Philosophie/Ästhetik

Lehrveranstaltungen Wintersemester 2018/19


Prof. Dr. Constanze PERES

Sprechstunde im Wintersemester

Dienstags, 17 - 18 Uhr

Achtung!!!
die Sprechstundentermine von Frau Prof. Dr. Peres am Dienstag, dem 16.10., sowie dem 30.10.2018, müssen aufgrund des Blockseminars ausfallen. Eine Ersatzsprechstunde findet am Mittwoch, dem 17.10.2018, um 15:30 Uhr statt. Auch die Sprechstunde am Dienstag, dem 23.10.2018, um 17:00 Uhr, findet statt.


Vorlesung

Kunst - Kunstwerk - ästhetische Werte

Grundbegriffe der philosophischen Ästhetik

ORT: Güntzstraße 34, Hörsaal
ZEIT: Dienstag, 15:30 - 17:00 Uhr
BEGINN: 06.11.2018

Was ist ein Kunstwerk? Die Antwort auf diese Frage scheint einfach, wenn es um Gemälde,  Skulpturen oder Installationen geht. Aber bereits bei Zeichnungen oder Druckgraphiken wird es schwierig: Ist eine Vorzeichnung für ein Fresko ein eigenständiges Kunstwerk? Was ist bei einer Druckgraphik das Kunstwerk: die Platte, der Erstdruck oder jeder Abdruck? Noch komplizierter wird die Diskussion bei Konzeptkunst, Performance, musikalischen und theatralen künstlerischen Formen: Sind Konzeption, Partitur und Dramentext bereits das Kunstwerk oder müssen sie aufgeführt werden, um als Kunstwerk gelten zu können? Welche Interpretation und Aufführung ist dann aber das Kunstwerk, und was wird da eigentlich interpretiert? Fragen dieser Art gehören in die philosophischen Problemkomplexe der Ontologie des Kunstwerks und der Semantik. „WANN ist Kunst?“ statt „WAS ist Kunst?“ lautet deshalb Nelson Goodmans berühmt gewordene Frage. Präziser formuliert, stellt sich die Wann-Frage so: Unter welchen Umständen fungiert etwas als Kunstwerk? Neben der grundlegenden Entscheidung gegen einen essentialistischen zugunsten eines funktionalen Kunstbegriffs kommen hierin weitere zentrale Gedanken der heutigen philosophischen Ästhetik zum Ausdruck: so die Erkenntnis, dass Alltagsdinge in bestimmten Kontexten, manchmal nur temporär, Kunstwerke sein können. Auch zeigt sich bei diesem Kunstwerk-Werden die Bedeutung der Prozessualität und der aktiven Tätigkeit unterschiedlicher an diesem Prozess Beteiligter.

Was aber heißt es in diesem Zusammenhang überhaupt, von „Kunst“ zu sprechen? Handelt es sich dabei z.B. immer um einen valuativen Begriff, der ästhetische Werte wie „schön“ oder „hässlich“, „großartig“ oder „grausig“ enthält? Und was sind überhaupt „ästhetische Werte“, die man ja nicht nur bei Kunstwerken, sondern auch bei Naturphänomenen oder Alltagsdingen voraussetzt? Die Vorlesung will in Grundfragen der Ästhetik einführen und zu ihrer Diskussion anregen.

Wegen des Blockseminars von Prof. Dr. Peres beginnt die wöchentliche Vorlesung erst am 06.11.2018. Nach Absprache besteht für Studierende im Hauptstudium die Möglichkeit, im Rahmen der Vorlesung einen Leistungsnachweis zu erwerben. Voraussetzung ist die regelmäßige und aktive Beteiligung ab der 1. Vorlesung (06.11.2018)

Module siehe Übersicht.

 

Blockseminar

Der Ursprung des Kunstwerks

Martin Heideggers Philosophie der Wahrheit und des (Da)Seins der Kunst

ORT: Güntzstraße 34, Raum 229 und 215
ZEIT: Blockseminar

Dienstag

16.10.2018

15.30 – 18.30

R 229

 

Montag

29.10.2018

14.00 – 18.30

R 215

Dienstag

30.10.2018

14.00 – 18.30

R 215

Mittwoch 31.10.2018 Feiertag: Reformationstag

Donnerstag

01.11.2018

14.00 – 18.30

R 229

Freitag

02.11.2018

11.00 – 15.30

R 229

BEGINN: 16.10.2018

Martin Heidegger gehört zu den berühmtesten und umstrittensten Philosophen des 20. Jahrhunderts. Bis heute wird er international diskutiert, sowohl in der angloamerikanischen, als auch besonders in der französischen Philosophie.

In drei großen Aufsätzen, die zunächst unter dem Titel „Holzwege“ erschienen, entfaltet er seine Auffassung vom „Ursprung des Kunstwerks“. Zentral ist sein Gedanke, dass in künstlerischen Hervorbringungen „das Geschehen der Wahrheit am Werk“ sei. Das Sein des Kunstwerks als Hervorgebrachtes ist dabei zweitrangig gegenüber seinem prozessualen Sein als ‚Her-vor-bringendes’. Es ist „Sich-ins-Werk-Setzen der Wahrheit des Seienden“ und besteht wesentlich auch in seiner Geschichtlichkeit. Kunst eröffnet dabei eine neue Welt von Bezügen, innerhalb deren die Offenheit der Welt selbst vermittelt wird. In der Analyse der Texte Heideggers verdienen besonders seine eigenwilligen philosophischen Sprachschöpfungen Beachtung, die er aus der Wortherkunft entwickelt und als einzig adäquate Begrifflichkeit für seine Philosophie geprägt hat. 

Verbindlicher Beginn ist Dienstag, der 16.10.2018, um 15.30. Teilnahmebedingung ist die regelmäßige und aktive Beteiligung ab der 1. Sitzung durch: vorbereitende Lektüre der angegebenen Texte, Diskussionsbeiträge und ein Referat mit Thesenpapier. Dadurch soll neben dem Einstieg in die philosophischen Problemstellungen auch das selbständige Erarbeiten und Vortragen eines Sachbeitrags sowie das Argumentieren in Diskussionen eingeübt werden. Die Referate werden (nur) in der ersten Sitzung vergeben.

Textgrundlage (bitte zur ersten Sitzung mitbringen): Heidegger, Martin (1960 u.ö.): Der Ursprung des Kunstwerks. Mit einer Einf. v. H.-G. Gadamer, Stuttgart: Reclam 1960 (Nr. 8446)

Module siehe Übersicht.


Übung/Kolloquium

Lektüre philosophischer Texte

ORT: Güntzstraße 34, Raum 218 oder nach Vereinbarung
ZEIT: Montag oder Mittwoch, ab 15:00 Uhr und nach Vereinbarung
BEGINN: 15.10.2018 (bitte per e-mail bei Frau Hering oder Prof. Dr. Peres nachfragen)

Der Lektürekurs trifft sich in kleinen Gruppen, um sich im gemeinsamen Lesen, Interpretieren und Diskutieren mit philosophischen Texten auseinanderzusetzen, für welche die teilnehmenden Studierenden ihr Interesse angemeldet haben. Im Wintersemester wird Prof. Dr. Wolfgang Ullrich wieder als Gast an der HfBK lehren. Geplant ist, sich in gemeinsamen Sitzungen mit einigen Schriften in interdisziplinärer Lektüre auseinanderzusetzen, damit die Studierenden verschiedene Lesarten diskutieren können. Meist handelt es sich dabei um Schriften, die speziellen Projekten zugrunde liegen oder um solche, die interessierte Studierende vorschlagen, weil sie sie „immer schon einmal lesen wollten“. Oft geht es also im Lektürekurs um philosophische Denkansätze, die Studierende gern in der Gruppe diskutieren möchten oder an die sie sich in einsamer Lektüre nicht herantrauen (z.B. im vergangenen Semester Henri Bergsons Theorie der Intuition oder Karl Marx’ Begriff der entfremdeten Arbeit). Ebenso können für philosophisch schwierige Texte, zu denen in den Seminaren Referate vorzubereiten und Seminararbeiten zu verfassen sind, Treffen vereinbart werden, an denen die Lektüre in kleineren Gruppen eingeübt wird. Manchmal stehen aber auch speziellere philosophische Sichten auf bestimmte Gedankenkomplexe (z.B. „Natur“, „Liebe“, „Glück“, „Leben“ oder „Tod“) im Fokus des Interesses, die gerade das Semesterthema eines Projektes bilden, und die sich nicht für den großen Hörerkreis der Seminare und Vorlesungen eignen oder dort aktuell nicht angeboten werden. Dabei kann es sich um theoretische Grundbegriffe der Konservierung und Restaurierung von Kunstwerken handeln oder um Diskussionen zum philosophischen Hintergrund von theatralen Projekten oder um Texte der Ideengeschichte, die als Grundlage für eine bildnerische Umsetzung im Theater dienen und entsprechend bearbeitet werden sollen.

Lehrende, die mit ihren Klassen oder Projektgruppen an diesem Angebot Interesse haben, oder Studierende, die im kleineren Kreis ihre Wunschtexte und -themen lesen und diskutieren wollen, werden wegen der Vorbereitung der Texte und der Terminplanung darum gebeten, sich rechtzeitig zu Semesterbeginn per e-mail zu melden!


Kolloquium

Philosophische Ateliergespräche

ORT: nach Vereinbarung
ZEIT: Montag oder Mittwoch ab 15:00 Uhr und nach Vereinbarung
BEGINN: 15.10.2018

In jedem künstlerischen Prozess ergeben sich Fragen, deren philosophische Diskussion vor den Werken zur Klärung der weiteren kreativen Schritte/ Entwicklung beitragen kann. Zugleich führt eine solche philosophische Auseinandersetzung im Atelier zu weiterreichenden Aufschlüssen über den Kunstbegriff, über verschiedene Theorien der philosophischen Ästhetik und zur Selbstsituierung der eigenen künstlerischen Position. Da im Wintersemester Prof. Dr. Wolfgang Ullrich als Gast an der HfBK lehren wird, sind, wenn die Studierenden es wünschen, auch gemeinsame Ateliergespräche möglich, um in den Gesprächen verschiedene Blickwinkel fruchtbar werden zu lassen.

Das Nachdenken und die gemeinsame Diskussion über Strukturen der Kreativität, den Begriff des „Neuen“, über die künstlerische Auseinandersetzung mit der Wirklichkeit und „Weisen der Welterzeugung“ findet in kleineren Gruppen (ca. 3 bis 10 Studierende) und in der Anbindung an die aktuellen künstlerischen Arbeiten statt. In den Projekten der Studierenden von Bühnenbild und Theaterausstattung, deren Semesterthema in der szenischen Ausstattung bestimmter Bühnenwerke oder in Raumentwürfen zu übergreifenden Fragekomplexen besteht, bildet deren philosophische Erörterung den Schwerpunkt (siehe auch 3.). In der Restaurierung stehen hauptsächlich terminologische, interpretatorische und ethische Fragestellungen zur Diskussion (siehe auch 3.). Die Initiative zu den Gesprächen geht von den Studierenden (und/oder Lehrenden) aus; Ort und Zeit werden zu Semesterbeginn festgelegt. Wegen der individuellen Terminplanung bitte rechtzeitig, spätestens zu Semesterbeginn, mit den Lehrenden in Verbindung setzen!


Doktorandenkolloquium

ORT: nach Vereinbarung
ZEIT: Mittwoch und nach Vereinbarung
BEGINN: 17.10.2018