rescene

textile Raumsysteme für eine recyclebare Bühne – Konzepte zur nachhaltigen Nutzung umweltschonender Ressourcen in künstlerischen Institutionen

Nachwuchsforschungsgruppe im Studiengang Theaterdesign – Fachbereich Szenische Malerei/ Szenischer Raum

 


 

Auf der Grundlage historischer Maltechniken und textiler Architektur sollen Raumsysteme für eine recyclebare Bühne entwickelt werden, die als mobile, modulare, textile Bauten im Bildungsbereich, im öffentlichen Raum, der freien Theaterszene und am Staatstheater zum Einsatz kommen können.

 

Hintergrund

Darstellende Künste werden als Impulsgeber innerhalb unserer Gesellschaft betrachtet und definieren sich selbst auch als solche. Neben dem Aspekt der Unterhaltung beschäftigen sie sich mit aktuellen Themen und versuchen Lösungen zu finden. Zu Fragen der Nachhaltigkeit haben sie, abgesehen vom Einsatz modularer Elemente wie z.B. Bühnenpodesten oder mobiler Ausstellungwände, einen Nachholbedarf, da häufig die Zeit fehlt, sich intensiv mit Alternativen auseinanderzusetzen, die Budgets nicht entsprechend geplant sind oder aufgrund künstlerischer Entscheidungen doch Einzelanfertigungen nötig werden. Außerdem bieten die aktuell genutzten Systeme wenig Gestaltungsspielraum in der Raumdynamik von organischen und flexiblen Strukturen. Als Produzenten temporärer Bauten sind Produktionshäuser mit enormen Entsorgungsvorgängen und hohen Lagerkapazitäten sowie einer sich verändernden Personalstruktur konfrontiert. Die freie Theaterszene hat durch das Gastspielsystem hohe Reise- und Transportkosten zu bewältigen. Textile Raummodule können dafür realistische Lösungen sein, da sie auf ein minimales Packmaß reduziert werden können. Ergänzt durch eine flexiblen und reversiblen Einsatz von Farben eröffnen sie eine Vielzahl von Gestaltungsmöglichkeiten, die das prozesshafte und gemeinschaftliche Arbeiten am Theater unterstützen sollen.

Nachhaltiges Denken beschränkt sich im Kunstkontext häufig auf die Verwendung von Sekundärmaterialien, die danach ihrem üblichen Entsorgungszyklus zugeführt werden. Ihre Nutzungsdauer hat sich also nur um eine, höchstens drei Zyklen erweitert. Die Erforschung von Strukturen, die eine dauerhafte zirkuläre Verwendung von Materialien berücksichtigt, ist ausbaufähig.


Abschlusskonferenz FABRICating circular systems

am 05. & 06.11.2026

Die Anmeldung für die rescene-Abschlusskonferenz FABRICating circular systems ist ab sofort geöffnet — wir freuen uns, Sie am 05.& 06.11.2026 in die Hochschule für Bildende Künste in Dresden einzuladen!

Zum Abschluss des seit 2024 laufenden Projekts versammeln wir die Ergebnisse unserer Beschäftigung mit modularen, zirkulär nutzbaren Raumsystemen aus Textilien. Entstanden sind wandelbare Raumkonstellationen für Theaterräume und temporäre Architekturen, die u.a. als produktives Wechselspiel zwischen Ausprobieren und Wiederverwenden im Kontext der Lehre des Theaterdesigns zur Anwendung kommen sollen.

Mit FABRICating circular systems möchten wir Künstler:innen und Forscher:innen versammeln, deren Arbeit sich an der Schnittstelle von Textil und Raum bewegt und Nachhaltigkeit nicht nur als Thema, sondern als gestalterisches Prinzip und kulturelle Praxis begreift. Eingeladen sind Beiträge aus Kunst, Wissenschaft, Theater, Architektur und angrenzenden Feldern. Teil des Tagesprogramms werden neben einzelnen Fachvorträgen auch Podiumsdiskussionen zu nachhaltiger Produktion in den darstellenden Künsten und akademischer Arbeit in künstlerischen Forschungsprojekten sein.

Als Abendprogramm performt das Multimedia Studio Noclip in einem von rescene entworfenen textilen Raum. In dieser Fortführung der gemeinsamen Arbeit wird die zirkuläre Nutzung von Materialien thematisiert. Im Zentrum steht die Zersetzung von Plastiglomeraten - Steine aus Kunststoffen und Sedimenten - durch Mikroorganismen. Weitere Informationen finden Sie unter: plastiglomerates dresden — STUDIO NOCLIP 

Wann: 05. & 06. November 2026


Wo: Hochschule für Bildende Künste Dresden, Güntzstraße 34, 01307 Dresden


Anmeldung Konferenz


Schreiben Sie uns eine E-Mail an resceneconference@hfbk-dresden.de mit der Angabe, ob Sie an einem oder beiden Tagen teilnehmen möchten und ob Sie die Performance besuchen wollen. Da die Plätze begrenzt sind, empfehlen wir eine frühzeitige Anmeldung. 


Anmeldung Performance


Möchten Sie ausschließlich die Abendveranstaltung SPECIMENS No. 33-42: DRESDEN PLASTICRUSTS besuchen, senden Sie bitte ebenfalls eine E-Mail an resceneconference@hfbk-dresden.de mit Angabe des gewünschten Datums. 

Barrierefreier Zugang


Bei Bedarf bitten wir um einen kurzen Hinweis.

Verpflegung


Für Verpflegung ist vor Ort gesorgt.
 

Über die beiden Konferenztage präsentieren Künstler:innen und Forscher:innen verschiedener Disziplinen ihre Arbeiten zu textiler Raumbildung. Der erste Tag widmet sich textilen Räumen, der zweite rückt räumliche Textilien in den Mittelpunkt – eine bewusste Verschiebung der Perspektive, die vom Raum zum Material führt.

Am ersten Konferenztag werden neben der Präsentation unserer Forschungsergebnisse Beiträge zum Einsatz von Textilem in der Architektur vorgestellt – von dessen historischen Ursprüngen bis hin zu modernen Interpretationen. Zudem wird das Verhältnis von Körper und Raum im Rahmen von Weichheit und Performativität untersucht. Zu diesen Themen sprechen unter anderem Sylvie Krüger, Aura Luz Melis (Studio Inside Outside), Prof. Gabi Schillig (UdK) und Prof. Dr. Alex Schweder (Pratt Institute). Am Nachmittag diskutiert Prof. Wolf Gutjahr (HS Mainz) mit Eva Veronica Born, Ralph Zeger (Landesbühnen Sachsen), Lisa-Marie Hobusch (Schaubühne Berlin) und Studierenden der HfBK Dresden über den nachhaltigen Einsatz von Textilien in Theaterproduktionen.

Der zweite Tag fokussiert sich auf räumliche Textilien. Hier gibt es Vorträge zur Nachhaltigkeit verschiedener Fasern, zu dreidimensionalen Webverfahren, zur digitalen Vermittlung haptischer Materialien sowie zu künstlerischen Arbeiten aus gesammelten und mit Naturfarben behandelten Stoffen. Beiträge leisten unter anderem Prof. Dr. Markus Oberthür (HAW Hamburg), Kathryn Walters (ie University Madrid), Reto Pulfer sowie Prof. Dr.-Ing. habil. Sybille Krzywinski und Dr.-Ing. Kathrin Pietsch (beide TU Dresden). Am Nachmittag berichten Prof. Dr. Christiane Sauer (Weißensee Kunsthochschule Berlin) und Henrike Schmitz (Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle) von der Relevanz textiler Forschungsprojekte an ihren Hochschulen.

An den Abenden zeigt Studio Noclip ihr neues Werk SPECIMENS No. 33-42: DRESDEN PLASTICRUSTS im Rahmen ihrer „Plastiglomerates Series“. Diese Performance-Reihe widmet sich der Untersuchung kürzlich entdeckter hybrider Gesteinsformationen, die aus geschmolzenem Kunststoff und natürlichem Sediment bestehen. Als Zeugnisse der „seltsamen Zeiten“, in denen wir leben (nach Mortons Terminologie), symbolisieren diese Materialien sowohl Faszination als auch Besorgnis angesichts der beschleunigten Veränderungen unserer planetaren Epoche.
Das dritte Kapitel der „Plastiglomerates“-Reihe konzentriert sich auf experimentelle Methoden, um Kunststoffe zu zersetzen und in organische Materie umzuwandeln. Das Werk ist als postdramatische Musiktheater-Performance angelegt, die sich im Spannungsfeld zwischen Labor, Museum und Theaterraum bewegt. In diesem hybriden Umfeld werden spekulative wissenschaftliche Prozesse in Echtzeit vollzogen, wodurch die Zersetzung sowohl zum Gegenstand als auch zur Methode der Performance wird. 
 



RESCENE-ABSCHLUSSKONFERENZ "FABRICating circular systems"

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Rückblick auf unsere Werkschau beim Sommerfest der HfBK

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Thinking through Materialities

Rückblick auf unsere erste Live-Testung

Juni 2025

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Werkschau 2025

19. Juli 2025 ab 16 Uhr

Güntzstraße 34, Raum 221

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Gemeinsamer Auftritt mit Ventum S im Mai 2025

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Aktuelle Prozessfotos, Insights zum Team, unserem Netzwerk und Kollaborationen gibt es auf der Instagram-Seite von rescene.
Schaut vorbei!

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Fragen und Input

Gehören Sie einer Kulturinstitution, einem Theater, einer freien Gruppe oder ähnlichem an und sind interessiert an unserem Projekt? Oder haben Sie Informationen für uns, die im Projekt nicht fehlen dürfen? Dann kontaktieren Sie uns gerne über die Projektleiterin Prof. Maren Greinke. Die Kontaktadresse finden Sie unten. Wir freuen uns über jede Form der Anregung!

Angebot für Studierende der HfBK Dresden

Plant ihr gerade ein Projekt mit Textilien, braucht ihr Beratung zur Material-Auswahl oder habt ihr etwas gefunden, was ihr uns unbedingt zeigen wollt? Dann kontaktiert uns gerne über die unten stehenden Adressen. Bei den Nachwuchsforscher:innen findet ihr den jeweiligen Forschungsschwerpunkt. Schaut einfach, was am besten zu euch passt und schreibt uns. Wir freuen uns, von euch zu erfahren!


Projektlaufzeit

2024 – 2026

Kontakt

Professorin Maren Greinke

Professur des Studiengangs Theaterdesign | Szenische Malerei

Adresse:

Güntzstr. 34

 

Raum Nr. 123

Telefon:

0351.4402 – 2187

E-Mail:

mgreinke@hfbk-dresden.de


Projektteam

Akhavan, Samira

Theaterdesign | Szenische Malerei Textildesign und -technik


Göhler, Marie

Theaterdesign | Szenische Malerei Theatermalerei & Projektkoordination


Hilpert, Sonia

Theaterdesign | Szenische Malerei Szenischer Raum & Architektur


Lötzsch, Vera

Theaterdesign | Szenische Malerei Theatermalerei & Projektkoordination


  • Prof. Maren Greinke, Theaterdesign/Szenische Malerei, Projektleitung
  • Gisa Bigl, Sekretariat Theaterdesign, Projektverwaltung
  • Louis Rixner, wissenschaftliche Hilfskraft
  • Ann-Kristin Dawid, studentische Hilfskraft
  • Anni Kreher, studentische Hilfskraft
  • Lena Tausche, studentische Hilfskraft
  • Katharina Langsdorff, studentische Hilfskraft

ehemalige Mitarbeiter*innen

  • Sarah Blech, ehemalige künstlerische Mitarbeiterin, Theatermalerei & Projektkoordination
  • Sebastian Schrader, ehemaliger künstlerischer Mitarbeiter, Bühnenbild und -technik
  • Hannah Rolland, ehemalige künstlerische Mitarbeiterin Theatertechnik
  • Helena Schmidt, ehemalige studentische Hilfskraft
  • Josefin Britt, ehemalige studentische Hilfskraft
  • Linda Kromer, ehemalige studentische Hilfskraft
  • Lara Mück, ehemalige studentische Hilfskraft

Projektberatung/ Praxispartner

  • Prof. Olaf Lauströer, Architektur/Übergreifende Raumgestaltung, Projektberatung
  • Prof. Wolf Gutjahr, Szenischer Raum, Hochschule Mainz
  • Prof. Bri Newesely, Theater- und Veranstaltungstechnik BHT Berlin
  • Staatsschauspiel Dresden
  • Textilforschungsinstitut Thüringen-Vogtland e. V., Spezialtextilien und flexible Materialien, Gruppe Textile Strukturen