Veranstaltung

Weiße Gasse 8

WORKSHOP Antisemitismus und Film

Filmuniversität Babelsberg meets HfBK Dresden

Antisemitische Motive und Erzählstrukturen sind im Film keine Seltenheit, werden aber häufig nicht als solche erkannt. Durch die Verbindung von Inputs, Lektüre, gemeinsamen Sichtungen von Filmausschnitten und anschließender Diskussion sollen historische, theoretische und analytische Perspektiven mit einem praxisorientierten Zugang zu diesem Themenkomplex verknüpft werden.
Ziel des Moduls ist es, antisemitische Narrative im Film nicht nur zu erkennen, sondern auch in ihren historischen, symbolischen und gesellschaftstheoretischen Kontexten zu deuten. Das Modul beginnt mit selbstreflexiven Übungen zur eigenen Positionierung, um die unterschiedlichen Bezüge zum Thema transparent zu machen. Daran schließt ein historischer und theoretischer Input zur Begriffsgeschichte des Antisemitismus an. Es folgt die Beschäftigung mit zentralen antisemitischen Motiven, darunter antijüdische (christliche) Motive wie der Gottesmord, der Wucherer und die Ritualmordlegende sowie modernere Bilder der ‘jüdischen Verschwörung’ sowie die Figur des Dritten. Die Motive werden sowohl historisch eingeordnet als auch anhand theoretischer Ansätze kontextualisiert. Im zweiten Teil des Seminars werden verschiedene Erzählungen, Bilder und Filmsequenzen analysiert und diskutiert. Hierbei sollen mögliche (subtile) antisemitische Motive und Narrative dechiffriert werden.


Workshop Leitung 

Mani Tilgner (Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF)
Tirza Seene (Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF)

Voraussetzungen

Kein Vorwissen erforderlich

Sprache

Deutsch

Zielgruppe

Studierende • Lehrende • Verwaltungsangestellte


10.00–17.00 Uhr inkl. Pause, Art Academy of Social Cohesion, Weisse Gasse 8, 01067 Dresden

!! Bitte um verbindliche Anmeldung bis 12. Mai 2026 via Mail an zusammenhalten@hfbk-dresden.de


 Die Veranstaltung ist gefördert durch die EVZ Stiftung und die Hertie Stiftung