Philosophie/Ästhetik

Lehrveranstaltungen Sommersemester 2018


Prof. Dr. Constanze PERES

Sprechstunde: Dienstags, 17:00 - 18:00 Uhr


Blockseminar

Hegels Ästhetik II: Das System der Künste

Einführung in Georg Wilhelm Friedrich Hegels Kunstphilosophie

ORT: Güntzstraße 34, Raum 215
ZEIT: Blockseminar

Dienstag

03.04.2018

15.30 – 18.30

R 215

 

Montag

16.04.2018

14.00 – 18.30

R 215

Dienstag

17.04.2018

14.00 – 18.30

R 215

Mittwoch

18.04.2018

14.00 – 18.30

R 215

Freitag

20.04.2018

11.00 – 15.30

R 215

BEGINN: Dienstag, 03.04.2018

Georg Wilhelm Friedrich Hegel zählt zu den wichtigsten Philosophen in Geschichte und Gegenwart und seine Kunstphilosophie prägt bis heute unser Denken über Kunst: sei es, dass seine Dialektik der Kunst und ihrer Entwicklung neu entdeckt wird, sei es, dass sein Kunstbegriff die Negativfolie für Konzeptionen bildet, die für eine Entgrenzung der Kunst votieren. Die Kunst ist in seinem gewaltigen philosophischen System eine der höchsten Weisen des Geistes, die Wirklichkeit und sich selbst zu erkennen. Hegel bestimmt sie als Hervorbringung und Selbstreflexion des Geistes in der sinnlichen Erscheinung. Eine prozessuale, auf die Rezipienten erweiterten Kunstauffassung, wie sie in vielen heutigen Theorien vertreten wird, findet ihre Grundlage in seinem dialektischen Begriff der Kunst. Die daraus erwachsende Entwicklung der prinzipiellen Formen von Kunst in der Geschichte beeinflusste die Kunstwissenschaften und provozierte auch scharfe Kritik. Aus seinem Begriff der Kunst entfaltet Hegel als erster Philosoph ein System der Künste, das wir heute selbstverständlich mitdenken, wenn künstlerische Arbeiten der Malerei oder Skulptur, der Oper oder Instrumentalmusik, der Lyrik oder dem Theater zugeordnet werden – oder wenn wir auf dieser Basis von der Entgrenzung des Kunstbegriffs, der Aufweichung der künstlerischen Gattungsgrenzen oder von neuen Künsten sprechen.  

Teilnahmebedingung ist die regelmäßige und aktive Beteiligung ab der EinführungsSitzung (03. 04. 2018) durch vorbereitende Lektüre der angegebenen Texte für jede Sitzung, Diskussionsbeiträge und ein Referat mit Thesenpapier. Die Referate werden nur in der ersten Sitzung vergeben.

Module siehe Übersicht.

Textgrundlage: Reader mit Texten aus Hegels Ästhetik.


Seminar

Der Sinn des Sehens

Visuelles Denken und wissendes Sehen in Alltagserkenntnis, Kunst und Wissenschaft

ORT: Güntzstraße 34,  R 229
ZEIT: Dienstag, 15:30 - 17:00 Uhr
BEGINN: Dienstag, 10.04.2018

Nirgends kommt dem Sehen eine so ausschließliche Bedeutung zu wie in den Bildenden Künsten. Aber darüber hinaus hat es eine herausragende Bedeutung in der gesamten Geschichte des Denkens, und evoziert in dem doppeldeutigen Ausdruck „Sinn des Sehens“ eine Fülle von Fragen: Ist das Sehen mit dem Gesichtssinn tatsächlich schon Sehen, das irgendeinen Sinn erschließt? Oder ist Sehen in diesem Sinne immer schon Sehen-als-etwas und es gibt kein „unschuldiges Auge“? Kann der sehende Weltzugang, z.B. in der Bildenden Kunst, wahre Zusammenhänge vermitteln, oder unterliegt er wie jede empirische Erfassung Sinnestäuschungen, Illusionen und den Einseitigkeiten der unhintergehbaren individuellen Perspektivik? In der (abendländischen) Philosophie wurde das Sehen außerdem immer als herausragend sinnstiftender Sinn thematisiert. Metaphern für Erkenntnis aus dem Bereich des Sehens wie der „Überblick“ über eine komplexe Sachlage, das „Durchschauen“ eines Problems, die Idee der „Vorstellung“ als innere „Bilder“ werfen weitere Fragen auf nach „äußerem Sehen“ und „innerer Schau“, nach der Rationalität des Sehens einerseits und der Visualität des Denkens andererseits.

Um den Studierenden, die im Wintersemester 2017/ 18 keinen Platz in dem Seminar bekommen haben, Gelegenheit zu geben, sich mit dem philosophischen Thema „Sehen“ zu beschäftigen, wird das Seminar in diesem Sommersemester noch einmal angeboten.

Teilnahmebedingung ist die regelmäßige und aktive Beteiligung ab der 1. Sitzung (10. 04. 2018) durch vorbereitende Lektüre der angegebenen Texte für jede Sitzung, Diskussionsbeiträge und ein Referat mit Thesenpapier; Die Referate werden nur in der ersten Sitzung vergeben.

Module siehe Übersicht.

Textgrundlage: Reader mit Texten aus
- Aristoteles (Hg. Seidl 1995): Von der Seele. Gr.-dt.; eingel., übers. u. komm. v. Seidl, H., Hamburg : Meiner [abgek. M]  /  Aristoteles (Hg. Seidl 1984): Metaphysik. Gr.-dt.; eingel., übers. u. komm. v. Seidl, H., Hamburg : Meiner [abgek. De an]
- Konersmann, Ralf (Hg. 1997): Kritik des Sehens. Leipzig : Reclam
- Merleau-Ponty, Maurice (3. Aufl. 2004): Das Sichtbare und das Unsichtbare. Gefolgt von Arbeitsnotizen. Hg. u. Nachw. v. Lefort, Claude; dt. v. Giuliani, Regula u. Waldenfels, Bernhard. München : Fink (Merleau-Ponty I)


Übung/Kolloquium

Lektüre philosophischer Texte

ORT: Güntzstraße 34, Raum 218 oder nach Vereinbarung
ZEIT: Montag oder Mittwoch, ab 15:00 Uhr und nach Vereinbarung
BEGINN: 09.04.2018 (bitte per e-mail bei Frau Hering oder Prof. Dr. Peres nachfragen)

Zum Lektürekurs treffen wir uns in kleinen Gruppen, um uns im gemeinsamen Lesen, Interpretieren und Diskutieren mit philosophischen Texten auseinanderzusetzen, für welche die teilnehmenden Studierenden ihr Interesse angemeldet haben. Im Sommersemester wird Prof. Dr. Wolfgang Ullrich als Gast an der HfBK lehren. Wir haben geplant, uns mit einigen Schriften in interdisziplinärer Lektüre auseinanderzusetzen, damit unsere studierenden Mit-Leser in gemeinsamen Sitzungen verschiedene Lesarten mit uns diskutieren können. Meist handelt es sich dabei um Schriften, die speziellen Projekten zugrunde liegen oder um solche, die interessierte Studierende vorschlagen, weil sie sie „immer schon einmal lesen wollten“. So haben sich dieses Semester einige gewünscht, Ausschnitte aus „Sprachen der Kunst“ von Nelson Goodman zu lesen. Oft geht es also im Lektürekurs um philosophische Denkansätze, die Studierende gern in der Gruppe diskutieren möchten oder an die sie sich in einsamer Lektüre nicht herantrauen (z.B. im vergangenen Semester Henri Bergsons Theorie der Intuition, oder in früheren Semestern Michel Foucaults „Was ist ein Autor?“ oder Martin Heideggers Aufsatz „Kunst und Raum“ oder Karl Marx’ Begriff der entfremdeten Arbeit). Ebenso können für philosophisch schwierige Texte, zu denen in den Seminaren Referate vorzubereiten und Seminararbeiten zu verfassen sind, Treffen vereinbart werden, an denen die Lektüre in kleineren Gruppen eingeübt wird. Manchmal stehen aber auch speziellere philosophische Sichten auf bestimmte Gedankenkomplexe (z.B. „Natur“, „Liebe“, „Glück“, „Leben“ oder „Tod“) im Fokus des Interesses, die gerade das Semesterthema eines Projektes bilden, und die sich nicht für den großen Hörerkreis der Seminare und Vorlesungen eignen oder dort aktuell nicht angeboten werden. Dabei kann es sich ebenso um theoretische Grundbegriffe der Konservierung und Restaurierung von Kunstwerken handeln oder um Diskussionen zum philosophischen Hintergrund von theatralen Projekten oder um Texte der Ideengeschichte, die als Grundlage für eine bildnerische Umsetzung im Theater dienen und entsprechend bearbeitet werden sollen (z.B. „Rousseau: Traktat von der Ungleichheit …“).

Lehrende, die mit ihren Klassen oder Projektgruppen an diesem Angebot Interesse haben, oder Studierende, die im kleineren Kreis ihre Wunschtexte und -themen mit mir lesen und diskutieren wollen, bitte ich wegen der Vorbereitung der Texte und der Terminplanung darum, sich rechtzeitig zu Semesterbeginn per e-mail zu melden!


Kolloquium

Philosophische Ateliergespräche

ORT: nach Vereinbarung
ZEIT: Montag oder Donnerstag ab 15:00 Uhr und nach Vereinbarung
BEGINN: 09.04.2018

In jedem künstlerischen Prozess ergeben sich Fragen, deren philosophische Diskussion vor den Werken zur Klärung der weiteren kreativen Schritte/ Entwicklung beitragen kann. Zugleich führt eine solche philosophische Auseinandersetzung im Atelier zu weiterreichenden Aufschlüssen über den Kunstbegriff, über verschiedene Theorien der philosophischen Ästhetik und zur Selbstsituierung der eigenen künstlerischen Position. Da im Sommersemester Prof. Dr. Wolfgang Ullrich als Gast an der HfBK lehren wird, haben wir, wenn die Studierenden es wünschen, auch gemeinsame Ateliergespräche ins Auge gefasst, um in den Gesprächen verschiedene Blickwinkel fruchtbar werden zu lassen.

Das Nachdenken und die gemeinsame Diskussion über Strukturen der Kreativität, den Begriff des „Neuen“, über die künstlerische Auseinandersetzung mit der Wirklichkeit und „Weisen der Welterzeugung“ findet in kleineren Gruppen (ca. 3 bis 10 Studierende) und in der Anbindung an die aktuellen künstlerischen Arbeiten statt. In den Projekten der Studierenden von Bühnenbild und Theaterausstattung, deren Semesterthema in der szenischen Ausstattung bestimmter Bühnenwerke oder in Raumentwürfen zu übergreifenden Fragekomplexen besteht, bildet deren philosophische Erörterung den Schwerpunkt (siehe auch 3.). In der Restaurierung stehen hauptsächlich terminologische, interpretatorische und ethische Fragestellungen zur Diskussion (siehe auch 3.). Die Initiative zu den Gesprächen geht von den Studierenden (und/oder Lehrenden) aus; Ort und Zeit werden zu Semesterbeginn festgelegt. Wegen der individuellen Terminplanung bitte rechtzeitig, spätestens zu Semesterbeginn, mit Prof. Dr. Peres in Verbindung setzen!


Doktorandenkolloquium

ORT: nach Vereinbarung
ZEIT: Mittwoch und nach Vereinbarung
BEGINN: 11.04.2018