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Veranstalter: Career Service | HfBK Dresden

PRAXIS_CHECK Zusammenarbeiten. Kurator:in und Künstler:in

mit Juliane Bischoff | 04.05.2026 | 19:00 - 20:30 Uhr | Galerie Gewandhausstraße

Zwischen Diskursproduktion, Projektmanagement und Beziehungsarbeit sprechen wir mit Juliane Bischoff über die Rolle von Kurator:innen in der Zusammenarbeit mit Künstler:innen. Eine Zusammenarbeit, die auf Vertrauen beruht – doch wie entsteht es?

 

Eine Ausstellung entwickelt sich nicht allein aus einer Idee, sondern aus einem dichten Geflecht aus Kommunikation, Organisation und Verantwortung. Kuratorische Praxis bedeutet immer auch Beziehungsgestaltung: Künstler:innen begleiten, Erwartungen vermitteln, institutionelle Strukturen übersetzen und Netzwerke lebendig halten.

 

Weiterhin rücken Fragen von Kontext und Sichtbarkeit in den Fokus:

Wie werden künstlerische Positionen verortet?

In welchen Zusammenhängen werden Arbeiten gezeigt und diskutiert?

Und wie können aus einzelnen Projekten langfristige professionelle Beziehungen wachsen, in einem Kunstfeld, das zunehmend von temporären Kooperationen geprägt ist?

 

Das Gespräch gibt Einblicke in die alltägliche Praxis zwischen Studio, Büro und Institution und eröffnet eine Diskussion über Vertrauen, Macht, Autor:innenschaft und Verantwortung im kuratorischen Handeln. Welche Erwartungen haben Kurator:innen an Künstler:innen und umgekehrt? Und welche Kompetenzen sind für eine gelingende Zusammenarbeit entscheidend?

 

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Juliane Bischoff ist Kuratorin des Portikus, Frankfurt am Main.

Von 2023 bis 2025 war sie künstlerische Leiterin der Klosterruine Berlin, wo sie Ausstellungen und Performanceprogramme mit Künstler:innen wie Dora Budor, Bryana Fritz, Richard Frater, Erika Landström, Mira Mann, Kate Newby, Augustas Serapinas, Mikołaj Sobczak, Miriam Stoney und Leyla Yenirce realisierte.

 

Zwischen 2019 und 2025 arbeitete sie als Kuratorin am NS-Dokumentationszentrum München. Dort kuratierte sie zuletzt die Gruppenausstellung … to leave a space in which the din of war might die down mit Werken von Hiwa K, Tarik Kiswanson, Selma Selman, Hito Steyerl, Sung Tieu, Miloš Trakilović, Ian Waelder und weiteren Künstler:innen. Darüber hinaus ko-kuratierte sie die Ausstellungen TO BE SEEN. queer lives 1900–1950 (2022) sowie Tell me about yesterday tomorrow (2019/2020).

 

Zuvor war Juliane Bischoff von 2016 bis 2019 als Assistenzkuratorin an der Kunsthalle Wien tätig. Neben ihrer kuratorischen Praxis hatte sie Lehraufträge an der Universität für angewandte Kunst Wien, der Akademie der Bildenden Künste München sowie an der Sommerakademie Salzburg inne. Ihre Texte erschienen unter anderem in Mousse Magazine, Texte zur Kunst, bei der Gesellschaft für künstlerische Forschung sowie in verschiedenen Künstler:innenpublikationen. Zudem ist sie Herausgeberin mehrerer Publikationen, darunter Kate Newby. I can’t nail the days down (Kunsthalle Wien/Sternberg Press, 2019) und Minor Histories (Paris: Ness Books, 2025).

 

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