The Art Academy of Social Cohesion
Solidarische Lern- und Arbeitsweisen in den Künsten
„ZUSAMMEN HALTEN” ist ein dreijähriger Forschungszusammenhang, an dessen Beginn die Gründung der Art Academy of Social Cohesion steht. Mit ihr setzen wir künstlerisch forschend und lehrend solidarische Lern- und Arbeitsweisen in den Künsten um.
Der Fokus liegt hierbei auf kollektiven Prozessen, welche Grundlagen künstlerischer Praktiken auch dann bilden, wenn sie in der Logik einer patriarchal geprägten, auf ein Individuum konzentrierten Genieästhetik der Künste erzählt werden. Ausgangspunkt für die Art Academy of Social Cohesion war die Feststellung, dass Kunstbetriebe und Bildungssysteme häufig von Individualisierung, Vereinzelung und marktgetriebenem Wettbewerbsverhalten dominiert werden. Wir bemerken, dass die anhaltenden, vielfältigen lokalen und globalen Krisen, die an zahlreichen demokratischen, sozialen und gesellschaftlichen Gewissheiten rütteln, sich auch in unserem künstlerischen Umfeld wie im Kunstbetrieb zeigen.
Darum begegnen wir bestehenden Arbeitsweisen und entwickeln gezielte Interventionen, die solidarisches Handeln in den Künsten fördern. Unsere Forschung schließt an bereits erprobte, widerständige Praktiken und Forschungsprojekte an, um Netzwerke des solidarischen Zusammenhaltens in den Künsten zu kultivieren.
Wir sind Amelie Sabbagh, Caroline Anne Kapp, Dina Zaitev, Franzi Goralski, Kattrin Michel, Kristin Marek, Lina Backer, Sophie Lindner, Stefanie Wenner und Tian Jinx Rüger. Wir sind Kunst- und Kulturschaffende, Forschende, Lehrende, Mütter, Aktivist:innen, Community-Caretaker und in Kontexten kollektiven Arbeitens täglich beschäftigt.
Mit diesen Fragen starten wir in unsere künstlerische Forschung:
Welche solidarischen Lern- und Arbeitsweisen prägen die künstlerische Gegenwart und wie können sie begrifflich systematisiert werden?
Was bedeutet Solidarität inmitten von gesellschaftlichen Spaltungen, die sich auch in den Arbeitsweisen und Institutionen der Künste widerspiegeln?
Als künstlerische Mitarbeitende und Professorinnen befinden wir uns mitten in einer Institution, die selbst Gegenstand der Forschung wird.
Wir streben eine intersektionale Kulturlandschaft an, die für viele zugänglich ist, in der nicht nur über marginalisierte Menschen, sondern mit ihnen und von ihnen gedacht wird.
Damit Institutionen der Kunst und des Theaters, inklusiv, barrierearm und damit grundrechtskonform gestaltet werden können, sollten auch Strukturen des Lernens und Arbeitens entsprechend praktiziert werden.
Sozialer Zusammenhalt, auf dem Beziehungen wachsen und Solidarität entsteht, bildet für uns die Grundlage künstlerischer Praxis. Die Forschungsgruppe ist ansässig an der Hochschule für Bildende Künste Dresden.

Team
Amelie Sabbagh
Caroline Anne Kapp
Dina Zaitev
Franzi Goralski
Prof. Kattrin Michel
Prof. Dr. Kristin Marek
Lina Backer
Sophie Lindner
Prof. Dr. Stefanie Wenner
Tian Jinx Rüger
Kooperationspartner
Archiv der Avantgarden - Egidio Marzona
HELLERAU — Europäisches Zentrum der Künste
Montagscafé Dresden
Kontakt
Website: www.zusammenhalten.space
Mail: zusammenhalten@hfbk-dresden.de
Standort: The Art Academy of Social Cohesion
Weiße Gasse 8
01067 Dresden
Ab 12.10.26, alle Termine im Vorlesungsverzeichnis
Vorlesung: Propädeutikum Angewandte Theaterwissenschaft
Prof. Dr. Stefanie Wenner, Sophie Lindner, Caroline Anne Kapp
hochschulintern
15.10.26 / 26.11.26 / 03.12.26 / 28.01.27 je 14:00 – 18:00 Uhr
Seminar (fakultätsübergreifend): „We are haunted by the 1990s.” Henrike Naumann
Studio Michel / AASC / Caroline Kapp & Franzi Goralski
Güntzstr. 34, Raum 232
hochschulintern
23.10.26 / 27.11.26
Workshop: Diskriminierung erkennen & Unconscious Bias entgegenwirken. Ein Einführungsworkshop für Studierende des ersten Studienjahres an der HfBK Dresden
geleitet von Miriam Nadimi Amin
weitere Informationen im Vorlesungsverzeichnis
hochschulintern
10.12. – 11.12.26
Exkursion und Seminar: Christoph Schlingensief: Es ist nicht mehr mein Problem, macht eure Scheiße alleine
Exkursion in den Gropius Bau Berlin
Studio Michel/Nilsson-Eicke
+ ATW
hochschulintern
16.12.2026
Exkursion: „Offener Prozess“ Dokumentationszentrum zum NSU-Komplex, Chemnitz
Anmeldung via zusammenhalten@hfbk-dresden.de
hochschulintern
Ab 13.10.26 jeden 2. Dienstag im Monat 18:00 – 20:00 Uhr
STAMMTISCH EXTREME
Wechselndes Programm mit Snacks und Getränken: Quiz, Lesungen, Screenings und Gäste/Berichte von lokalen Initiativen.
Alle Inputs/Impulse kreisen um die Fragen, wie wir gesellschaftlichen Zusammenhalt in der Hochschule praktizieren können, wie wir uns gegen rechtsextremistische Kräfte vernetzen können, wie wir uns als Gruppe stärken und unsere Ressourcen teilen können.
Brühlsche Terrasse 1, 01067 Dresden, Raum 316
Offen für alle Interessierten
12. und 24.11.26, 15:00 – 18:00 Uhr
Workshop: Klimasensible Sprechstunde
Mit Sophie Lindner
Weiße Gasse 8, 01067 Dresden
Teilnehmer:innenzahl: 10 Personen max.
Offen für alle Interessierten
Anmeldung per Mail an: zusammenhalten@hfbk-dresden.de
17.12.26
Lesung und Ausstellung: Warum sie uns hassen
Lesung von Ruby Rebelde
Daria / Treberhilfe e.V.
Weiße Gasse 8, 01067 Dresden
Offen für alle Interessierten
11.01.27
Lesung: „Fühlen Sie sich wie zu Hause, aber vergessen Sie dabei nicht, dass Sie zu Gast sind“
Lesung von Anna Shapiro
Kooperation mit dem kosmotique e.V. Dresden
Ort tba
Offen für alle Interessierten