Weiterbildung an der Hochschule für Bildende Künste Dresden im Fachbereich Kunsttherapie
Leitung: Prof. Dr. Alexandra Hopf
Künstlerische und qualitative Forschungsmethoden tragen wesentlich zur Stärkung der Identität der Kunsttherapie bei. Sie rücken die Bedeutung künstlerischer Prozesse und sozialer Interaktionen als zentrale Wirkfaktoren der Kunst-therapie in den Fokus und unterstützen die Entwicklung kunstbasierter Interventionen, Verfahren und Methoden. Der Erkenntnisgewinn entsteht dabei unmittelbar aus der Aktualität des künstlerischen Handelns. Die Wechselwirkungen zwischen den Handelnden und den künstlerischen Prozessen werden durch Wahrnehmung und Erfahrung beschreib- und nachvollziehbar.
Anhand erster, interessengeleiteter Fragestellungen werden verschiedene Forschungsmethoden vorgestellt. Dabei werden eigene Forschungsinteressen mithilfe körperlich-ästhetischer Bezüge in eine erfahrbare Forschungs- und Erkenntnispraxis überführt. Herausforderungen und Limitierungen, aber auch Diskurse und Präsentationen beeinflussen, begrenzen und erweitern diese Erkundungen und tragen letztlich zur Klärung von Fragestellungen und Forschungsaktivitäten in der Kunsttherapie bei.
An der Hochschule für Bildende Künste Dresden bietet der Fachbereich Kunsttherapie die Weiterbildung „Künstlerisches Forschen – Innovative Forschungsansätze für die Kunsttherapie“ an. Sie vermittelt künstlerische und qualitative Forschungsmethoden für die Handlungsfelder Kunsttherapie und Kunstpädagogik.
Im Oktober 2026 findet zudem eine kostenfreie Informationsveranstaltung zum Thema „Promovieren im Fach Kunsttherapie“ statt. Dort werden das Promotionskonzept sowie die Forschungsschwerpunkte vorgestellt; auch die Weiterbildung wird präsentiert. Mitglieder des Ausschusses beleuchten das Feld künstlerischer und qualitativer Forschung aus unterschiedlichen Perspektiven: Alexandra Hopf (Kunsttherapie und Bildende Kunst) und Katja Pieper (Qualitative Forschung und Therapie). Im dritten Teil der Informationsveranstaltung haben Teilnehmende in begrenztem Umfang die Möglichkeit zu Einzelgesprächen mit den beiden Ausschussmitgliedern.
Die Weiterbildung umfasst sechs Wochenendmodule. Diese setzen sich aus Theorie- und Praxisbausteinen zusammen. Forschungsmethoden werden mithilfe von Praxisübungen erprobt. Zwischen den Präsenzwochenenden finden jeweils zwei lokale oder digitale Gruppentreffen der Teilnehmenden in Eigenregie statt. Dabei werden Inhalte der Weiterbildung vertieft, weitergeführt und reflektiert.
Die Module bauen aufeinander auf und vermitteln die Grundlagen für das Entwickeln, Herausarbeiten und Entwerfen von Forschungsinteressen. Sie umfassen Vorträge, Diskussionen sowie Partner- und Gruppenarbeiten zu künstlerischen, ästhetischen und qualitativen Reflexionsformen. Die Vorträge am Freitag sind hochschulintern und auch für Studierende anderer assoziierter Hochschulen offen.
Die Praxisübungen finden im Anschluss an die Vorträge am Samstag statt; am Sonntag stehen gemeinsame Reflexionen und Überlegungen zu den nächsten Schritten in den Arbeitsgruppen im Mittelpunkt.
Die Weiterbildung schließt mit einem Hochschulzertifikat ab.
Einen Erfahrungsbericht von Jan-Erik Wiegert zum ersten Weiterbildungsdurchgang 2024/25 finden Sie hier.
