermitteln, oder unterliegt er wie jede empirische Erfassung Sinnestäuschungen, Illusionen und den Einseitigkeiten der unhintergehbaren individuellen Perspektivik? In der (abendländischen) Philosophie wurde das Sehen außerdem immer als herausragend sinnstiftender Sinn thematisiert. Metaphern für Erkenntnis aus dem Bereich des Sehens wie der „Überblick“ über eine komplexe Sachlage, das „Durchschauen“ eines Problems, die Idee der „Vorstellung“ als innere „Bilder“ werfen weitere Fragen auf nach „äußerem Sehen“ und „innerer Schau“, nach der Rationalität des Sehens einerseits und der Visualität des Denkens andererseits.

Teilnahmebedingung ist die regelmäßige und aktive Beteiligung ab der 1. Sitzung (11. April 2017) durch vorbereitende Lektüre der angegebenen Texte für jede Sitzung, Diskussionsbeiträge und ein Referat mit Thesenpapier; Die Referate werden nur in der ersten Sitzung vergeben.

Textgrundlage: Darüber wird in der 1. Sitzung (Einführung) am 11. April 2017 informiert.

Module siehe Übersicht.

Textgrundlage: Reader mit Texten zu verschiedenen Typen philosophischer Gedankenspiele. Im Semesterapparat (Bibliothek) liegt zu Semesteranfang ein Text bereit, von dem sich jeder sein Exemplar kopieren kann.

Übung/Kolloquium

Lektüre philosophischer Texte
ORT: nach Vereinbarung
ZEIT: Montag, ab 15:00 Uhr und nach Vereinbarung
BEGINN: 10.04.2017

Die Lehrveranstaltung will dem vielfach geäußerten Interesse der Studierenden nachkommen, im gemeinsamen Interpretieren und Diskutieren in kleineren Gruppen philosophische Texte zu lesen, die sie „immer schon einmal lesen wollten“ oder speziellen Projekten zugrunde legen . Dabei kann es um philosophische Denkansätze gehen, an die sich die Studierenden in einsamer Lektüre nicht herantrauen (z.B. Michel Foucaults „Was ist ein Autor?“ oder Martin Heideggers, im Austausch mit Edoardo Chillida verfasster Aufsatz „Kunst und Raum“ oder Karl Marx’ Begriff der entfremdeten Arbeit). Ebenso können für philosophisch schwierige Texte, zu denen in den Seminaren Referate vorzubereiten (und später Seminararbeiten zu verfassen) sind und die in ihrer theoretischen Kompliziertheit manchem Studierenden sprachlich und argumentativ fremd bleiben, Sondertermine eingerichtet werden, an denen die Lektüre in kleineren Gruppen eingeübt wird. Es können aber auch speziellere philosophische Sichten auf bestimmte Gedankenkomplexe (z.B. „Natur“, „Liebe“, „Glück“, „Leben“ oder „Tod“) im Fokus des Interesses stehen, die gerade in einem Klassenprojekt das Semesterthema bilden und/ oder sich nicht für den großen Hörerkreis der Seminare und Vorlesungen eignen oder dort aktuell nicht angeboten werden. Dabei kann es sich um die Lektüre und Analyse von Texten zu theoretischen Grundbegriffen der Konservierung und Restaurierung von Kunstwerken handeln oder es können Diskussionen zum philosophischen Hintergrund von Theaterstücken und Opernlibretti für die Erarbeitung eines Semesterthemas gefragt sein oder umgekehrt Texte der Ideengeschichte, die als Grundlage für eine theatrale Umsetzung dienen und entsprechend bearbeitet werden sollen (z.B. das Projekt „Rousseau: Traktat von der Ungleichheit …“).

Lehrende, die mit ihren Klassen oder Projektgruppen an diesem Angebot Interesse haben, oder Studierende, die im kleineren Kreis ihre Wunschtexte und -themen mit mir lesen und diskutieren wollen, bitte ich wegen der Vorbereitung der Texte und der Terminplanung darum, sich rechtzeitig zu Semesterbeginn per e-mail zu melden!

Kolloquium

Philosophische Ateliergespräche

ORT: nach Vereinbarung
ZEIT: Montag oder Donnerstag ab 15:00 Uhr und nach Vereinbarung
BEGINN: 06.04.2017

In jedem künstlerischen Prozess ergeben sich Fragen, deren philosophische Diskussion vor den Werken zur Klärung der weiteren kreativen Schritte/ Entwicklung beitragen kann. Zugleich führt eine solche philosophische Auseinandersetzung im Atelier zu weiterreichenden Aufschlüssen über den Kunstbegriff, über verschiedene Theorien und zur Selbstsituierung der eigenen künstlerischen Position.

Das Nachdenken und die gemeinsame Diskussion über Strukturen der Kreativität, den Begriff des „Neuen“, über die künstlerische Auseinandersetzung mit der Wirklichkeit und „Weisen der Welterzeugung“ findet in kleineren Gruppen (ca. 3 bis 10 Studierende) und in der Anbindung an die aktuellen künstlerischen Arbeiten statt. In den Projekten der Studierenden von Bühnenbild und Theaterausstattung, deren Semesterthema in der szenischen Ausstattung bestimmter Bühnenwerke besteht, bildet deren Interpretation von Theaterstücken und Opern sowie die philosophische Erörterung ihrer theatralen Fragestellungen den Schwerpunkt (siehe auch 3.). In der Restaurierung stehen hauptsächlich terminologische, interpretatorische und ethische Fragestellungen zur Diskussion (siehe auch 3.). Die Initiative zu den Gesprächen geht von den Studierenden (und/oder Lehrenden) aus; Ort und Zeit werden zu Semesterbeginn festgelegt. Wegen der individuellen Terminplanung bitte rechtzeitig zu Semesterbeginn mit mir in Verbindung setzen!

Doktorandenkolloquium

ORT: nach Vereinbarung
ZEIT: Mittwoch und nach Vereinbarung
BEGINN: 12.04.2017